"Kulturell bedenklicher Müll": Wie über GTA 4 vor 18 Jahren im deutschen TV berichtet wurde, war anders wild

GTA 4 wurde 2008 veröffentlicht und schlug damals hohe Wellen. Wenn wir uns die TV-Berichterstattung dazu anschauen, sind wir gespannt, was uns zum GTA 6-Release erwartet.

In GTA 4 machen wir das fiktive New York aka Liberty City unsicher – im wahrsten Sinne des Wortes. In GTA 4 machen wir das fiktive New York aka Liberty City unsicher – im wahrsten Sinne des Wortes.

In den GTA-Spielen werden seit jeher Autos geklaut, Passanten über den Haufen gefahren und ja, auch regelmäßig geballert sowie geprügelt. Das ist natürlich nichts für Kinder und hat eine dementsprechende Altersfreigabe. Aber wie manche TV-Berichte über GTA 4 geklungen haben, war dann doch etwas viel des Guten.

2008 wurde noch ganz anders über Spiele vom Schlag eines GTA 4 gesprochen

GTA 4 kam vor 18 Jahren auf den Markt, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Das bedeutet aber nicht nur, dass manche von uns mittlerweile ganz schön in die Jahre gekommen sind, sondern auch, dass diejenigen, die zum Release des vierten Teils geboren wurden, jetzt alt genug sein müssten, um GTA 6 spielen zu dürfen.

Video starten 25:25 Kurz vor dem Release sieht GTA 6 plötzlich ganz anders aus!

Was in Titeln wie diesen so abgeht, ist natürlich nichts für schwache Nerven oder Kinder. Im Gegenteil. Da werden Drogen konsumiert, es wird getötet, gefoltert, geklaut und vieles mehr. Daher auch die Ab 18-Altersfreigabe.

Bei manchen TV-Moderator*innen und offenbar auch Kriminologen haben solche Inhalte 2008 aber noch regelrecht für Empörung gesorgt. Und zwar auf eine Art und Weise, die zwischenzeitlich eigentlich niemand mehr für möglich gehalten hätte.

Aber am besten seht ihr euch selbst die Beispiele aus diesem Video hier an:

Allein die Frage danach, ob man mit Verbrechen reich werden könne und das ungläubige "Ja, das geht" danach wirkt einfach amüsant. Wenn Verbrechen nicht rentabel wäre, würde wohl niemand Gesetze brechen, oder?

Aber es werden auch einfach haltlose Behauptungen rausgehauen, die mehr als nur kurios wirken. Ein Kriminologe behauptet zum Beispiel vor laufender Kamera, dass durch längeres Spielen zwingend die Schulnoten schlechter werden würden und dass man angeblich "seelisch gegen die Leiden von Opfern" abstumpfe. Belege dafür liefert er keine.

Da ist der Weg zum "kulturell bedenklichen Müll" natürlich nicht mehr weit. Da werden auf jeden Fall Erinnerungen an die ganz frühe TV-Berichterstattung über Pokémon-Sammelkarten wach, die ähnlich krasse Blüten getrieben hat.

Zum GTA 6-Release dürfte es durchaus neue hitzige Debatten zur wieder einmal realistischer gewordenen Gewaltdarstellung geben. Aber immerhin sind Videospiele mittlerweile ganz allgemein als Kunst und Kulturgut anerkannt.

Wilde Berichterstattungen dürften uns wohl trotzdem erwarten, immerhin sind Emotionen und Empörung ein zunehmend großer Teil der Medienlandschaft.

Was erwartet ihr vom GTA 6-Release und den Fernsehsendungen drumherum?


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