Halo 3: ODST im Test - Test für Xbox 360

Bereit zum Absprung: Wie schlägt sich Halo ohne den Master Chief? Halo 3: ODST im Test.

von Tobias Veltin,
21.09.2009 15:02 Uhr

Wie kaum eine andere Videospielserie ist die Halo-Reihe mit seinem Hauptdarsteller verknüpft. Supersoldat Masterchief ballerte und kämpfte sich in Halo, Halo 2 und Halo 3 durch unzählige Alien-Horden, kämpfte auf Ringwelten und der Erde, stellte sich zahllosen Gefahren und beendete schließlich den blutigen Krieg zwischen Menschen und der außerirdischen Allianz. Die Geschichte des grünen Mofahelmträgers ist also zu Ende, dennoch überraschte Bungie Ende 2008 mit der Ankündigung von Halo 3: ODST, in dem erstmals nicht der Masterchief die glanzvolle Hauptrolle übernehmen sollte. Doch kann Halo ohne den schweigsamen Supersoldaten überhaupt funktionieren? Ist Halo 3: ODST ohne den großen Grünen wirklich farblos oder doch eine lohnende frische Sicht auf das Science-Fiction-Universum? Eins vorweg: der neue Teil ist ohne Frage ein waschechtes Halo.

Halo 3: ODST
Genre: Action
Release: 22.09.2009

Absprung über Afrika

Wir schreiben das Jahr 2552. Halo 3: ODST setzt den dritten Teil nicht -- wie man aufgrund des Titels vielleicht vermuten könnte -- fort, sondern spielt zeitlich sogar noch vor Halo 3. Ihr schlüpft in den Kampfanzug eines so genannten Orbital Drop Shock Troopers (Kurz: ODST), einer Eliteinheit der Menschen, die ebenso wie der Masterchief gegen die Allianz-Einheiten zu Felde ziehen. Ein Schiff wirft den Trupp über der afrikanischen Metropole New Mombasa ab. Kenner des zweiten Teils erinnern sich: New Mombasa war auch schon in Halo 2 Schauplatz für wilde Feuergefechte. Doch während des Sprungs wird die Stadt durch den Raumsprung eines Alienschiffs zerstört und die Kapseln der ODST stürzen ab. Was genau der Auftrag der Gruppe ist, bleibt zunächst noch im Dunkeln und wird erst gegen Ende des Spiels aufgeklärt. Nur soviel: Auch die Allianz sucht nach dem Ziel eurer Mission…

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Zu Beginn des Spiels übernehmt ihr die Rolle des Crewmitglieds »Rookie«. Dieser Anfänger muss nach dem Absturz seine Kollegen finden und durchstreift die nächtliche zerstörte Supermetropole. Diese ist zwar ziemlich groß aber sehr eintönig. Das liegt daran, dass die meisten Winkel und Straßen von New Mombasa ziemlich gleich aussehen. An bestimmten Stellen der Stadt findet ihr Gegenstände, die jeweils Flashbacks auslösen. Das sind quasi Untermissionen, in denen ihr die Steuerung der anderen Crewmitglieder übernehmt und hautnah miterlebt, was sie nach dem Absturz in New Mombasa angestellt haben. Die eher beschaulichen Levels mit dem unerfahrenen ODST-Azubi sind ein perfekter Gegenpol zu den eher actionorientierten Flashback-Sequenzen.

ODST < Masterchief

Ein ODST ist kein Spartan. Das stellt ihr spätestens dann fest, wenn »Rookie« aus seiner Sprungkapsel auf den Boden fällt. Der Bildschirm blinkt rot, ihr seid verletzt. Das ist man als Serien-Veteran nicht gewohnt, denn Fallschaden gab es bisher bei Halo nicht. Und auch einige andere Veränderungen bringt die Umstellung auf die neuen Hauptdarsteller mit sich: Die Lebensenergie regeneriert sich nach einem Feuergefecht mit gegnerischen Treffern nicht mehr automatisch, sondern bleibt auf einem bestimmten Level. Um euch zu heilen, müsst ihr Medi-Stations finden, die allerdings relativ großzügig verteilt sind. Außerdem könnt ihr beispielsweise nicht mehr zwei Waffen gleichzeitig führen, zusätzlich ist die Sprungfähigkeit der ODSTs eingeschränkt und ihr besitzt keinen Radar, das Gegner anzeigt. Um das etwas auszugleichen spendierte man den ODST kurzerhand eine neue Visor-Sicht, die ihr mit »X« aktiviert. Diese hilft euch nicht nur, in nächtlichen Umgebungen besser zu sehen, sondern umrandet Feinde praktischerweise auch rot.


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