Bad Piggies im Test - Ein Leben nach Angry Birds

Auch Schweine können fliegen: Entwickler Rovio setzt zu neuen Verkaufshöhenflügen an, verärgert dabei aber viele Käufer.

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Zu den Entwicklerkönigen im AppStore zählen sicherlich die Mannen von Rovio, die vor nicht allzu langer Zeit die Angry Birdsauf die Menschheit losgelassen haben – mit dem Ergebnis, das selbst Nichtspieler in irgendeiner Form mit den rachedurstigen Vögeln in Kontakt gekommen sind.

Sei es als Plüschtier, Tassenaufdruck oder Facebook-Witzbild: Irgendwo hat man mindestens einen der Vogelkrieger schon mal gesehen. Eine derartige Verbreitung war bisher eher dickbauchigen Klempnern vorenthalten.

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Von Casual zu mehr Anspruch

Nun hat sich das Spielprinzip inzwischen aber dezent abgenutzt. Es war also Zeit für etwas Neues aus dem Hause Rovio. Da die grünen Schweinsköpfe mit ihren urigen Lauten im Angry-Birds-Kosmos zu den heimlichen Sympathieträgern avancierten, hat man ihnen kurzerhand ein eigenes Spiel verpasst: Bad Piggies. Die Story von Bad Piggies ist ebenso blödsinnig wie einleuchtend: Der geheime Masterplan für den Eierklau ist durch einen unglücklichen Zufall in viele kleine Einzelteile zerfetzt worden und muss nun natürlich wieder zusammengesetzt worden. Davon ist zwar im Spielablauf nichts mehr zu sehen, aber egal, die Gattung Videospieler ist ja einiges gewohnt.

Umso überraschender ist der drastische Wechsel, den Rovio mit Bad Piggies vollzogen haben. Denn anstelle des extrem simplen Steuer- und Aufgabenkonzepts von Angry Birds enthält Bad Piggies ein saftiges Knobelschema. Jeder Level (90 Abschnitte insgesamt plus sogenannte Sandkasten-Level) hat dabei drei klare Zielvorgaben, die jede für sich im obligatorischen Stern resultieren.

Die einzelnen Levels sind skurrile Rennstrecken, die es mit einem selbst zusammengebauten Vehikel zu überwinden gilt. Ein ganz einfaches Beispiel: Wir sehen eine abschüssige Rampe vor uns, an dessen Ende eine Sprungschanze mit einem anschließenden Abgrund auf uns wartet. Direkt hinter dem Abgrund liegt ein weiteres kleines Stück Land mit dem begehrten Masterplan-Schnipsel.

Basteln mit Pfiff

Nun findet der Spieler oben auf der Rampe acht quadratische Felder vor (in zwei Viererreihen übereinander). In diese Felder darf nun das Fahrzeug gebaut werden. Die Bauteile sind von Level zu Level vorgegeben und auch sehr unterschiedlich. Insgesamt 33 Elemente sind in Bad Piggies enthalten: das können Räder, Ventilatoren, Holzrahmen, Metallrahmen, Gasflaschen, Luftballons, Motoren, Rotoren, TNT-Kisten oder Sylvesterraketen sein.

In dem Beispiel mit der Schanze und dem Abgrund bestehen nun die drei Aufgaben aus dem Erreichen des Masterplan-Schnipsels, dem Unterbieten einer vorgegebenen Zielzeit plus dem Weglassen eines ganz speziellen Bauteils.

Bad Piggies ist sehr knobellastig, oftmals sitzt man eine Viertelstunde und länger an den Aufgaben, bis alle drei Sterne auf das Konto gewandert sind. Hin und wieder kommt es auch vor, dass einem die Lösung partout nicht einfallen will. Rovio packt sehr viel mehr spielerische Anforderung in Bad Piggies im Vergleich zu den Mainstream-fokussierten Angry Birds. Abhilfe für verzweifelte Bastler schafft der Schweinemechaniker, der ein Lösungsfahrzeug präsentiert. Und da Gelegenheitsspieler oftmals schneller das Handtuch werfen, dürfen Mechanikerschweine über In-App-Käufe in größerer Anzahl ins Boot geholt werden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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