BioShock Infinite - PlayStation 3

Ego-Shooter  |  Release: 26. Februar 2013  |  Publisher: 2K Games / Sports  |  auch für: Xbox 360 PC

Bioshock Infinite - gamescom-Vorschau - Vorschau für Xbox 360 und PlayStation 3

Die ersten echten Spielszenen aus BioShock Infinite scheinen unsere erste Vermutung zu bestätigen: BioShock Infinite wird ähnlich wie die Vorgänger, nur eben in den Wolken statt unter Wasser.

Von Petra Schmitz |

Datum: 20.08.2010; 15:21 Uhr


Wären die Menschen bei Irrational Games konsequent, müsste die fliegende Stadt Columbia des Ego-Shooters BioShock Infinite eigentlich »High-Altitude Euphoria«, also Höhenrausch heißen. Immerhin lautet der Name der Unterwassermetropole aus den ersten beiden BioShock-Teilen Rapture oder auf Deutsch eben »Tiefenrausch«. Und immerhin handelt es sich bei Columbia auf den ersten Blick erst mal nur um die fliegende Ausgabe von Rapture. So zumindest unser Eindruck nach der Präsentation des Spiels (Release: irgendwann 2012) bei 2K Games auf der gamescom.

Wahnsinn in den Wolken

Held Booker deWitt, ehemaliger Agent der berühmt-berüchtigten Pinkterton-Agentur wird 1912 von einer nicht näher bekannten Person beauftragt, in der fliegenden Stadt Columbia nach einer gewissen Elizabeth zu fahnden und die Dame zu retten. Vor was auch immer.

Bioshock Infinite - gamescom-Vorschau : Die Einwohner von Columbia sind allesamt nicht mehr ganz bei Trost.

Wie deWitt in die Stadt kommt, wissen wir nicht. Wahrscheinlich via Flugzeug und Fallschirm. Die Präsentation bleibt uns die Antwort auf die Frage schuldig. In Columbia aufgeschlagen macht der Ex-Agent alsbald Bekanntschaft mit den Gestalten, die dort hausen.

Zwar sind die Männer und Frauen in der Wolkenstadt keine Splicer wie in den ersten BioShock-Spielen, aber normal sind die Typen auch nicht. Im Gegenteil, sie scheinen alle völlig wahnsinnig zu sein. Eine Frau kehrt die Stiegen eines lichterloh brennenden Hauses. Ein alter Mann quatscht mit Krähen und ein weiterer Tattergreis schwingt eine aufpeitschende Rede über die Zukunft - ins Leere. Niemand hört ihm zu. Aber die Figuren merken schnell, dass Booker anders ist, dass er ein Eindringling ist. Man will ihn ausschalten.

Held in Begleitung

Bioshock Infinite - gamescom-Vorschau : Der gerade noch Reden schwingende alte Mann kreischt, sein Gesicht verzerrt sich aufs Absurdeste, irgendwelche Kräfte scheinen in ihm zu brodeln. Dann greift er Booker an.

Booker, knallharter Ex-Agent mit einem lukrativen Auftrag in der Tasche, lässt sich von sowas nicht so leicht aus der Fassung bringen und schlägt zurück. Außerdem ist der Mann auch nicht wehrlos.

Durch irgendein Mittelchen stehen ihm nämlich ähnliche Kräfte wie den Protagonisten der ersten Bioshock-Spiele zur Verfügung. So verschießt er aus der linken Hand etwa Stromstöße (in der rechten Hand führt er eine Schusswaffe), die in Kombination mit Elizabeths Regenmacher-Fähigkeiten sogar zu einem regelrechten Gewitter ausarten können, in dem alle Gegner in grell zuckenden Blitzen geröstet werden.

Die junge Dame schließt sich deWitt wohl recht schnell nach Spielbeginn an und steht ihm immer wieder bei den Kämpfen zur Seite. So formt sie aus herumliegendem Schrott und enormer Hitze eine glühenden Ball, den deWitt dann per telekinetischer Kräfte in einen Feindauflauf schleudert. Wann und wo das Spiel derartige Manöver ermöglicht -- noch unklar. Klar ist nur, dass Elizabeth von der KI gesteuert wird.

Shooter auf Schienen

Bioshock Infinite - gamescom-Vorschau : Elizabeth ist deWitts von der KI gesteuerte Begleiterin in Bioshock Infinite. Elizabeth ist deWitts von der KI gesteuerte Begleiterin in Bioshock Infinite. BioShock Infinite unterscheidet sich dann aber doch gerade vom ersten Teil der Serie in einem nicht unbedeutenden Punkt: Irrational Games, die uns in BioShock zwar tief ins Kühle Nass schickten, uns aber kaum ein Gefühl dafür vermittelten, wollen bei BioShock Infinite den gleichen Fehler wohl nicht noch mal begehen.

Denn die Art des Reisens in Columbia wird uns ziemlich oft auf die Nase binden, dass wir uns in luftiger Höhe befinden. Booker kann an einem Haken baumelnd an überall entlangführende Schienen von einer fliegenden Plattform zur nächsten sausen. Über bodenlose Abgründe. Leute mit Motion Sickness werden daran sicher ihre wahre Freude haben. Inwiefern Sie bei den schwindelerregenden Fahrten die Route selbst bestimmen können, ist noch unklar. Wir glauben aber, dass die Wege vordefiniert sein werden und das Bioshock Infinite am Ende ein lineares Spiel ist, schon allein, weil es immer wieder zu geskripteten Ereignissen wie dem Angriff eines riesigen Metallvogels mit glühenden Augen kommt. Außerdem will man wie schon im ersten BioShock eine dichte und voller Überraschungen steckende Story erzählen. Da kann Reinhard Mey noch so oft singen, dass die Freiheit über den Wolken wohl grenzenlos sein muss.

BioShock Infinite sieht zweifelsohne sehr gut aus, scheint auf die guten Dinge des ersten Teils zu setzen und entführt uns in eine ungewohnte Umgebung. Ob's spielerisch allerdings spannend oder am Ende doch nur ein fliegenden Kopie des ersten BioShocks ist, darüber können wir nach den wenigen Präsentationsminuten noch kein Urteil fällen.

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Piedmon
#1 | 20. Aug 2010, 18:24
Am meisten "stört" mich jedoch der Name. Sicherlich wird es einen gewissen Bezug zu Rapture und Ryans Ideologien haben, aber dennoch wäre unabhängiger Name eventuell besser gewählt. BioShock steht einfach für die Enge in den Tiefen des Meeres und den Attacken der Splicer, nicht für eine Stadt in den Wolken und Angriffen von irgendwelchen... Irren.

Naja, man sollte nicht zu vorschnell urteilen. Man wird sich sicherlich etwas dabei überlegt haben.
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RaZER969
#2 | 20. Aug 2010, 22:45
Was mir aufgefallen ist das die Gamepros als Kritikpunkt anführen, dass Bioshock 1 und 2 dem Spieler nicht das Gefühl gegeben haben tief im Meer zu sein... Das verstehe ich nicht, bin grade dabei Bioshock 2 zu spielen und ich finde das Unterwasser-Erlebnis schon ziemlich intensiv. Überall sind Pfützen gesplitterte Scheiben, Räume mit Blick aufs Meer, tropfende Decken... Was soll man denn noch machen?

Ich würde mir für dieses Bioshock echt mal wünschen nicht so allein gelassen zu sein. Klar, es trug in den anderen beiden Teilen erheblich zur Atmosphäre bei, das der Protagonist nie gesprochen hat, das man eigentlich niemanden vertrauen konnte und das man dachte der einzig normale Mensch da unten zu sein.
Aber ich finde der Szenenwechsel wäre ein gelungener Neuanfang. So fänd ich es spannend, wenn es auch normale Leute in der Stadt geben würde und eine Art Bürgerkrieg dort herrscht. Die Begleiterin ist ja schonmal ein Schritt in die richtige Richtung. Traum wäre natürlich wenn der Protagonist endlich das Sprechen lernt.
Ich meine "ja" bei Bioshock war es die Identifikation mit dem Charakter. Man hat sich selbst gedacht "scheiße, was ist hier los?! Wo bin ich was passiert hier?" aber in der neuen Luft-Welt denke ich ist das nicht mehr nötig... Der Charakter könnte ja mit seiner Begleiterin über Emotionen und Gedanken reden. Das würde das Ganze auflockern und wesentlich lebendiger machen...
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Average Joe
#3 | 21. Aug 2010, 14:08
Zitat von Piedmon:
Am meisten "stört" mich jedoch der Name. Sicherlich wird es einen gewissen Bezug zu Rapture und Ryans Ideologien haben, aber dennoch wäre unabhängiger Name eventuell besser gewählt. BioShock steht einfach für die Enge in den Tiefen des Meeres und den Attacken der Splicer, nicht für eine Stadt in den Wolken und Angriffen von irgendwelchen... Irren.

Naja, man sollte nicht zu vorschnell urteilen. Man wird sich sicherlich etwas dabei überlegt haben.


Sehe ich ehrlich gesagt etwas anders.

Rapture war nur ein Ort.

Die Splicher sind im Grunde auch nur "Irre", verrückt geworden durch die "Nebenwirkung Splicen".
Das kann überall passieren. Unten im Meer, in den Wolken oder auf der Erde.
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Sir-Oce-a-lot
#4 | 21. Aug 2010, 16:15
Zitat von Piedmon:
Am meisten "stört" mich jedoch der Name. Sicherlich wird es einen gewissen Bezug zu Rapture und Ryans Ideologien haben, aber dennoch wäre unabhängiger Name eventuell besser gewählt. BioShock steht einfach für die Enge in den Tiefen des Meeres und den Attacken der Splicer, nicht für eine Stadt in den Wolken und Angriffen von irgendwelchen... Irren.

Naja, man sollte nicht zu vorschnell urteilen. Man wird sich sicherlich etwas dabei überlegt haben.


Was würdest du denn als Entwickler tun?
Den Namen einer Spielereihe ändern die mittlerweile mehrehre Millionen verkaufte Exemplare aufweist? Da könnte man sich auch gleich sein Bein rausreißen und sich mit Wucht in den eigenen Anus stecken.

Der Name "Bioshock" entstand zudem wohl auch auf Grund der Plasmide welche ja bekanntermaßen einen "biologischen Schock" auslösen.

Zitat von :
Traum wäre natürlich wenn der Protagonist endlich das Sprechen lernt.


NOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO WAAAAAAAAAAAAAY!!11!!11EinS!!1!

Normalerweise mag ich wirklich keine stillen Charaktere, doch dies macht meiner Meinung nach wirklich Bioshock aus: Es geht weder bei Teil 1, noch bei Teil 2 um einen selbst. Nicht WIR sind der Hauptcharakter sondern die Welt um uns herum. Mit anderen Worten: Der wahre "Held" des Spiels/der Spiele ist [B]Rapture.[/B]

Dies macht Bioshock zu Bioshock und die Serie einzigartig.
Daher hoffe ich auch sehr stark, dass die Geschichte der Wolkenstadt ebenso genial durchdacht ist.
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Details zu BioShock Infinite - PlayStation 3

Plattformen: PS3 Xbox 360 PC
Genre Action
Untergenre: Ego-Shooter
Release D: 26. Februar 2013
Publisher: 2K Games / Sports
Entwickler: Irrational Games
Webseite: http://www.bioshockinfinite.com/
USK: noch nicht geprüft
Spiele-Logo: Download
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