Celeste ist zwar hart, aber es liebt euch

Der Plattformer Celeste ist zwar knallhart, aber ein Blick auf seine Mechaniken zeigt, wie sehr es euch liebt.

von Ann-Kathrin Kuhls,
15.03.2020 12:11 Uhr

Celeste ist ein Spiel über ein Mädchen, einen Berg, Erdbeeren und sehr viele Tode. Celeste ist ein Spiel über ein Mädchen, einen Berg, Erdbeeren und sehr viele Tode.

Celeste ist eines dieser Spiele, die eigentlich sehr viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätten. Denn obwohl es sich bei Madelines Reise zur Spitze des Berges um einen Plattformer im Pixel-Look handelt und nicht um eine kostspielige AAA-Produktion, sind Story, Gameplay und vor allem der knallharte Schwierigkeitsgrad immer eine Erwähnung wert.

Maddy Thorson, die Person hinter Celeste und dem Entwicklerstudio Matt Makes Games, veröffentlicht auf seinem Twitteraccount immer mal wieder Kleinigkeiten über die Arbeit, unter anderem auch über die Mechaniken seines Plattformer-Erfolgs und deren Bedeutung. Aktuell erklärt Maddy in einem Thread, wie Celeste zwar hammerhart ist, uns jedoch mit vielen kleinen Gameplay-Details zeigt, wie es uns liebt (via dualshockers).

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Wer sich durch den Thread scrollt, findet viele minimale Anpassungen, die uns den Weg gen Berg hinauf erleichtern, wenn wir uns wiederum die Mühe machen, sie zu lernen. Beispielsweise korrigiert das Spiel unseren Sprung, wenn wir mit dem Kopf an einer Ecke hängen bleiben, sodass wir weiter nach oben hüpfen und nicht wegen einem kleinen Eckchen in den Tod stürzen.

Wir können auch noch eine kurze Zeit, nachdem wir in eine Schlucht gelaufen sind, springen und uns so vielleicht noch retten. Oder unserem Sprung die Hälfte der Schwerkraft entziehen, wenn die die Sprungtaste gedrückt halten. So fallen wir langsamer und können unsere Landung besser planen.

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Zuletzt erklärt Maddy dann, was all diese Anpassungen bewirken: Es ginge hauptsächlich darum, uns als Spielern immer eine kleine Extrachance zu geben. Sodass das Spiel zwar hart bleibt, dabei jedoch nie unfair wird. "Ich denke das ist ein wichtiger Grund dafür," so Maddy, "dass sich Celeste freundlich anfühlt, auch wenn es schwer ist. Es will, dass du Erfolg hast.".

Während wir bei vielen anderen Spielen oft das Gefühl bekommen, dass sie uns leiden lassen wollen, strebt Celeste nach Aussage der Entwickler in eine ganz andere Richtung: Es will uns fordern, unterstützt uns aber so viel wie möglich, ohne den Schwierigkeitsgrad erheblich anzusenken.

Ann-Kathrin Kuhls: Ich finde das Entwicklerteam und das, wofür ihr Spiel Celeste steht, unheimlich sympathisch. Während sich viele andere Spiele mit ihrem fast schon unmenschlichen Schwierigkeitsgrad rühmen, ist das Entwicklerteam von Matt Makes Games stolz darauf, dass sich der Plattformer immer fair und freundlich anfühlt.

Und so sehr ich auch beim 87-ten Tod in Folge noch fluche, muss ich den Entwicklern recht geben: Ich bin zwar wütend auf meine offensichtlich nicht vorhandenen Skills und meine unfähigen Wurstfinger - Doch Celeste könnte ich niemals böse sein.

Was sind eure Erlebnisse mit Celeste?

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