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Der Puppenspieler im Test - Vorhang auf!

Die Geschichte der Marionette Kutaro erinnert uns an eine Zeit, in der uns Papa oder Mama noch Gutenachtgeschichten vorgelesen haben. Warum das so ist, lest ihr in unserem Test zum Jump & Run Der Puppenspieler.

von Patricia Geiger,
09.09.2013 18:30 Uhr

Der Puppenspieler - Test-Video zum PS3-Spiel 6:45 Der Puppenspieler - Test-Video zum PS3-Spiel

Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Kinder - herzlich willkommen zur wundersamen, kunterbunten und märchenhaften Geschichte von Kutaro, dem kleinen Jungen, der den bösen Mond-Bärenkönig besiegen will. An seiner Seite: die zauberhafte Fee Pikarina.

Kutaro und Pikarina erforschen im Jump & Run Der Puppenspieler tiefste Kerker und höchste Thronsäle, sie tauchen hinab bis zum Meeresgott Poseidon und setzen in einer fliegenden Untertasse die Gesetze der Schwerkraft außer Kraft. Unsere furchtlosen Helden nehmen es unterwegs mit zaubernden Kaninchen, giftigen Schlange und Drachen auf. Aber werden Kutaro und Pikarina gegen all die Gefahren bestehen? Und wird der kleine Junge seine Seele zurückerobern können? Vorhang auf!

Der Puppenspieler - Screenshots ansehen

Handys ausschalten!

Okay, okay, den Text haben wir uns ausgedacht, aber er würde wundervoll zum ebenso wundervollen Jump & Run Der Puppenspieler passen. Weil Der Puppenspieler auch wie ein Besuch im Marionettentheater ist, der uns vergessen lässt, dass wir eigentlich die sprichwörtlichen Fäden ziehen und Kutaro durch die zahlreichen leuchtend bunten Level steuern. Statt einer überschwänglichen Begrüßung bekommen wir jedoch schon im Menü einen Klaps auf die Finger: »Bitte denken Sie daran, ihre Handys auszuschalten. Niemand möchte ihren protzigen Klingelton hören.«

Bereits hier machen wir mit dem humorvollen Unterton Bekanntschaft, der sich durch das gesamte Spiel zieht und uns das eine oder andere Schmunzeln ins Gesicht zaubert - wenn wir nicht gerade über die bunten Kulissen staunen. Beim Spielen sind wir übrigens nie allein: Das Publikum lacht, jubelt oder schnappt an den richtigen Stellen der Handlung erschrocken nach Luft. Und der Vorhang und der Bühnenrandvermitteln uns ein Theatergefühl, das wir vorher so noch nie in einem Spiel erlebt haben.

Die Holzpuppe mit der Zauberschere

Wir spielen Kutaro, der eigentlich ein kleiner Junge ist. Wieso eigentlich? Nun, der schon erwähnte König entführt die Seelen der irdischen Kinder und sperrt sie in Marionetten, die sein Schloss bewachen sollen. Kutaro ereilt jedoch ein anderes Schicksal: Kaum erwacht er in seinem Marionettenkörper, reißt ihm der Bär auch schon den Puppenkopf ab und wirft ihn in den Kerker, wo der Bub nicht nur im übertragenen Sinne kopflos durch die Gegend läuft. Doch Kutaro bleibt nicht lange allein, denn ihm wird sofort der Begleiter Ying Yang zur Seite gestellt. Der erinnert frappierend an die Grinsekatze aus Alice im Wunderland und war früher der Kater der Mondgöttin. Die wiederum war die Herrscherin auf dem Mond, bis der Bär einen Aufstand angezettelt und die Göttin vertrieben hat.

Mit Calibrus schneiden wir uns durch die Blätter nach oben zur nächsten Plattform. Mit Calibrus schneiden wir uns durch die Blätter nach oben zur nächsten Plattform.

Heute gehört Ying Yang der Hexe Ezma Potts, die uns losschickt, um dem König seine magische Schere Calibrus zu entwenden. Was einfacher ist, als erwartet: Calibrus wählt uns als rechtmäßigen Besitzer aus. Erinnert uns irgendwie an das Schwert Excalibur aus der Artussage, funktioniert mit einer Schere aber mindestens genauso gut. Doch der Scherendiebstahl ist nur die Spitze des Eisbergs und wir erfahren, dass die Hexe Großes vorhat: Sie will den Bären vom Thron stoßen und wir sollen die Drecksarbeit erledigen. Da wir wegen unserer Seele und unserem Kopf selbst noch ein Hühnchen mit dem König zu rupfen haben, machen wir uns auf die Socken. Öhm, Holzfüße.

Kopf auf, Kopf ab

Apropos Kopf: Ohne den lebt es sich ja bekanntlich schlecht. Das trifft auch auf unsere Marionette Kutaro zu. Deshalb sind wir auch etwas erleichtert, als uns Ying Yang erklärt, wo wir Ersatz finden: Im ganzen Spiel tauchen Kessel auf, die Köpfe enthalten. Und da wir kein Junge, sondern eine Marionette sind, können wir uns beliebig andere Köpfe auf den hölzernen Körper schrauben. Dass die Köpfe so leicht zu bekommen sind, ist gut, denn die Dinger dienen uns als Leben, wir können maximal drei von ihnen dabei haben.

Es passiert im Spielverlauf übrigens öfter, dass uns die Rübe mal abhandenkommt, zum Beispiel, wenn wir uns mit Iglern anlegen, den Fußtruppen des Mond-Bärenkönigs. Oder wenn wir es mal nicht geschafft haben, einer Ratte oder Fledermaus auszuweichen. Doch wir haben in solchen Fällen zumindest einige Sekunden lang die Möglichkeit, die verloren gegangene Birne wieder aufzusammeln. Fallen wir irgendwo runter, ist der Kopf allerdings tatsächlich verloren.

Im Weltraum haben wir damit zu kämpfen, dass plötzlich alles auf dem Kopf steht. Im Weltraum haben wir damit zu kämpfen, dass plötzlich alles auf dem Kopf steht.

Die Köpfe, die wir finden, haben größtenteils abgefahrene Formen: Mal haben wir ein Lebkuchenhaus auf den Schultern, kurz darauf einen Kirschbaum oder eine Dampflok. Außerdem haben sie auch unterschiedliche Fähigkeiten. Diese können wir einsetzen, wenn auf dem Bildschirm ein so genannter Schattenriss auftaucht - die sehen aus wie der Kopf, den wir benutzen sollen und flackern dezent, wir sollten also die Augen danach offen halten. Manchmal bringen sie uns direkt ein paar Mondfunkel, an anderer Stelle befördern sie uns aber auch in ein Bonuslevel, in dem wir uns dann die Taschen mit Funkeln so richtig vollstopfen können. Diese Mondfunkel sammeln wir im gesamten Spiel ein und 100 davon sorgen dafür, dass wir auch ohne Kopf wiederbelebt werden. Sind wir also doch mal alle drei Köpfe los, heißt es trotzdem nicht »game over« und wir werden am zuletzt passierten Checkpoint wieder ins Spiel buxiert. Die sind in Der Puppenspieler reichlich vorhanden und fair gesetzt.

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