Auf Insta, TikTok und Co. kursieren die wildesten Life-Hacks und viele davon sind kompletter Unsinn (wie zum Beispiel der Tipp, eine Münze auf den W-LAN-Router zu legen, um den Empfang zu verbessern). Manche funktionieren aber tatsächlich und dazu gehört auch die Methode, mit Alufolie das W-LAN zu verbessern – wenn auch nur bedingt.
Ja, mit Alufolie lässt sich die W-LAN-Abdeckung steigern
Habt ihr mit eurem W-LAN zuhause Probleme, kann das unterschiedlichste Gründe haben. Es gibt aber auf jeden Fall die Möglichkeit, etwas daran zu ändern. Zum Beispiel mit Alufolie. Die schirmt die Strahlung in gewisser Weise ab und reflektiert sie. Die ganze Angelegenheit ist aber relativ delikat.
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Grob vereinfacht gesagt lässt sich das W-LAN durch reflektierende Metallflächen wie Alufolie beeinflussen. Steht euer Router beispielsweise an einer Außenwand, strahlt er natürlich auch nach draußen, wo ihr aber vielleicht gar kein W-LAN benötigt. Wollt ihr drinnen stattdessen besseren Empfang haben, kann es etwas bringen, zwischen Wand und Router Alufolie zu befestigen.
Dann sollten die Strahlen, die sonst nach draußen verloren gehen würden, in eure Wohnung hinein reflektiert werden und dort den Empfang verbessern. Aber das lässt sich mit simpler Alufolie natürlich nicht so gut bewerkstelligen, wie es mit speziellen Vorrichtungen der Fall ist.
Wissenschaftler*innen von der Dartmouth-Universität (via TechCrunch) haben sich diesem Trick schon im Jahr 2017 angenommen und festgestellt, dass er wirklich funktioniert. Mit eigens dafür geformten Reflektoren aus Alufolie konnte das Router-Signal teilweise sogar um bis zu 55 % gesteigert werden.
Die Sache hat aber natürlich einen Haken
Allerdings nur in den so ganz gezielt angesteuerten Bereichen. Hinter den Reflektoren, also im abgeschirmten Bereich, soll die Signalstärke hingegen um bis zu 75 % gesunken sein. Ihr könnt das Signal also nicht generell verstärken, sondern leitet es einfach nur teilweise um.
Aber zuhause dürftet ihr natürlich mit eurer von Hand zusammengeklebten Alufolie deutlich schlechtere Ergebnisse erzielen, als es unter diesen perfekten Bedingungen und mit ideal gestalteten Wölbungen der Reflektoren im wissenschaftlichen Versuch der Fall war.
Der Alufolien-Trick funktioniert also, aber eben nur bedingt und ist kein Allheilmittel gegen schlechten Empfang. Steht euer Router aber so, dass sich das Umlenken der Strahlen lohnen könnte, ist diese sehr günstige Variante natürlich einen Versuch wert, statt direkt einen Repeater zu kaufen oder ein Mesh-System einzurichten.
Das könnt ihr sonst noch tun, um euer W-LAN-Signal zu verbessern
Der Standort macht einen riesigen Unterschied. Erst recht, wenn Wände, zum Beispiel aus Stahlbeton, elektrische Geräte oder eben Metallflächen im Weg sind. Auch Wasser wie in Aquarien kann das Signal beeinflussen.
Stellt euren Router also möglichst zentral, frei und erhöht in eurer Wohnung auf. Auf keinen Fall in Metallkästen oder direkt neben Geräten wie einer Mikrowelle oder der Waschmaschine. Auch auf dem Boden hinter der Couch ist eher schlecht.
Wie und wo habt ihr euren W-LAN-Router aufgestellt? Habt ihr es schon mit der Alufolie probiert?
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