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Seite 2: Der Puppenspieler im Test - Vorhang auf!

Unterhaltsame Begleiter

Ying Yang verlässt uns übrigens kurz nach dem ersten Bosskampf wieder. Der Kater wird durch Pikarina ersetzt, eine kleine Fee.. Wir steuern die beiden mit dem rechten Stick, aber nur, wenn sie für uns Köpfe oder Mondfunkel zutage fördern sollen. Bewegen wir nur Kutaro, kommt unser Begleiter automatisch mit.

Ying Yang Im Kampf gegen den Mond-Bärenkönig steht Kutaro zunächst der Kater Ying Yang zur Seite. Der dient uns jedoch nur als Tutorial-Begleiter und führt uns in die zentralen Spielmechaniken ein.

Pikarina Den Großteil des Spiels über begleitet uns die rotzfreche Fee Pikarina, die wir am Ende des ersten Akts befreien. Sie hat nicht nur für uns, sondern auch für andere Charaktere im Spiel die eine oder andere verbale Spitze parat.

Wobei wir die rotzfreche Pikarina auch gerne hin und wieder einfach stehen lassen würden. Nur weil sie eine verwandelte Prinzessin ist, muss sie ja nicht gleich die Superzicke rauskehren. Immerhin sind nicht immer nur wir Ziel ihres Spotts. Für eine jammernde Froschmutter, die wir unterwegs treffen, hat unsere Begleiterin nur ein »Mensch, Alte, wer hat dir denn die Muse ins Klo gespült?« übrig. Okay, okay, trotz ihrer nicht gerade feinfühligen Art wächst uns die kleiner Meckerziege schneller ans Herz, als wir ihren Namen sagen können - und Ying Yang sehen wir zumindest in kleinen Zwischensequenzen wieder.

Dass Ying Yang und vor allem Pikarina äußerst lebendig gestaltet sind, tröstet uns zumindest ein bisschen darüber hinweg, dass Kutaro selbst nicht spricht. Trotzdem hätten wir es schöner gefunden, wenn er der Fee zumindest hin und wieder Contra gegeben hätte.

Ein Dutzend Bosse

Mit den Iglern macht unsere magische Schere kurzen Prozess. Mit den Iglern macht unsere magische Schere kurzen Prozess.

Bevor sie meckern kann, müssen wir Pikarina aber zuerst mal retten. Das klappt jedoch nur über Umwege und bringt den ersten Bosskampf des Spiels mit sich. Den bestreiten wir gegen einen der zwölf Generäle des Mond-Bärenkönigs, General Tiger. Während wir die Igler mit unserer Schere einfach kaputtschneiden können, erweist sich die hölzerne Großkatze als weitaus robuster.

Doch nachdem wir ihm die Zähne und Krallen gestutzt haben, taugt er nur noch zum Bettvorleger des Königs, und wir machen uns mit Pikarina auf den Weg, um auch noch die restlichen Generäle zu erledigen. Dabei stellen sich uns außer den Iglern auch hin und wieder sogenannte Wächter in den Weg. Die sind eine Art Zwischenbosse und dementsprechend hartnäckiger als die Igler, doch ebenfalls nichts, was unsere Schere nicht meistern würde.

Die Generäle erledigen wir, weil jeder von ihnen ein Stück des weißen Mondsteins hat. Nur mit allen zwölf Teilen können wir die Mondgöttin zurückbringen und haben eine Chance gegen den Mond-Bärenkönig. Wie der König sind auch seine Generäle Tiere. Hinreißend: Unter den Generälen gibt es auch einen weißen Hasen, das genau wie das weiße Kaninchen in Alice im Wunderland»Ich bin spät dran!« ruft. Doch weder dieser Ruf noch seine Zaubertricks hindern uns daran, ihm während des Bosskampfs das Fell über die Löffel zu ziehen. Die Kämpfe gehen über drei gleich aufgebaute Runden, am Ende folgt ein Quicktime-Event - und dann nennen wir auch schon ein weiteres Stück Mondstein unser Eigen.

Abwechslungsreiche Spielwelt

Der Kampf gegen den Hasen findet übrigens in einer Zirkuskulisse statt, kurz darauf sind wir dann in einem Heckenlabyrinth unterwegs. Die Levels sind abwechslungsreich gestaltet, keines davon sieht aus wie das vorherige. Wir haben also gar nicht die Möglichkeit, uns an den Kulissen satt zu sehen. Die Umgebung ändert sich dabei nicht nur nach Abschluss eines der sieben Akte: Jeder der Akte ist noch in drei Szenen unterteilt, die an unterschiedlichen Orten spielen.

Wir lassen die armen Nager natürlich nicht in der Zelle versauern, sondern verhelfen ihnen zur Flucht. Wir lassen die armen Nager natürlich nicht in der Zelle versauern, sondern verhelfen ihnen zur Flucht.

Wählen wir eine Szene an, werden wir zunächst vom Erzähler auf den aktuellen Stand der Dinge innerhalb des Stücks gebracht. Wenn wir bei Theateraufführung bleiben, könnten wir diese Momente durchaus als Umbaupause bezeichnen. Nach der wir dann in einem Schloss, dann wieder in einer Wüste oder sogar auf einem Friedhof unterwegs sind. In der Unterwasserwelt lernen wir sogar Poseidon höchstpersönlich kennen, dem ein Kraken den Dreizack gestohlen hat. Neben einem Abstecher in den Wilden Westen (pardon, die Mond-Einöde) lernen wir auch noch Halloweendorf kennen, wo der kopflose Reiter (den wir aus Sleepy Hollow kennen) sich mit dem Kopf des Bürgermeisters davongemacht hat.

Doch trotz der vielen verschiedenen Schauplätze, die uns Der Puppenspieler vorsetzt, ist die Welt in sich stimmig, und der Szenenwechsel wirkt an keiner Stelle aufgesetzt. Dazu trägt auch die Musik bei: Die passt wunderbar zu den jeweiligen Kulissen und unterstreicht die Umgebung und das Geschehen, überlagert das Spiel jedoch nie.

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