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Seite 2: Chrono Trigger iOS im Test - Die gefährlichste Zeitreise der Videospielgeschichte

Harte Fakten

Die Steuerung funktioniert über den Touchscreen gut. Die Menüs werden natürlich ganz einfach durch Antippen durchgeschaltet. Chrono und seine Leute lassen sich mit einem virtuellen Stick kontrollieren, der keinen festen Punkt auf dem Bild hat – man kann sich also aussuchen, wo man den Finger ansetzt. Bei Dialogen lassen sich die Textfelder durch einfaches Fingerwischen nach oben oder unten verschieben, falls die Finger einmal im Weg sind. Schwierigkeiten hatten wir anfänglich nur in Kämpfen, denn das Tastenfeld zum Zielwechseln ist recht klein geraten. Nach einer kurzen Eingewöhnung geht das aber gut vonstatten.

Die erste Dualattacke ist bereits Gold wert. Die erste Dualattacke ist bereits Gold wert.

Apropos Kämpfe: Chrono Trigger quält Spieler nicht mit einer extremen Zufallskampffrequenz. Die meisten Gegner sind vorher sichtbar und können durchaus auch umgangen werden – es sei denn, das Spiel sieht es dramaturgisch nicht vor. Ebenfalls äußerst gelungen ist nach wie vor das Kombo-System. Die Charaktere verfügen über verschiedene Techniken und erlernen nach und nach große Kombos, die mit zwei oder gar drei Figuren ausgeführt werden können. Dafür müssen aber auch alle beteiligten Personen eine volle Aktionsleiste haben. Chrono Trigger zeigt sich auch hier als schon modernes Rollenspiel. Es gibt keinen sturen Rundenkampf, sondern wahlweise Echtzeitgefechte oder eine Halbvariante, die Ruhe gewährt, wenn man sich in den Schlachtoptionen befindet.

Chrono Trigger iOS - Launchtrailer 0:52 Chrono Trigger iOS - Launchtrailer

Die deutsche Übersetzung ist im alten Stil der 16-Bit-Zeit gehalten. Das allseits bekannte "Muhahahaha" findet sich ebenso wieder wie liebenswürdige Beschimpfungen der Figuren untereinander. Technisch ist die Zeitreise allerdings ein zweischneidiges Schwert: Die Grafik wirkt etwas verwaschen. Unsere Bilder verdeutlichen das. Vor allem in Momenten, in den sich Textboxen über die Grafik legen, wird der Unterschied von scharfer Optik zu verschwommenen Szenarien klar ersichtlich. Die geniale Musik und die Geräuschkulisse ziehen sich dagegen wieder elegant aus der Affäre raus.

Die Geschäftspolitik von SquareEnix stößt leider ein weiteres Mal sauer auf. Der Publisher hat immer noch nichts von Dualversionen gehört und veröffentlicht Chrono Trigger nur in einer iPhone-/iPod-Version. iPad-Spieler stehen außen vor und müssen mit dem dann vergrößerten, stark aufgepixelten Bild vorlieb nehmen. Wir hoffen hier auf ein Update, aber dem bisherigen Gebaren von SquareEnix nach ist eher mit einer eigenen iPad-Version zu rechnen – für die man dann natürlich noch einmal bezahlen muss.

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