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Rime im Test - Was für ein Rimefall

Ein halbes Jahr nach den Versionen für PS4 und Xbox One schafft es das atmosphärische Rätselabenteuer Rime auf die Nintendo Switch. Vom einstigen Zauber ist aber nicht viel übriggeblieben.

von Mirco Kämpfer,
17.11.2017 17:30 Uhr

Rime für Nintendo Switch im Test.Rime für Nintendo Switch im Test.

Es hätte so schön sein können. Eigentlich besticht das Action-Adventure Rime durch Atmosphäre, einen bezaubernden Soundtrack, dem malerischen Grafikstil und nicht zuletzt durch das mysteriöse Setting: Ihr strandet mit einem schiffbrüchigen Jungen auf einer Insel und erkundet ihr Geheimnis.

Dabei erwartet euch eine berührende Geschichte ganz ohne Dialoge, die vor allem am Ende für feuchte Augen sorgt. Bei der Nintendo Switch-Version gibt es jedoch ganz andere Gründe zum Heulen - und es sind keine Freudentränen, die von der Wange kullern.

Technische Katastrophe

Rime wird auf der Switch von heftigen technischen Problemen geplagt und ist im besten Fall eine grafisch abgespeckte Konsolenversion, im schlimmsten Fall jedoch ein Technikdesaster. Die Auflösung wurde so weit nach unten geschraubt (ca. 570p), dass sogar im Handheld-Betrieb Objektkanten hässlich ausfransen. Die Texturen sind matschig, das gesamte Spiel leicht unscharf.

Aufgrund der niedrigeren Auflösung kommen die eigentlich malerischen Kulissen nicht so toll zur Geltung.Aufgrund der niedrigeren Auflösung kommen die eigentlich malerischen Kulissen nicht so toll zur Geltung.

Die reduzierten Grafikdetails sind jedoch noch verschmerzbar und eine bittere Pille, die viele Switch-Fans gern schlucken, um Titel wie Rime unterwegs spielen zu können. Allerdings hat das Rätselabenteuer obendrein mit starken Einbrüchen der Bildrate zu kämpfen und kommt selbst in den ruhigsten Momenten ins Stocken.

Zwar gab's auch auf PS4 und Xbox One gelegentlich ein paar Ruckler, auf der Switch verkommt der malerische Ausflug aber gelegentlich zum Daumenkino. Stellt euch vor, ihr lauft über eine einstürzende Brücke. Die Hintergrundmusik schwillt an, die Kamera zoomt heraus, doch dann bekommt die Framerate Schluckauf und zerstört diesen magischen Moment.

Day One-Patch ohne Wirkung

Die Probleme sind allgegenwärtig und ersticken jedwede Atmosphäre im Keim. Das ist schade, weil Rime doch eigentlich hauptsächlich von seiner Atmosphäre lebt. Bewegende Momente verfehlen damit komplett ihre Wirkung.

Oft erwarten euch Schieberätsel, die jedoch allesamt nicht sonderlich schwer ausfallen.Oft erwarten euch Schieberätsel, die jedoch allesamt nicht sonderlich schwer ausfallen.

Den Entwicklern zufolge sind diese Nachladeruckler der verwendeten Streaming-Technologie geschuldet. Da die Welt weitestgehend nahtlos gestaltet ist, werden im Hintergrund ständig einzelne Gebiete nachgeladen - und hier stößt der Switch-Speicher an seine Grenzen.


So gut ist Rime für PS4 & Xbox One
Wie zauberhaft Rime sein kann, zeigen die anderen Konsolenversionen, die seit Mai 2017 erhältlich sind. Dort gibt's zwar ebenfalls technische Probleme, allerdings nicht in dem Ausmaß wie auf der Nintendo Switch. Mehr zu Rime erfahrt ihr in unserem Test für PS4 und Xbox One.

Das Team spielte laut eigenen Aussagen mit dem Gedanken, Ladebildschirme einzubauen und somit das gesamte Spiel zu überarbeiten, verwarf die Idee aber wieder. Letztlich nahmen die Macher die Ruckler in Kauf, um ihrer Vision von einer offenen, frei erkundbaren Welt treu zu bleiben - mit niederschmetterndem Ergebnis.

Grafisch müsst ihr auf der Switch Abstriche in Kauf nehmen, im Handheld-Modus sieht Rime trotzdem gut aus.Grafisch müsst ihr auf der Switch Abstriche in Kauf nehmen, im Handheld-Modus sieht Rime trotzdem gut aus.

Zwar ist bereits ein Day One-Patch als Erste Hilfe-Maßnahme veröffentlicht worden, an den Problemen ändert der jedoch nichts. Rime ist in diesem Zustand zwar durchaus auf der Switch spielbar, aber nicht genießbar. Eine herbe Enttäuschung für alle, die extra auf die mobile Version gewartet haben.

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