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Angespielt: Little Hope mischt Horror mit Zeitreisen & ist perfekt für Dark-Fans

Der Man of Medan-Nachfolger Little Hope für PS4 & Xbox mischt Hexen-Horror und Zeitreisen. In unserer Preview verraten wir, was euch in Sachen Story und Gameplay erwartet.

von Linda Sprenger,
09.07.2020 16:00 Uhr

Das erwartet euch in The Dark Pictures: Little Hope. Das erwartet euch in The Dark Pictures: Little Hope.

Nachdem uns die Until Dawn-Entwickler von Supermassive Games mit Man of Medan durch die klaustrophobischen Gänge eines Geisterschiffs schickten, konfrontieren sie uns in Little Hope jetzt mit Hexenverbrennung und Zeitreisen.

Wir konnten den Prolog des nächsten Horror-Abenteuers der Dark Pictures Anthology bereits anspielen. Hexen kommen in den ersten 20 Minuten zwar erst einmal nicht vor, gespannt auf den Rest der Geschichte sind wir aber allemal. Denn der Auftakt verspricht eine komplexe Story auf mehreren Zeitebenen, die uns schon jetzt schon fesselt.

Little Hope - Release, Plattformen, Koop & mehr:

  • Release: 30. Oktober 2020
  • Plattformen: PS4, Xbox One, PC
  • Modi: Singleplayer, Couch-Koop-Modus und 2 Spieler-Online-Koop wie in Man of Medan
  • Spielzeit: 4 bis 5 Stunden für einen Story-Durchlauf

Worum geht es in The Dark Pictures Anthology: Little Hope?

Little Hope erzählt eine komplett eigenständige Geschichte mit neuen Charakteren:

  • Andrew (ein junger, eher zurückhaltender Student)
  • Daniel (ein junger, eher hitzköpfiger Student)
  • Taylor (eine junge Studentin)
  • Angela (eine eher vorsichtige Seniorenstudentin)
  • John (ein College-Professor)

Die Prämisse: In Little Hope verschlägt es uns in die gleichnamige Kleinstadt, die an den beiden echten Örtchen Salem und Andover angelehnt ist. Im Jahr 1692 wurden hier Menschen wegen Hexerei angeklagt und hingerichtet, genau darum soll es in Little Hope ebenfalls gehen.

Andrew ist einer der neuen Hauptcharaktere, die wir in der Gegenwart steuern. Andrew ist einer der neuen Hauptcharaktere, die wir in der Gegenwart steuern.

Was die Handlung im Vergleich zu Medan wesentlich komplexer macht? Die Ereignisse innerhalb Little Hopes finden auf drei Zeitebenen statt, die allesamt miteinander in Verbindung stehen sollen. Hauptsächlich schlagen wir uns in der Gegenwart durchs Gruselstädtchen, spielen aber ebenfalls Ereignisse in den 1970ern und 1690ern nach. Einen vielversprechenden Vorgeschmack auf die Zeitreisen-Thematik gibt uns der Auftakt des Spiels.

Was im Prolog von Little Hope passiert

Unser College-Trupp strandet nach einem Busunfall in Little Hope. Was mit Andrew, Taylor und Co. im Anschluss passiert, ob sie Little Hope wieder verlassen können und was es mit dem Ort generell auf sich hat, erfahren wir allerdings zunächst nicht.

Stattdessen werden wir nach einer abrupten Schwarzblende in die 70er Jahre zurückkatapultiert und finden uns plötzlich im Haus der Clarkes wieder, in der es alles andere als harmonisch zugeht: Der alkoholkranke Vater interessiert sich einen Dreck für seine Familie und lenkt sich lieber mit Fernsehen ab. Die Mutter ist überfordert mit ihren Kindern und steht kurz vor dem Nervenzusammenbruch.

Little Hope versetzt uns allerdings auch in die Vergangenheit. Im Prolog, der in den 70ern spielt, übernehmen wir Anthony, der genauso aussieht wie Andrew. Little Hope versetzt uns allerdings auch in die Vergangenheit. Im Prolog, der in den 70ern spielt, übernehmen wir Anthony, der genauso aussieht wie Andrew.

Wir schlüpfen in die Haut des Sohnes Anthony, ein etwas nerdiger junger Mann in Wollpulli und Schlaghosen irgendwo zwischen 17 und 19, der Andrew nicht ohne Grund wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Irgendetwas verbindet Anthony und den College-Studenten, den wir in den Gegenwarts-Abschnitten begleiten. Nur was, ist uns jetzt noch unklar.

Von allen Clarkes wirkt Anthony am sympathischsten: Im Gegensatz zu seinem großen Bruder und typischen Bully Dennis sorgt sich Anthony immerhin um seine kleine, etwa zehn Jahre alte Schwester Megan, die als schwarzes Schaf der Familie gehandelt wird.

Achtung, ab diesem Absatz folgen leichte Story-Spoiler.

Dass mit Megan irgendetwas nicht stimmt, erkennen wir schon am Äußeren des Mädchens: Lange schwarze Haare, dunkle Augen und ein leerer Blick. Megan erinnert nicht zufällig an Samara aus The Ring. In ihr scheint etwas Böses zu schlummern, und das kommt zum Vorschein, wenn sie gen Ende des Prologs aus dem Nichts das gesamte Haus der Familie abfackelt, indem sie ihre Puppe auf den angeschalteten Gasherd wirft.

Mit Megan stimmt irgendetwas nicht... Mit Megan stimmt irgendetwas nicht...

Warum sie das gemacht hat? Das wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Vielleicht ist sie besessen. Diesen Eindruck erweckt zumindest eine kurze Szene, in der direkt hinter Megan der unheilvolle Schatten einer langen Kralle auftaucht, der zu einem dämonischen Wesen zu gehören scheint.

Was macht Little Hope in Sachen Gameplay anders als Man of Medan?

Little Hope behält das grundsätzliche Spielprinzip von Man of Medan und Until Dawn bei:

  • Wir erleben ein Horror-Adventure mit filmischer Inszenierung
  • Wir begleiten insgesamt 5 Charaktere, führen Dialoge und bewältigen actionreiche Szenen via Quick Time Events
  • Wir formen die Geschichte mit unseren Entscheidungen
  • Wir können alle Charaktere überleben oder sterben lassen

Wie Supermassive-CEO Pete Samuels aber schon vor einigen Monaten im Rahmen einer Presse-Keynote, an der GamePro ebenfalls teilnahm, verraten hat, habe das Studio im Vergleich zu Man of Medan allerhand Verbesserungen vorgenommen:

  • Die Kamera ist nur in wenigen Abschnitten fest, in den meisten Stellen soll sie via Analogsticks frei bewegbar sein.
  • Es soll eine größere Vielfalt an Kameraeinstellungen geben.
  • Charaktere gehen/laufen nun schneller. Ihre Bewegungen sollen noch besser zu den Umgebungen und er Dynamik der Szenen passen.

Wirklich repräsentativ für die versprochenen Gameplay-Verbesserungen ist der von uns gespielte Prolog allerdings nicht: Da wir uns hier ausschließlich im Familienhaus der Clarkes bewegen, bleibt die Kamera fest wie in Man of Medan und bringt dasselbe Problem mit sich: Wir verlieren schnell den Überblick, tun uns unnötig schwer damit, bestimmte Räume oder die Treppe nach oben zu finden. Wie sich Little Hope in den Abschnitten spielt, in denen wir die Kamera tatsächlich frei drehen können, bleibt also weiterhin abzuwarten.

Im Haus der Clarkes bleibt die Kamera fest. Allerdings soll es Gebiete geben, in denen sie frei beweglich ist. Im Haus der Clarkes bleibt die Kamera fest. Allerdings soll es Gebiete geben, in denen sie frei beweglich ist.

Vom optimierten User Interface können wir uns jetzt schon ein Bild machen: Interaktionen und QTEs werden deutlicher angezeigt. Beispielsweise wenn wir an einem Brief vorbeilaufen, ploppt ein farbiger Button auf, sodass wir ihn in den meist sehr düsteren Umgebungen nicht übersehen können.

Wie tiefgreifend unsere Entscheidungen innerhalb der gesamten Story von Little Hope ausfallen und welche Konsequenzen sie nach sich ziehen, können wir anhand der kurzen Sequenz noch nicht einschätzen. Nur so viel: Den Ausgang des Prologs selbst und die Schicksale der darin beteiligten Figuren können wir mit unseren Entscheidungen zumindest nicht beeinflussen. Wir haben den Prolog zweimal mit unterschiedlichen Wahlmöglichkeiten gespielt, allerdings endete er beide Male gleich:

Warnung: der folgende Absatz enthält Spoiler

Gen Ende des Prologs muss sich Anthony für eines von zwei Familienmitgliedern entscheiden, das er aus dem brennenden Haus rettet. Aber egal auf welchen Charakter die Wahl fällt: Es sterben immer beide.

Vielleicht haben unsere Entscheidungen aus dem Prolog ja Einfluss auf Ereignisse im späteren Storyverlauf oder bestimmen sogar über das Leben und Sterben unserer College-Studenten. Denn die hängen ja irgendwie mit den Clarkes zusammen.

Positiv ist uns die Inszenierung aufgefallen: In unserem Test zu Man of Medan heben wir ja insbesondere unschöne Schnitt- und Anschlussfehler hervor. Wenn ein Charakter in einer Szene noch panisch wegläuft und direkt in der nächsten Szene plötzlich wie angewurzelt in der Gegend herumsteht, wirkt das unfreiwillig komisch. Derartige Momente erleben wir in den ersten 20 Minuten von Little Hope nicht. Cutscenes sind sauber und dynamisch geschnitten und erreichen wieder die Qualität von Until Dawn.

In Sachen Animationen und Mimik kann Little Hope allerdings nicht mit aktuellen Blockbustern mithalten. Figuren bewegen sich hölzern, ihre Gesichter wirken eher plastisch und etwas starr. Hier könnt ihr euch übrigens im Trailer davon überzeugen:

The Dark Pictures: Little Hope - Revealtrailer zeigt die Schrecken der Hexenjagd 2:21 The Dark Pictures: Little Hope - Revealtrailer zeigt die Schrecken der Hexenjagd

Für wen ist Little Hope spannend?

Little Hope ist insbesondere für all diejenigen Spieler*innen einen Blick wert, die trotz einiger Schwächen Spaß an Man of Medan hatten und erneut nach einem kurzweiligen Horror-Snack suchen, der sich natürlich erneut im Koop spielen lässt. Dank Zeitreisen-Thematik dürften sich außerdem all diejenigen angesprochen fühlen, die zuletzt von der Netflix-Serie Dark an den Bildschirm gefesselt wurden. Little Hope schlägt in dieselbe Kerbe.

Was uns bislang gefällt und was nicht

Stärken

  • Verbindung von Hexenverfolgung und Zeitreisen klingt spannend und verspricht eine komplexe Horror-Geschichte
  • deutlich verbesserte Inszenierung und Kameraschnitte im Vergleich zu Man of Medan

Schwächen

  • Animationen und Mimik wirken etwas hölzern
  • feste Kamera im Prolog sorgt für Unübersichtlichkeit

The Dark Pictures Anthology: Little Hope sollte ursprünglich im Sommer 2020 für PS4, Xbox One und PC aufschlagen, wurde aber aufgrund COVID-19 auf den Herbst 2020 verschoben und erscheint jetzt am 30. Oktober 2020.

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