Die Kluft in Assassin's Creed ist eigentlich die dümmste Idee aller Zeiten für Meuchelmörder

Die typische Kapuzenrobe gehört einfach zu Assassin’s Creed dazu. Die Outfits sind stylisch, Ezio & Co. könnten aber eigentlich kaum schlechter angezogen sein.

von Annika Bavendiek,
09.05.2022 15:37 Uhr

Ezio hat es beim Kämpfen und Klettern in dieser Montur nicht unbedingt leicht. Ezio hat es beim Kämpfen und Klettern in dieser Montur nicht unbedingt leicht.

Sie ist ein Markenzeichen der Assassin’s Creed-Spiele: Die Assassinenrobe mit ihrer markanten Kapuze. Altair trug sie, Ezio trug sie, ja sogar rudimentäre Assassinen wie Eivor verstecken sich mit ihrer Hilfe. Allerdings sind die Outfits meist mehr was für den Laufsteg, als für den Kampf.

Wer schön sein will muss leiden

Falls ihr euch mit einem der klassischen Assassinen bereits durch Gegnermassen gemeuchelt habt und flink über Dächer gehüpft seid, hattet ihr den Gedanken vielleicht auch schon: Was der da an hat, das muss doch beim Kampf und Parkour tierisch nerven, oder nicht?

So gesehen ja, denn alleine die Kapuze schränkt das Sichtfeld der Assassinen unnötig ein, was im Kampf ein klarer Nachteil ist. Und dann wäre da noch der Rest der Outfits wie der Umhang und die Gürtelschnalle, die unnötig stören können. 

Den Eindruck bekommen wir bereits in Trailern wie zu Assassin’s Creed Revelations. Zugegeben, es sieht stylisch aus und Ezio lässt immerhin den Umhang fallen, aber mit der Kapuze macht er es sich doch nur unnötig schwer:

Assassins Creed: Revelations - E3-Trailer zum Ende der Ezio-Trilogie 3:07 Assassin's Creed: Revelations - E3-Trailer zum Ende der Ezio-Trilogie

Selbst wenn die erweiterte Wahrnehmung durch das Adlerauge die Einschränkungen etwas kompensieren mag, zahlen Assassinen wie Ezio für ihr traditionelles Erscheinungsbild um der Anonymitätswillen einen höheren Preis in Form von mehr Gegnerschaden. Es wäre demnach nicht verkehrt, wenn sie ihren Schneider wechseln würden. Statt sperriger und einschränkender Assassinenrobe, wären leichte und unauffällige Klamotten von Vorteil.

Eine Frage der Perspektive

Aber was für ein Glück, dass es uns getrost egal sein, wie unsere Assassinen – mal abgesehen von Rüstungswerten der neueren Spiele – so rumlaufen. Denn logischerweise reden wir hier ja nur von einem Spiel mit Third-Person-Sicht und nicht von der Realität. Das alles kratzt höchstens an der Immersion, spielerisch hat es aber keine Auswirkungen. Die Wachen bemerken ja nicht einmal, wenn ein auffallend gut gekleideter Assassine vor ihrer Nase vom Dach springt.

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Genau genommen ist das Outfit-Debakel auch mehr ein Problem der Spiele. In Büchern sieht die Lage nämlich schon etwas anders aus, wie auch Fans auf Reddit deutlich machen. Darin zieht sich zum Beispiel auch Ezio häufiger dem Anlass entsprechend an.

Zudem beruht das ständige Tragen der Kapuze in den älteren Spielen auch eher auf einer technischen als auf einer narrativen Entscheidung. Dagegen tragen beispielsweise Jacob und Evie ihre Kapuze in Assassin's Creed Syndicate wirklich nur beim Schleichen und in Assassin’s Creed Valhalla können wir die sie auch nach eigenem Ermessen auf- und absetzen.

Und wo wir schon bei Designentscheidungen sind: Dass wir mit unseren Kapuze tragenden Assassinen so viel im Nahkampf kämpfen, dient natürlich dem Spielspaß. Ein richtiger Assassine entgeht meist der direkten Konfrontation, indem er heimlich aus dem Schatten tötet. Da stört dann auch eine Kapuze nicht.

Aber wie seht ihr das? Wie gefallen euch die Assassinen-Outfits? Sollten sie noch realitätsnäher gestaltet werden?

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