Tearaway - Auf dem Papierflieger ins Abenteuer

In unserer Vorschau zu Tearaway für die PSVita trifft Origami auf mythische Monster und göttliche Kräfte. Eine spannende Kombination für ein neues Handheld-Spiel, wie wir bei den Entwicklern erfahren.

von Antonia Seitz,
01.02.2013 12:50 Uhr

Tearaway - Gameplay-Trailer zum Action Adventure 2:13 Tearaway - Gameplay-Trailer zum Action Adventure

Schon die ersten Schritte durch das Entwicklerstudio Media Molecule vermitteln uns einen sehr guten Eindruck davon, was uns gleich erwartet. Auf der ersten Tür zu unserer Linken steht: »Geheimes Baumhaus. jeder ist willkommen.« Zwei Schritte weiter verbirgt sich hinter einer Glasscheibe ein finsterer Raum, in aus dem uns ein riesiges, pink leuchtendes Papiermonster anstarrt.

Direkt gegenüber erwarten uns unzählige Schreibtische, die alle mit kleinen Origami-Figürchen, -Pflanzen und -Landschaften vollgestellt sind. An jeder Ecke gibt es was zu entdecken, und alles ist bunt, fröhlich und ein bisschen chaotisch. Diese quietschbunte Verspieltheit setzt sich in der Präsentation des Adventures Tearaway auf dem Bildschirm der PS-Vita fort.

Wir lenken das kleine Papiermännchen Iota durch eine farbenfrohe Papier-Welt. Wahlweise wechseln wir auch zu Atoi, Iotas weiblichem Gegenstück. Unsere Aufgabe ist es, den kleinen Pappkameraden dabei zu helfen, eine wichtige Botschaft zu überbringen. An wen oder wieso hat man uns noch nicht verraten. Aber immerhin so viel: Am Ende des Spiels soll eine ganz persönliche Nachricht auch auf uns warten.

Wendig am Wendigo vorbei

Wir schlüpfen in die Rolle von Iota.Wir schlüpfen in die Rolle von Iota.

Wir schlagen uns durch wunderschöne Origami-Landschaften, die von Mythen und Volkssagen inspiriert sind. So erkunden wir zum Beispiel einen Landstrich, in dem es von Wendigos (menschenfressende Monster aus der indianischen Mythologie) nur so wimmelt.

Das grausame Ungeheuer der Vorlage wirkt als zerknitterte Falt-Version beinahe niedlich. Doch diese Dinger sind nicht zu unterschätzen, mit zwei Schlägen zerlegen sie Iota in kleine Schnipsel. Um uns vor den Biestern zu retten, laufen wir senkrecht eine klebrige Wand hinauf, klettern auf eine riesige Blume, die ihre Blätter entfaltet und uns so den Weg zu einer noch höheren Ebene freilegt.

Um einen Wendigo endgültig loszuwerden, müssen wir zuerst eine Perle aus einer Muschel angeln , die kostbare Kugel dann auf einen markierten Bereich werfen und dann nur noch zuschauen, wie der Wendigo in die Falle tappt. Gierig stürzt sich das Monster auf die Perle und wird - schwuppdiwupps - fast schon liebevoll in Geschenkpapier verpackt.

Bastelarbeit

In Tearaway laufen wir in erster Linie durch die faszinierende Spielwelt, schalten mit Einfallsreichtum Gegner aus, lösen kleine Rätsel und überwinden knifflige Hüpfpassagen. Besonders spannend wird das Ganze, wenn unsere »göttlichen Mächte« zum Einsatz kommen.

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Wir steuern nämlich nicht nur unsere Spielfigur, sondern können auch über den Touchscreen und das Mikrofon aktiv in die Spielwelt eingreifen und zum Beispiel an bestimmten Stellen den Boden aufreißen, ganze Landschaften wie in einem Popup-Buch umklappen, bestimmte Bodenflächen in ein Trampolin verwandeln und Feinde sogar wegschnipsen. Wie groß der Anteil der göttlichen Kräfte im fertigen Spiel ist, wissen wir aber noch nicht. Wir durften damit lediglich in einem Extralevel rumhantieren.

Besonders cool an der Origami-Welt von Tearaway: Laut Media Molecule lässt sich jeder einzelne Gegenstand auch in der Realität mit Papier nachfalten. Als Beweis dafür sollen wir uns Bastel-Vorlagen erspielen, die wir dann am PC ausdrucken. Den Beweis brauchen wir aber eigentlich gar nicht, immerhin haben wir die Welt von Tearaway ja schon in Echt gesehen. Nämlich auf den Schreibtischen im Studio der Entwickler.


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