Ghost Recon: Future Soldier - Raven Strike-DLC im Test

Wir haben Raven Strike, den ersten Story-DLC für Ghost Recon: Future Soldier im Test. Die neuen Missionen wollen wieder näher ran ans ursprüngliche Spielprinzip. Kommt jetzt der Taktik-Herausforderung, die im Hauptspiel fehlte?

von Julian Freudenhammer,
20.09.2012 13:45 Uhr

Test-Video zum Raven-Strike-DLC Test-Video zum Raven-Strike-DLC

Diese verdammten Raben. Bei der Vorliebe dieser Vögel für Wertvolles und Funkelndes war es keine Überraschung, dass Raven's Rock (eine bösartige Gruppierung von russischen Hardcore-Nationalisten) den hochdekorierten General Kozlov entführt haben. Das schreit nach einer Rettungsmission! Und wer wäre dafür besser geeignet als Staff Sergeant John Kozak und seine drei, mit futuristischen Gadgets ausgestatteten Ghost-Kollegen?

Raven Strike, der erste Story-DLC Ghost Recon: Future Soldier für schickt uns auf drei Story-Missionen, die uns in knapp dreieinhalb Stunden Spielzeit von Kasachstan über die russische Stadt Omsk bis in die Straßen von Moskau führen. Warum wir das tun, ist dabei aber eher zweitrangig. Die eigentliche Handlung ist ähnlich generisch und uninspiriert wie die der Hauptkampagne, in spielerischer Hinsicht hingegen hat Ubisoft an der Anspruchs-Schraube gedreht.

Zukunftssoldat ohne Hightech

Ghost Recon: Future Soldier - Raven Strike (Vorsicht: Zungenbrecher) erweist sich zwar immer noch als Taktik-Action-Mischung, beide Extreme sind aber besser voneinander abgegrenzt. Die Leisetreter-Passagen erfordern weitaus mehr Köpfchen und geschicktes Taktieren als die der Hauptkampagne.

Mission Nummer 1 beraubt uns gleich zu Beginn unserer liebsten Hightech-Spielereien. Aktivtarnung? Gibt's nicht. Ferngesteuerte Drohnen? Fehlanzeige. Ein waches Auge ist neben unseren Kameraden alles, was uns bleibt. Wenn wir bedacht durch die nächtlichen, kasachischen Wälder streifen, fühlt sich das stellenweise so an als hätten wir das klassische Ghost Recon von 2002 eingelegt.

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Erst gegen Ende unseres ersten Auftrags tauschen wir das schallgedämpfte Gewehr gegen kugelspuckende MPs und holzen reihenweise Gegner um. Spaß macht's aber trotzdem.

Taktische Rettungsmission

Wirklich knifflig wird es dann aber erst in Omsk: In weitläufigen (und hübschen) Außenarealen gilt es, zu einem Zugdepot vorzustoßen und einen Befehlswagon zu sichern. Hier haben wir wieder unsere Drohne, Aktivtarnung und Sensoren dabei. Werden wir während der Mission aber entdeckt, gilt sie sofort als gescheitert.

Der auch im Splitscreen spielbare Guerilla-Modus bekommt mit Sawmill eine neue Karte spendiert.Der auch im Splitscreen spielbare Guerilla-Modus bekommt mit Sawmill eine neue Karte spendiert.

Kreisende Hubschrauber, offenes Terrain und feindliche Patrouillen werden hier zur echten Herausforderung. In Moskau, dem schönsten, aber leider auch am wenigsten anspruchsvollen Ausflugsziel der Ghosts, begegnen wir wieder der hinlänglich bekannten Taktik-Action-Mischung. Drei Gegner simultan ausschalten, die Umgebung erkunden, Deckung nutzen und Soldaten sowie Fahrzeuge mit Granaten eindecken. Ein Konzept, dass immer noch mehr Hirnschmalz fordert als vergleichbare »Geradeaus und durch«-Shooter.

Für faire 1200 MS-Punkte (ca. 15 Euro) liegt dem Raven-Strike-DLC zudem eine neue Multiplayer-Karte für den Guerilla-Modus bei, die das etwas maue Grundangebot von fünf Karte aufwertet.

Fazit

Julian Freudenhammer: Auch wenn der Raven-Strike-DLC das Hauptspiel Ghost Recon: Future Soldier nicht zum reinen Taktik-Shooter werden lässt, gefällt mir der etwas andere Ansatz gut. Gerade die ersten beiden der drei Missionen versprühen durch den gestiegenen Anspruch ein wenig des alten Ghost-Recon-Flairs. Dabei ist das Spiel durchaus fordernd, wird aber nie unfair. Auch die zusätzliche Multiplayer-Karte für den Guerilla-Modus gefällt mir ausgesprochen gut. Ich freue mich schon auf spannende Gefechte mit den Kollegen.


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