Bei jedem Hobby fängt man irgendwo bei Null an. Das gilt auch für viele Mitglieder aus der Anime-Community, die meist von einer dritten Person in die Szene gezogen wurden.
So ging es auch einer Mutter, die erst durch ihren Sohn überzeugt werden musste, dass Animes eine ziemlich dufte Sache sind. Die konnte davor so gar nichts mit dem Format anfangen, hat jetzt aber gleich 22 Serien hinter sich gebracht.
Die positive Nachricht für alle, die es mit Anime halten: Wir haben einen neuen Fan dazu gewonnen. Viele der Serien, die sie geguckt hatte, bekamen richtig gute Bewertungen. Drei davon bekamen sogar die Bestnote - doch gerade ihr absoluter Favorit dürfte nicht allen ein Begriff sein.
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Grundsätzlich hat der neue Anime-Fan klare Vorlieben und Abneigungen. "Große Augen, japanischer Humor, statische Bilder, Monster und brachiale Gewalt sowie Fanservice" waren demnach ein No-Go.
Dafür war ihr insbesondere ein "angenehmer Nachgeschmack" wichtig - also das Gefühl, über eine Serie noch lange nach ihrem Abschluss nachdenken zu können. Andere Vorlieben lesen sich hingegen so, als ob sie schon längst ein durchschnittlicher Anime-Fan wäre: Toller Soundtrack, tiefgründige Handlungen und durchdachte Charaktere.
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Angesichts dieser Kriterien passt auch die Wahl ihres absoluten Favoriten ziemlich gut: Eighty-Six ist eine der drei Serien, die sie mit 10 von 10 Punkten bewertet. Der Anime geht auf Basis des Light Novels von Asato Asato schwierige Themen wie Kindersoldaten an, zeige aber immer noch ein Licht am Ende des Tunnels.
Die anderen beiden mit 10 Punkten bewerteten Anime sind übrigens Vinland Saga und der Ghibli-Film "Wie der Wind sich hebt".
Zwei überraschende Abstrafungen
Am anderen Ende der Skala finden sich indes zwei Serien mit der schlechtestmöglichen Bewertung wieder, mit denen vielleicht nicht unbedingt zu rechnen war.
Sowohl das im vergangenen Jahr so hochgepriesene "Takopi's Original Sin" als auch der Allzeit-Klassiker "Mob Psycho 100" wurden nämlich gleich nach einer Folge wieder verworfen - entweder waren sie zu brutal oder zu langweilig, erklärt ihr Sohn.
Grundsätzlich hat es sich aber gelohnt: Die seit zwanzig Jahren als Literaturlehrerin arbeitende Frau ist inzwischen ein waschechter Anime-Fan geworden. Das geht sogar so weit, dass sie Anime inzwischen aktiv gegenüber Grundsatz-Kritikern verteidigt und (mutmaßlich ihre Lieblings-)Serien dazu verwendet, ihren Unterricht zu gestalten.
Und auch für die Zukunft ist gesorgt: Als nächstes stehen mit Legend of Galactic Heroes und Mobile Suit Gundam zwei echte Sci-Fi-Legenden auf dem Programm. Im oben verlinkten Beitrag findet ihr die vollständigen Wertungen aller 22 Serien, die sie bisher gesehen hat.
Stimmt ihr den Rankings zu und habt ihr auch schon mal versucht, Eltern, Geschwister oder andere von eurem Lieblingshobby zu überzeugen? Schreibt es gerne in die Kommentare!
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