chick chick BOOM im Test - Test für WiiWare

Statt mit Kanonen auf Spatzen schießt ihr in chick chick BOOM mit Bomben auf Küken. Ein skurriler Spaß für zwei Spieler.

von Patrick Mittler,
24.11.2010 17:10 Uhr

Es ist kein Geheimnis, dass mit Nintendos Wii und ihrer Bewegungssteuerung auch eine Schwemme an drittklassigen Partyspielen über die Zockerschaft hereingebrochen ist. Geplagte Videospielredakteure brechen schon in Schreikrämpfe aus, wenn von »für die Wii optimierter Steuerung« die Rede ist und besorgen sich schon rein prophylaktisch einen Termin beim Physiotherapeuten um die durch das sinnlose Gefuchtel verursachten Sehnenschmerzen wieder in den Griff zu bekommen. Aber immer wieder finden sich unter dem Wust an Casual-Games regelrechte Kleinode, die zeigen, dass die Wiimote genug Potenzial für clevere und spaßige Spiele bietet. chick chick BOOM ist so ein kleines aber feines Downloadspiel.

Das Grundprinzip ist simpel: Auf einem zweigeteilten Spielfeld stehen sich zwei Küken-Teams gegenüber. Abwechselnd lassen die Konkurrenten fiese Attacken auf die gegnerischen Federknäuel los, bis keines der knuffigen Viecher mehr fröhlich herum hüpft. Dabei zählt der möglichst schnelle, geschickte aber auch überlegte Umgang mit der Wiimote. Der Angreifer zeichnet ein kleines Muster nach, damit die Attacke möglichst stark ausfällt, der Verteidiger zieht im eigenen und manchmal auch gegnerischen Feld farbige Linien um Angriffe abzuwehren. Vom Himmel fallende Klaviere etwa werden durch ein Dach abgefedert, gegen Bomben bunkert man die eigenen Küken am besten ein und fleischfressende Pflanzen fordern eine Art gemalten Stamm, an dem sie gen Himmel wachsen, damit sie schnell verdorren.

Dauernde Aufmerksamkeit ist Pflicht, denn neben den permanenten offensiven und defensiven Aufgaben haben die Arenen noch Spezial-Attacken und hilfreiche Bonusgegenstände zu bieten, die oft über Sieg und Niederlage entscheiden. Zieht eine Gewitterwolke auf, muss ein Blitzsymbol nachgemalt werden. Die Küken des langsameren Spielers bekommen eine saftige Ladung und werden im schlimmsten Fall zum Grillhendl. Vorausgesetzt er zeichnet nicht noch vorsorglich einen Blitzableiter. Gewitterwolken sind noch die weniger skurrile Variante, in manchen Levels entführen UFOs unvorsichtige Küken, dicke Oktopusse lugen über den Zaun der Spielfelder und schlagen nach dem Federvieh oder ein Maiskolben mit Glubschaugen latscht durchs Bild. Schießt man letzteren mit der Wiimote ab, werden beispielsweise die eigenen Küken geheilt.

Das klingt etwas konfus und ist es auch. Deshalb sind drei Dinge wichtig: einen kühlen Kopf bewahren, die Hand ruhig halten und zumindest einmal das hilfreiche Tutorial durchlaufen. Habt ihr die Grundlagen des Kükenkampfes erstmal gemeistert, macht chick chick BOOM stundenlang Spaß. Zumindest gegen menschliche Spieler, solo geht dem Wettkampf eher schnell die Puste aus. Zu zweit ist chick chick BOOM immer wieder für eine launige Partie (auch abwechselnd mit bis zu vier Spielern) gut, auch wenn die Wiimote-Steuerung etwas präziser sein könnte. In haarigen Situationen ist genaues Zeichnen manchmal schwierig. Dafür punktet das Spiel mit einem sympathischen und knuffigen Comic-Stil. Die lustigen Küken zaubern einem einfach einen Grinser aufs Gesicht.

chick chick BOOM

Preis:

ca. 8 Euro (800 Punkte)

Spieler:

1 bis 4

HD optimiert:

nein

Speicherplatz:

184 Blöcke

Entwickler:

tons of bits

Hersteller:

tons of bits

USK:

ab 6 Jahren

Wertung:

* * * *

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