Overwatch - Angespielt: Der neue Spielmodus »Junkensteins Rache«

Die nun frisch angelaufene Halloween-Aktion spendiert Blizzards Shooter Overwatch nicht nur einen Haufen neuer Skins, Gesten und Siegerposen, sondern lässt uns auch rund zwei Wochen den neuen Spielmodus Junkensteins Rache ausprobieren. Ich habe mich bereits in den Kampf gestürzt und verrate euch, ob die Herausforderung eure Zeit wert ist.

von Dom Schott,
12.10.2016 15:01 Uhr

Overwatch: Gameplay zum PVE Horde Koop-Modus - Junkensteins Rache des Halloween Updates im Check Overwatch: Gameplay zum PVE Horde Koop-Modus - Junkensteins Rache des Halloween Updates im Check

Pünktlich zum geknackten Meilenstein »20 Millionen registrierte Spieler« startete nun Blizzards Halloween-Aktion, die den knallbunten Shooter Overwatch in Grautöne und Orgelmusik tunkt. Bis zum 1. November dürfen wir eine ganze Reihe neuer Skins, Kostüme und Siegerposen freispielen oder via Lootbox kaufen, doch auch spielmechanisch sorgt die Aktion für frischen Wind: Voraussichtlich bis Anfang November steht uns der Spielmodus »Junkensteins Rache« zur Verfügung. Ich habe ihn bereits ausprobiert um euch nun verraten zu können, ob ihr den klassischen Quick Matches und Ranglistenspielen untreu werden solltet.

Overwatch
Genre: Action
Release: 24.05.2016

Huch, eine Story?

Die größte Überraschung vorneweg: Im Gegensatz zu den bisherigen Brawl-Modi, die jede Woche lediglich grundlegende Regeln des Standard-Spiels auf den Kopf stellten, erzählt »Junkensteins Rache« eine richtige Geschichte, die sich lose an Mary Shelleys Literaturklassiker »Frankenstein« anlehnt und wie ein Schwarz-Weiß-Horrorstreifen inszeniert wird. Junkrat schlüpft dabei in die Rolle des Dr. Frankenstein, der sich mit dem kopflosen Reiter (in der Rolle von Reaper) verbündet und seine Monstrosität (gespielt von Roadhug) auf eine Burg hetzt. Ebenfalls mit dabei auf Seiten der Angreifer: Zahllose Zombie-Roboter, die wir ohne untote Kostümierung bereits aus dem Tutorial des Spiels kennen. Das Ziel dieser Armee ist das Burgtor auf der Karte Eichenwald, die von vier Abenteurern verteidigt werden muss — und in deren Haut schlüpft ihr!

Overwatch - Gruseliger Gameplay-Trailer zum Halloween-Horror-Event Overwatch - Gruseliger Gameplay-Trailer zum Halloween-Horror-Event

Um zu verhindern, dass Junkrat & Co. das Tor einreißen, stellen sich ihnen die vier Abenteurer Ana, McCree, Hanzo und Soldier 76 entgegen, müssen Welle um Welle der angreifenden Horden überstehen und dabei das Tor beschützen. Nach gewisser Zeit tauchen dann Junkrat, Roadhug und Reaper selbst auf dem Schlachtfeld auf und werden mit einer kurzen Sequenz als Bossgegner vorgestellt — Fans der Borderlands-Spiele werden die Inszenierung sicherlich wiedererkennen. Gerahmt wird all das von einer sonoren Erzählerstimme, die erfolgreiche Abschüsse und neue Angriffswellen kommentiert.

PvE? Juchhe!

Um es ganz deutlich zu sagen: »Junkensteins Rache« macht unglaublich viel Spaß! Die drei Schwierigkeitsgrade halten, was sie versprechen und von leicht bis fast unschaffbar wird jeder Talenthorizont abgedeckt. Auch fällt positiv auf, wie schnell die einzelnen Matches wieder beendet sind: Nach rund zehn Minuten ist meistens Schluss, Leerlauf gibt es zwischen den Runden dagegen nicht.

Die Wahl der Helden für diesen Modus, die nicht verändert werden kann, ist ebenfalls gut getroffen worden: Die vier Krieger kommen auf dem Schlachtfeld auf sich allein gestellt gut zurecht, gleichen aber erst im gemeinsamen Spiel mit koordinierter Taktik ihre Schwächen wirklich aus. So werden Teams belohnt, die sich absprechen — das ist deutlich spürbar und motivierend. Einziger Haken des Spielmodus sind tatsächlich die Spieler selbst: In meinen Testrunden passierte es immer wieder, dass Spieler die Lobby wieder verließen, weil ihr Lieblingscharakter bereits vergeben war. Da hilft nun mal leider kein Patch von Blizzard, sondern nur viel Geduld.

Und falls Blizzard das hier lesen sollte: Lasst uns doch den PvE-Modus, der so überraschend gut ins Overwatch-Universum passt, auch nach Halloween behalten! Okay? Danke.


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