Catherine - Xbox 360

Action-Adventure  |  Release: 10. Februar 2012  |  Publisher: Deep Silver  |  auch für: PlayStation 3
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Catherine im Test

Beethoven, Boxershorts und Beziehungsstress

»If I shall die before I wake, I pray the Lord my Soul to take.« Willkommen in der bizarren Puzzle-, Action-, Horror-Welt eines der ungewöhnlichsten Videospiele aller Zeiten: Catherine!

Von Nino Kerl |

Datum: 06.02.2012


Zum Thema » Test-Video zu Catherine Spielszenen und Fazit » Boxenstopp-Video Die »Stray Sheep«-Edition im Detail Unterschiedliche Studien haben ergeben, dass sich die Deutschen nach mehr Moral und Anstand sehnen. Ob damit nun Biedermeier 2.0 gemeint ist oder sich der durchschnittliche Bundesbürger einfach nur nach Armeen von Gartenzwergen, akkurat geschnittenem Hecken und Todesstrafe für Hundehäufchen im Vorgarten sehnt, sei dahingestellt. Tatsache ist, wer moralisch handelt, darf gewisse Dinge einfach nicht tun! Sein Altöl im Wald entsorgen ist ebenso tabu, wie Dynamitfischen oder außerehelicher Geschlechtsverkehr.

Wie gut ist es da, dass es Videospiele gibt, in denen man nach Herzenslust unmoralisch sein darf. Jedoch nicht ohne Folgen, wie die Geschichte des notorischen Matratzensportlers Vincent Brooks zeigt, der nicht nur seine Freundin betrügt, sondern auch einen Seitensprung ins Jenseits macht. Es sei denn, ihr könnt es verhindern.

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Catherine
Nur kurz nachdem Vincent die reizende Catherine kennenlernt, wird ihm klar, dass sein Seitensprung zu einem Albtraum wird.

Jeder erfüllte Wunsch ist auch ein zerstörter Traum

Übereinstimmende Theorien besagen, man könne nicht in einem Traum sterben. Die Erklärung mit der die Verfechter dieser Theorie ihre Thesen stützen, klingt einleuchtend: Ein Traum dient dazu Alltagssituationen zu verarbeiten. Dem menschlichen Gehirn ist es nicht möglich, den Tod zu simulieren, da es diese Erfahrung nie gemacht hat. Dies führt unweigerlich zu einer beängstigenden Schlussfolgerung. Stirbt man in einem Traum, stirbt man auch in der Realität! In dem Horror-Klassiker »Nightmare on Elm Street« wurde diese Idee bereits für die Kinoleinwand adaptiert.

Catherine : Im Beichtstuhl muss Vincent seltsame Fragen beantworten, die den Ausgang (Endsequenz) des Spiels beeinflussen. Im Beichtstuhl muss Vincent seltsame Fragen beantworten, die den Ausgang (Endsequenz) des Spiels beeinflussen. Vincent, der Protagonist von Catherine sieht sich mit einer ganz ähnlichen Situation konfrontiert. Nachdem der unscheinbare Software-Entwickler seine langjährige Freundin Katherine (mit »K«) mit einer nächtlichen Bekanntschaft namens Catherine (mit »C«) betrogen hat, plagen den Fremdgeher nicht nur Gewissensbisse, sondern auch fürchterliche Albträume. Nacht für Nacht findet er sich an bizarren Schauplätzen in der sogenannten Welt der Albträume wieder, genauer gesagt am Fuße eines Turmartigen Gebildes. Vinnies Aufgabe ist es, den Turm zu erklimmen, bevor er in sich zusammenbricht. Wenn er nicht rechtzeitig den Gipfel erreicht, muss er sterben!

Mit der Design-Entscheidung, ähnlich wie in Half Life, einen völlig normalen Typen als Hauptfigur ins Rennen zu schicken, schaffen die Entwickler ganz bewusst eine Identifikationsmöglichkeit mit Vincent. Rasch baut ihr eine emotionale Bindung zur Hauptfigur auf, bereut den Seitensprung und fühlt euch schuldig im Sinne der Anklage. Die morbide Vorstellung eines Traums der zur Todesfalle wird, weckt zudem weitere Emotionen in euch und sorgt von Beginn an für schweißnasse Hände und ein verdammt beklemmendes Gefühl.

The Dark Tower(s)

Die skurilen Albtraum-Levels sind der Hauptbestandteil von Catherine und laufen immer nach dem gleichen Schema ab. Ähnlich wie im C64-Klassiker Nebulus reduziert sich das Leveldesign auf die Bildschirmfüllenden, bedrohlich wirkenden Türme. Die Kamera fängt Vincent meist aus weiter Entfernung in der Verfolgerperspektive ein. Eure Aufgabe ist es den Turm der jeweiligen Stage (»unterirdischer Friedhof«, «Kerker der Verzweiflung« etc.) emporzukraxeln.

Catherine : Um die nächste Ebene des Turms zu erreichen, zieht ihr zunächst einen Block aus der Wand.

Stein...
Um die nächste Ebene des Turms zu erreichen, zieht ihr zunächst einen Block aus der Wand.

Die gigantischen Gebilde bestehen aus Würfeln, die ihr auf Knopfdruck zieht, schiebt und drückt, um daraus Brücken, Treppen und Klettermöglichkeiten zu bauen. Damit wäre das grundlegende Spielprinzip eigentlich schon erklärt. Klingt simpel? Ist es aber nicht! Zum einen sitzt euch nämlich ständig die Zeit im Nacken, da sich der jeweilige Turm nach und nach zur Spitze hin auflöst. Auf einer Karte am linken Bildschirmrand verschafft ihr euch -- ähnlich wie bei einer Kursübersicht in einem Rennspiel -- einen Überblick zum bereits zurückgelegten Weg.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich einige Blöcke nur sehr langsam- andere gar nicht bewegen lassen. Im späteren Spielverlauf bekommt ihr es dann auch noch mit Fallen-Blöcken zu tun. Einige Würfel zerbröseln, kurz nachdem ihr draufgelatscht seid, aus anderen schießen Stacheln hervor, die euch aufspießen, wenn ihr trödelt.

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Nohohon
#1 | 06. Feb 2012, 14:06
Habe damals die Demo gespielt und bis dahin war ich sehr positiv eingestellt, was das Teil angeht, weil ich durchaus einenFable für solche neuen Konzepte habe. Die Demo hat mich dann aber nur genervt, was am permanenten Lärm lag.

"Edge", "Edge", "Edge", "Edge", "Edge", *lautes Glockengeläut" "Edge", "Edge", *lautes Glockengeläut" ,...

Die ganze Soundkulisse der Puzzleeinlagen ging IMO absolut nicht und zudem empfand ich die dann als zu monoton. Klar, die Demo kann da wohl kaum einen wirklich guten Einblick liefern, gerade was Story und Dauermotivation angeht - es kommen ja neue Fallen und sowas bei den Puzzle-Leveln dazu - und das komplette Paket wird damit vielleicht (vorerst) zu Unrecht von mir mit Nichtachtung gestraft, aber auf dem Papier empfand ich das alles einfach überzeugender und weniger nervig.
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gigsen
#2 | 07. Feb 2012, 07:44
also ich weis nicht.. klar interresant und anders und woohoo... würds mir auch mit sicherheit genauer anschauen wenn da nicht..

ich hasse puzzlegames :P und ich werde damit sicher nicht glücklich werden.. und dann auch noch zeitdruck?! und wenn in dem spiel dann 70% schieben und knobeln vorkommt und gameplaymäsig sonst quasi nix.. dann
..sorry leute ein nogo.. für mich ;)
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Musou Tensei
#3 | 07. Feb 2012, 09:24
Boah würde es mir am liebsten Day 1 kaufen aber mit FFXIII-2, Last Story und Mass Effect 3, dazu noch Skyrim und Resident Evil: Revelations bin ich zurzeit und darüber hinaus voll beschäftigt.

Allerdings würde ich gerne Deep Silver unterstützen, so ein Nieschenspiel zu publishen und sogar zu lokalisieren muss einafch belohnt werden, ist ja nicht so das ich nicht schon nen großen Backlog habe ;)
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Lord_Drake
#4 | 07. Feb 2012, 09:26
Da wird das Spiel über MONATE verschoben und dann gibt es nicht mal ne Deutsche Syncro???

Wie schwach ist dass denn bitte???
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BiG I Johnny
#5 | 07. Feb 2012, 20:45
Zitat von Lord_Drake:
Da wird das Spiel über MONATE verschoben und dann gibt es nicht mal ne Deutsche Syncro???

Wie schwach ist dass denn bitte???


ZUM GLÜCK! Schon mal eine deutsche Anime-Synchro gehört? Kaum auszuhalten...

Dazu ist das Spiel komplett übersetzt mit Untertiteln.

Ich bin jetzt fast bei Day 4 und mir gefällt es sehr gut. Mal was ganz anderes. Zur Spielzeit kann ich auch in etwa sagen: 70% Knobelanteil ist völlig übertrieben! Die Zwischensequenzen und Zeiten in der Bar verlangen viiiiel mehr Zeit.

Respekt für die Veröffentlichung bekommt Deep Silver sowieso. Wird nicht viel Anklang finden, aber ich hoffe mal als Nischentitel erfolgreich sein.
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Details zu Catherine - Xbox 360

Plattformen: Xbox 360 PlayStation 3
Genre Action
Untergenre: Action-Adventure
Release D: 10. Februar 2012
Publisher: Deep Silver
Entwickler: Atlus Software
Webseite: http://www.catherinethegame.com/
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
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