Arcade-Gaming - vor allem die älteren Gamer unter uns kennen das wahrscheinlich noch. Das Rascheln der Münzen, das Knacken von Highscores und die schwülen Hallen voller Automaten, die nur darauf warteten, von euch bedient zu werden. Vieler dieser Geräte sind aber nun mittlerweile auf dem Sperrmüll gelandet oder befinden sich bei Sammlern.
Ein Fan, der dafür bekannt ist, genau solche Automaten zu suchen, wollte sich ein neues Exemplar für seine Sammlung zulegen und dabei stieß er auf ein fast schon verschollenes Spiel - Wild Gunman von Nintendo.
So selten, dass nur ein bekanntes originales Exemplar existiert
Der YouTuber und Sammler 74XX Arcade Repair (Quelle: youtube.com) wollte ein Arcade-Exemplar von Wild Gunman ergattern, doch es gab ein Problem: nur 100 Geräte wurden damals 1974 hergestellt. Von diesen Stationen sei aber heute kaum etwas übrig. Nur eine funktionstüchtige Maschine wurde in Kanada an einen unbekannten Sammler versteigert.
74XX Arcade Repair hatte deshalb ein Problem. Er konnte sich einige der Filmrollen für das Spiel sichern, aber weder die Stationen noch die Projektoren oder die markante Pistole gab es zu kaufen - er musste also erfinderisch werden.
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Durch verschiedene alte Magazine und Kataloge konnte er herausfinden, wie der Mechanismus des Arcade-Games funktionierte. Um kurz oberflächlich den Mechanismus des Spiels zu erklären: Das Gerät funktionierte mithilfe von zwei Projektoren, zwei Sensoren, um den Schuss zu registrieren, sowie einem weiteren Sensor an der Pistole, um einen wirksamen Schuss abzugeben.
Der erste Projektor spielte die Einführung ab. Danach gab es ein kleines Zeitfenster, um den Gesetzlosen niederzustrecken. War man schnell genug, übernahm der zweite Projektor und spielte dann den Gewinner-Film ab - habt ihr verloren, gab es ein Game Over.
Vergleicht man das mit heutigen Spielen, war das sehr umständlich, doch versteckt hinter einem Kasten wirkte der Mechanismus zu der Zeit schon fast wie Magie.
Leider musste 74XX Arcade Repair sich selbst behelfen und verkabelte einen ganzen Schaltkreis für seine Maschine.
Der Kasten, um die Projektoren zu verstecken, wurde aus Plattenmaterial geschaffen. Die Pistole sowie einige Anzeigen produzierte er mit einem 3D-Drucker und die Plane um die Station herum nähte seine Frau zusammen. Um die Schüsse zu registrieren, nutze er zusätzlich noch eine Open-Source-Software.
Alles in allem lässt sich jedoch das Ergebnis sehen, denn das Spiel funktioniert genauso wie von Nintendo vorgesehen - natürlich, solang ihr genügend Kleingeld habt.
Dank solcher Sammler wie 74XX Arcade Repair wird es immer die Chance geben, dass solche Spiele von den Toten zurückgeholt werden. Wann war das letzte Mal, dass ihr an einem Arcade-Spiel drangesessen und die Zeit vergessen habt? Lasst es uns gerne wissen!
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