Deathloop: Warum sich Arkane-Spiele immer so besonders anfühlen [Anzeige]

Arx Fatalis, Dishonored, Prey. Die Spiele von Arkane haben einen ganz eigenen Stil. Doch warum genau fühlen sie sich immer so besonders an?

Deathloop ist ein typisches Arkane-Spiel. Aber was genau bedeutet das? Deathloop ist ein typisches Arkane-Spiel. Aber was genau bedeutet das?

Es ist schwer heutzutage zwischen jährlichen Releases und hunderten von Open-World-Titeln noch Spiele zu finden, die wirklich aus der breiten Masse herausstechen, ohne direkt auf eine Nische zugeschnitten zu sein. Die Arkane Studios meistern diese Gratwanderung seit sie 2002 Arx Fatalis veröffentlichten und legen auch mit ihrem neuesten Titel Deathloop nach. Doch was genau ist das Geheimnis hinter dem einzigartigen Stil des Entwicklers?

Jetzt, wo Deathloop auf der PS5 erschienen ist und super Wertungen eingeheimst hat, wollen wir genau das herausfinden - schließlich lässt das Spiel die besonderen Eigenschaften, die allen Arkane-Spielen gemein ist, nun auch im PS5-Kosmos erstrahlen und bringt vielleicht auch Spieler, die bisher nichts über das Entwickler-Team wussten zu deren bisherigen Titeln.

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Immersive Sims für die breite Masse

Die simple Antwort ist: Arkane perfektionierte eine Gameplaymechanik, die wir heutzutage als »Immersive Sim« kennen. Diese Spiele zeichnen sich dadurch aus, dass sie keine offenen Welten haben, euch aber dennoch zahlreiche unterschiedliche Vorgehensweisen ermöglichen. Und auch wenn sie dieses Genre nicht unbedingt erfanden, so definierten sie es doch.

Laut? Leise? Mach, wie es dir passt! Die grundlegende Idee dieses Genres ist es, den Spieler nicht in vorgeschriebene Pfade zu lenken. In Schleichspielen bekommt ihr im Regelfall ein »Game Over«, sobald ihr entdeckt werdet. In Shootern hingegen habt ihr meist nicht einmal die Möglichkeit, unbemerkt vorzugehen. Immersive Sims lassen euch die Wahl. Ihr könnt ein Level genauso komplett ungesehen absolvieren, wie ihr es auch mit knallharter Action und brachialer Waffengewalt bezwingen könnt.

Arkane löst das große Problem: Häufig kann die schiere Menge an Möglichkeiten jedoch einfach überfordern und erschlagen. Wer nicht zielgerichtet einen bestimmten Charakter skillt, verbaut sich häufig Wege und macht sich entsprechende Spiele sehr schwer. Arkane schafft es jedoch den Schwierigkeitsgrad so zu gestalten, dass jeder nur erdenkliche Weg möglich wird. Ihr müsst nicht schleichen oder kämpfen. Ihr könnt beide Arten auf sehr kreative Art und Weise kombinieren.

Deathloop kann ein reines Action-Spiel sein, wenn ihr es wünscht. Doch ihr könnt noch viel mehr daraus machen. Deathloop kann ein reines Action-Spiel sein, wenn ihr es wünscht. Doch ihr könnt noch viel mehr daraus machen.

Freiheit im Mittelpunkt seit Arx Fatalis

Verskillen ist nicht möglich. Es kommt nur noch darauf an, wie gut ihr eure Fähigkeiten einsetzen könnt. Ihr fühlt euch ein wenig, als versucht ihr die ganze Zeit die Spielmechaniken an ihre Grenze zu bringen, doch die scheren sich wenig darum und reagieren sinnvoll auf jegliche Art von Vorgehensweise, die ihr euch nur ausdenken könnt.

Jeder Durchlauf ist anders: Das Resultat ist, dass jeder einzelne Spieldurchlauf etwas komplett einzigartiges ist und sich wie ein komplett anderes Spiel anfühlt. In Dishonored könnt ihr etwa Gegner aus dem Weg räumen, indem ihr sie einfach übernehmt und dann in einen Schwarm von Ratten navigiert, die ihn fressen.

Bei den Spielen von Arkane geht es stets um Freiheit. Und genau deswegen ist selbst das Erstlingswerk selbst heute noch einen Blick wert, obwohl es grafisch durchaus gealtert ist. Die Untergrund-Fantasywelt, die ihr hier erkundet ist nicht nur gewaltig, sondern auch auf glaubwürdige Art und Weise miteinander verbunden. Linearität ist hier ein Fremdwort und auch die Story selbst passt sich euren Entscheidungen an.

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Das Spiel mit den Möglichkeiten

Diesen Stil perfektionierte das Team über die Jahre hin immer weiter. So könnt ihr in Dark Messiah of Might and Magic als Krieger losziehen, als Bogenschütze, als Magier oder als Schurke. Oder aber auch einfach als eine Mischung aus alldem. Dazu erweitert das Spiel das Kampfsystem um Physik und selbst als wenig talentierter Magier könnt ihr etwa den Boden vereisen, damit Feinde darauf ausrutschen und in einen Abgrund fallen.

Der erste Versuch an einem Attentäter-Spiel der Marke Deathloop war schließlich Dishonored. Hier werdet ihr einfach in ein Level geworfen und bekommt die Aufgabe, ein Ziel auszuschalten. Da das »Wie« komplett euch selbst überlassen ist, fühlt ihr euch direkt wie ein Assassine, der seinen Anschlag akribisch genau plant. Und egal welche Methode ihr wählt: Sie lässt euch nie unbefriedigt zurück.

Dishonored ist das erste Arkane-Spiel, in dem ihr Assassine seid. Dishonored ist das erste Arkane-Spiel, in dem ihr Assassine seid.

Der Prototyp für Deathloop

Und wer Prey: Mooncrash spielt, wird auch direkt merken, woher die Idee für Deathloop stammt. Denn hier integrierte man den Aspekt der Zeit in die Gameplay-Mechanik. Allerdings auf eine etwas unerwartete Weise. Denn ihr spielt nicht mit der Zeit, die Zeit spielt mit euch.

Ihr müsst hier fünf Mal von der gleichen Mondbasis entkommen, aber jedes Mal als ein anderer Charakter. Da die alle unterschiedliche Stärken und Schwächen haben, ist bereits für unterschiedliche Spielstile gesorgt. Allerdings stellen sich euch zwei Probleme in den Weg.

Zum einen gibt es fünf unterschiedliche Methoden, von der Basis zu entkommen. Doch nur eine ist die richtige. Und die müsst ihr natürlich finden. Zudem verändert ihr mit jeden Durchlauf das Level selbst. Denn wenn ihr mit einem Charakter entkommen seid, wird die Basis nicht zurückgesetzt. Der nächste Protagonist muss sich durch die Basis kämpfen, wie sein Vorgänger sie hinterlassen hat. Und dazu tauchen immer stärkere Feinde auf.

Ihr spielt also eine immersive Sim mit einer roguelike-artigen Struktur und müsst aus euren Fehlern lernen. Das klingt bereits ein wenig nach Deathloop, was diese Zutaten jedoch weiter verfeinert und mit einer Zeitschleife ausbaut.

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