Bloodborne mit Azteken - nach Elden Ring brauche ich wieder etwas komplett anderes

Samara liebt Elden Ring, braucht aber nach dem riesigen Open World-Spiel wieder Abwechslung und sie hat da eine ganz bestimmte Idee.

Samara könnte sich ein Souls-Spiel in der Welt der Azteken gut vorstellen. Samara könnte sich ein Souls-Spiel in der Welt der Azteken gut vorstellen.

Elden Ring ist für mich nicht nur das großartigste aller FromSoftware-Spiele, sondern steht auch fast ganz oben auf meiner persönlichen Liste der besten Spiele aller Zeiten. Trotzdem merke ich jetzt, sieben Monate nach Release, dass ich nach diesem Open World-Monster wieder richtig Lust auf kompaktere und lineare Soulslikes habe. Am liebsten hätte ich einen neuen From-Titel, der spielerisch stark an Bloodborne angelehnt ist, mich aber zu einem komplett neuen Schauplatz entführt - Und da fällt mir direkt die geheimnisvolle und faszinierende Welt der alten Azteken-Kultur ein.

Zur Abwechslung gerne wieder linear

Langsam wird es Herbst und wie jedes Jahr wandern meine Gedanken zu dieser Jahreszeit zu Bloodborne. Das liegt hauptsächlich daran, dass das viktorianische Setting mit Hexen und Werwölfen so gut zur Halloween-Saison passt, aber aktuell merke ich, dass mich beim Gedanken an Bloodborne vor allem was ganz anderes reizt: nämlich, dass es ein geradliniges und in Sachen Mechaniken, gerade im Vergleich mit Elden Ring etwas reduzierteres From-Spiel mit hohem Tempo ist, das aggressives Spielen belohnt.

Bloodborne fokussiert sich voll auf den actionreichen Nahkampf und bietet im Gegensatz zu Elden Ring ein sehr übersichtliches Angebot an Waffen. Dafür machen die Trickwaffen richtig Spaß, unter anderem, weil sie sich transformieren und somit vielseitiger nutzen lassen. Auf Schilde wird - mit einer augenzwinkernden und nicht sehr nützlichen Ausnahme - verzichtet und die Arkanmagie entfaltet erst in New Game Plus-Runs ihr volles Potenzial. 

Bloodborne bringt die Trickwaffen und Schusswaffen zum Parieren mit. Bloodborne bringt die Trickwaffen und Schusswaffen zum Parieren mit.

Zwar bringt Bloodborne, beispielsweise mit dem Einsichtssystem, spannende tiefere Mechaniken mit, aber grundlegend konnte ich sehr intuitiv ins Spiel starten, die in sich geschlossenen Level bereisen und alles kurz- und kleinhacken - oder es zumindest versuchen. Auch wenn mir das Kampfsystem generell gut liegt, sind gerade im DLC auch mal wirklich knackige Gegner und Bosse dabei - Und genau auf so ein Spiel hätte ich jetzt Lust.

Bloodborne, aber in der Azteken-Welt

Eine klassische Fortsetzung samt Rückkehr nach Yharnam brauche ich aber nicht, denn ich finde, Bloodborne hat bereits das Beste aus dem Setting rausgeholt. Viel lieber hätte ich ein neues Spiel mit ähnlichen Mechaniken, aber mit einem unverbrauchten Schauplatz. Vor einigen Jahren tauchte das - vermutlich falsche - Gerücht über ein FromSoftware-Spiel in der Welt der Azteken auf, und machte mich sofort hellhörig. 

Wie cool wäre es, in einem Souls-Spiel dichten Dschungel zu erkunden, auf weiten Zeremonienplätzen mit gigantischen Stelen gegen Bosse zu kämpfen und uns durch Tempel mit verwinkelten Gängen sowie farbenprächtigen Wandmalereien zu schlagen? Ein From-Spiel, das in den Städten der Azteken oder auch der alten Maya-Hochkultur spielt, könnte aber nicht nur von der im Genre unverbrauchten Kulisse profitieren, sondern auch jede Menge Inspiration aus der Mythologie ziehen. 

Elden Ring ist ein richtig großer Open World-Brocken. Elden Ring ist ein richtig großer Open World-Brocken.

Nehmen wir nur mal die Götter, die oft bunt bekleidet, beziehungsweise in Tiergestalt, dargestellt werden - So wie beispielsweise Quetzalcoatl, “die gefiederte Schlange” oder Cipactli, ein Seemonster, teils Fisch, teils Krokodil, teils Frosch, das im Schöpfungsmythos der Azteken eine wichtige Rolle spielt.

Samara Summer
Samara Summer

Samara ist großer Souls-Fan. Nach Elden Ring kommt auf ihrer persönlichen Liste direkt Bloodborne, das ihr zweites Souls-Spiel überhaupt war. Daneben begeistert sie sich auch für Archäologie und hat so ziemlich jede Arte-Doku über die Azteken, Maya, Tolteken, Mixteken, Olmeken und Inka gesehen.

Eine Hintergrundgeschichte ließe sich perfekt auf der Idee aufbauen, dass die Beziehung zwischen Menschen und Göttern ins Wanken gekommen ist. Um diese zu pflegen, brachten sowohl die Azteken als auch die Maya Blutopfer dar. Das bedeutet: Auserwählte Personen, meist Adel oder Priester*innen, durchbohrten Körperteile, um ihr Blut den Göttern darzubringen, was wohl auch dazu diente, Visionen zu empfangen.

Diese Rituale könnten eventuell als Spielmechanik dienen, die dem Einsichtssystem aus Bloodborne ähnelt: Einsicht erhöht in der Lore unser Wissen über die Dinge außerhalb der Welt der Menschen und führt dazu, dass wir unsere Umgebung anders wahrnehmen, also dass sich die Spielwelt verändert.

Ob es ein Souls-Spiel oder gar ein an Bloodborne erinnerndes Spiel in diesem Setting jemals geben wird, ist äußerst fraglich, aber ich würde sofort “Shut up and take my money” schreien. Zu Elden Ring 2 würde ich prinzipiell sicher auch nicht Nein sagen, aber das hat für mich Zeit, und die braucht es für einen weiteren Open World-Knaller dieser Qualität natürlich auch.

Was für ein Spiel wünscht ihr euch nach Elden Ring von FromSoftware?

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