Kann mich mal jemand kneifen? Bungie macht eine komplette Kehrtwende und hat mich damit echt positiv überrascht

Bungie hat tatsächlich eine Kehrtwende gemacht und bewegt sich nach einer schweren Zeit wieder in die richtige Richtung, wenn es nach Max geht.

Bungie hat seine Strategie geändert – zum Besseren! Bungie hat seine Strategie geändert – zum Besseren!

Ganz ehrlich, ich hatte Destiny 2 innerlich abgeschrieben. Nach der Ankündigung des vermeintlich letzten Updates vor einigen Monaten war ich wirklich traurig, denn Entwickler Bungie und Publisher Sony wollten sich voll auf den neuen Shooter Marathon konzentrieren. Doch nun dreht sich der Wind, wie das Studio selbst am Montag bekannt gab – und hat mich damit wirklich positiv überrascht.

Was ist passiert?

In einem aktuellen Statement-Video haben Bungie-Chef Poria Torkan und Head of Product Josh Deane über die Zukunft des Unternehmens gesprochen.

Die wichtigsten Kerninfos:

  • Das Destiny-Franchise wird nicht fallen gelassen.
  • Destiny 2 bekommt die verlorenen Vault-Inhalte zurück.
  • Marathon soll weiter ausgebaut werden.
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube-Inhalt

Das ist eine ziemliche Kehrtwende im Vergleich zu dem, was bisher kommuniziert wurde und in meinen Ohren ziemlich absolut klang. Tatsächlich war ich nicht mehr davon ausgegangen, dass wir jemals wieder große neue Inhalte für die Destiny-Reihe sehen werden.

Stattdessen hätte ich persönlich sogar eine Studio-Schließung für wahrscheinlicher gehalten, denn es sieht aktuell wirklich nicht gut für die Shooter-Spezialisten aus.

Während Destiny 2 auf Eis gelegt wurde, legte Bungie nämlich indes den Fokus voll auf Marathon. Doch dessen Erfolg blieb bisher aus, was auch Torkan im Video einräumt. Es seien nicht die Spielerzahlen erreicht worden, die man sich erhofft hatte.

Um das zu ändern, soll Marathon erweitert werden und sich durch neue PvP- und PvE-Features weiterentwickeln. Hier bleibt Bungie also offenbar auf dem Kurs, der schon in den vergangenen Monaten für den SciFi-Shooter angedeutet wurde.

Video starten 1:12:39 Topseller ohne Zukunft - Wie Manager Destiny ruinierten

Alter Destiny 2-Content kehrt zurück

Wirklich spannend wird es dagegen beim Thema Destiny 2. Wenn ihr den Online-Shooter verfolgt habt, werdet ihr bestimmt auf die “Vault” gestoßen sein. Vor etwa vier Jahren entschied sich Bungie dazu, etliche Inhalte aus dem Spiel zu streichen. Darunter fielen mehrere Planeten, etliche Spielmodi und sogar die ursprüngliche Story-Kampagne, mit der das Spiel 2017 veröffentlicht wurde.

Bis heute erntet das Studio dafür extrem viel Kritik aus der Community – verständlich, immerhin handelte es sich dabei um beliebte Inhalte und letztlich schlicht um Content, für den Fans Geld bezahlt haben.

Alle gestrichenen Vault-Inhalte sollen ins Spiel zurückkehren, wie Josh Deane im genannten Video bestätigt. Dies sei “ein erster Schritt”, um das Vertrauen der Community wieder “zu verdienen”.

Mit den frühen Kampagnen kehren auch die Missionen mit Publikums-Liebling Cayde-6 zurück. Mit den frühen Kampagnen kehren auch die Missionen mit Publikums-Liebling Cayde-6 zurück.

Außerdem machen die beiden klar, dass es mit der Rückkehr der Inhalte noch eine Weile dauern wird. Aus technischer Sicht lasse sich nicht einfach “ein Schalter umlegen”, um beispielsweise die Story-Kampagne zurückzuholen, aber das Team habe sich diesem Ziel verpflichtet, heißt es.

“Wir sind definitiv nicht fertig mit Destiny. Wir haben mehr Geschichten zu erzählen, aber wir müssen es richtig machen und müssen unseren Teams die Zeit geben, die diesem großartigen Universum gerecht wird.” - Poria Torkan

Was ein möglicher zweiter Schritt sein könnte, verraten die beiden nicht. Trotzdem wird klar, dass es mit Destiny auch nach der Rückkehr der Vault-Inhalte weitergehen soll – und das ist schon deutlich mehr, als das bisher von mir vermutete Verschwinden im Nirvana.

Wünschen würde ich mir am ehesten Destiny 3, aber warten wir’s ab.

Maximilian Franke
Maximilian Franke

Max ist mit Destiny 2 in das SciFi-Universum eingestiegen und hat seitdem ungefähr 2000 Stunden in der Haut von Titanen, Warlocks und Jägern verbracht. In den letzten Jahren ist der Wille zum Weiterspielen allerdings wie bei so vielen Fans immer weiter eingeschlafen – auch deshalb, weil die jüngsten Updates nicht mehr überzeugten.

Das ändert aber nichts daran, dass er Destiny 2 in sein Herz geschlossen hat und die Ankündigung der vermeintlichen Einstellung war deswegen auch eine traurige Angelegenheit. Umso schöner, dass nun doch wieder ein Licht am Horizont erscheint.

Mal schauen, ob das alles so klappt

Ob das wirklich funktioniert, sei mal dahingestellt. Immerhin muss das Studio jetzt zwei IPs gleichzeitig unter einen Hut bekommen, während sich das Team über Jahre hinweg nur auf Destiny 1 und 2 konzentrieren konnte.

Hinzu kommt, dass viele Beschäftigte entlassen wurden. Erst im Juni dieses Jahres setzte Sony knapp 300 Bungie-Angestellte vor die Tür (via Gamesindustry.biz). Hier warten also viele große Aufgaben auf weniger Leute.

Auch bei der Finanzierung bilden sich Fragezeichen, denn erstmal steht das Studio vor langen, umfangreichen Entwicklungsarbeiten, während die einzigen beiden Spiele entweder auf Eis liegen oder nicht genug zahlende Fans für sich gewinnen können.

Die jüngste Ankündigung von Bungie hat mich trotzdem erstmal positiv überrascht. Mit dieser drastischen Rolle Rückwärts hatte ich – trotz der teils massiven Community-Proteste – jedenfalls nicht mehr gerechnet.

Was denkt ihr: Hat euch Bungies Umdenken auch kalt erwischt oder schätzt ihr die Situation anders ein?


Kommentare(1)
Kommentar-Regeln von GamePro
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.