Badland im Test - Angriff der Kamikaze-Klonkrieger

Vom Hoffnungsträger zur Enttäuschung: Badland überzeugt mit seiner künstlerischen Gestaltung. Im Test zeigen sich aber Schwächen im Abschluss.

von Thomas Ruhk,
17.04.2013 14:45 Uhr

Badland - Launchtrailer 2:00 Badland - Launchtrailer

Auf der letztjährigen europäischen Game Connection wurde Badland als vielversprechendes Produkt gefeiert und mit einem Siegerpreis bedacht. Das von Frogmind Oy entwickelte Spiel gefiel mit seiner künstlerischen Gestaltung, die einen düsteren, mystisch anmutenden Sidescroller versprach.

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Bizarrer Charakter ohne Hintergrund

Die fertige Version ist nun endlich erschienen. Badland kommt ohne echte Geschichte daher. Der Spieler übernimmt die Kontrolle über ein schwarzes, ballförmiges Fellknäuel. Die Kreatur entflieht aus einer seltsamen Apparatur, die an eine Art Mülltransporter erinnert. Nun kauert das Wesen mit großen Augen am Boden und betrachtet die 2D-Umgebung, die im Bildvordergrund im Stile eines Schattentheaters gehalten ist - der Hintergrund bietet den Ausblick auf eine üppige, farbenprächtige, von bizarren Bauwerken verzierte Welt.

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Der Weg des geringsten Widerstandes

Da es kein Tutorial gibt und sich die Figur nicht bewegt, setzt man ohne größeres Nachdenken den Finger auf das Display. Die Igel-Wolle-Chimäre flattert plötzlich vom Boden hoch und wird ein Stück nach vorne befördert. Dann sinkt sie wieder nach unten. Damit ist die Steuerung von Badland durchschaut: Druck auf den Bildschirm löst Bewegung aus - wenn die Figur in der Luft ist, scrollt der Level ein Stück weiter. Längeres, wiederholtes Drücken lässt die merkwürdige Lebensform höher steigen - mit etwas Geschick bewegt sie sich nun in einer Wellenbewegung durch den Abschnitt. Ansonsten hat der Spieler wenig Einfluss auf die Geschehnisse.

Es gilt, Hindernissen auszuweichen oder Barrieren zu durchqueren. Insgesamt vierzig Levels warten darauf, auf diese Weise durchflogen zu werden. Dabei muss der Spieler tunlichst darauf achten, sich nicht in eine Sackgasse zu manövrieren. Verschwindet man nämlich aus dem Bild, gilt das als Verlust des Lebens. Aber keine Sorge - Badland hat einen sehr moderaten Schwierigkeitsgrad, unendliche Continues und faire Rücksetzpunkte.

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