Seite 2: Die Akte Xbox One - Geleaktes Microsoft-SDK analysiert

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XDK 2012: Kinect und zwei Treiber

Im Vorfeld der Veröffentlichung der Xbox One stehen vor allem Verbesserungen an der Kinect-Kamera wie zum Beispiel das Erkennen eines geöffneten oder geschlossenen Mundes im Vordergrund. Im Vorfeld der Veröffentlichung der Xbox One stehen vor allem Verbesserungen an der Kinect-Kamera wie zum Beispiel das Erkennen eines geöffneten oder geschlossenen Mundes im Vordergrund.

Bis einschließlich April 2013 ist in der XDK-Dokumentation nicht von der Xbox One, sondern nur von ihrem Codenamen »Durango« die Rede. Der zweite darin enthaltene »What's New«-Eintrag zum April 2012 erwähnt bereits die passenden Durango Alpha Kits, die Microsoft an ausgewählte Entwickler versendet hat.

Diese Kits stellen entsprechende Hardware für die Spiele- und Softwareprogrammierung zur Verfügung, die bereits möglichst weitgehend dem Innenleben der finalen Konsole entspricht. Ihren Stellenwert zeigen unter anderem Gerüchte, die Mitte 2012 die Runde machen: Demnach ist eines dieser Alpha Kits für etwa 20.000 Dollar bei eBay verkauft worden (siehe auch die damalige News auf GamePro.de). Die dazugehörige Auktion ist inzwischen nicht mehr auf eBay zu finden.

Dieser Kinect-Screenshot stammt angeblich von einem Alpha-Kit der Xbox One. Dieser Kinect-Screenshot stammt angeblich von einem Alpha-Kit der Xbox One.

Ebenfalls interessant: Die Alpha Kits wurden laut besagtem XDK-Eintrag zum April 2012 mit einem generischen Grafiktreiber von AMD ausgeliefert. Im selben Eintrag wird gleichzeitig der erste »Durango-spezifische« Treiber von Microsoft selbst erwähnt (später User Mode Driver genannt), zu diesem Zeitpunkt handelt es sich dabei aber nur um eine Preview-Version. Manche wichtige 3D-Funktionen unterstützt er noch nicht, die Entfernung des generischen AMD-Treibers stellt Microsoft erst zum August 2012 in Aussicht. Tatsächlich gestrichen wird er dann zwei Monate später, es existierten also eine Zeit lang zwei Grafiktreiber gleichzeitig im XDK. Ein Fall, der sich später nochmal wiederholen soll.

NUI und PIX

Den August 2012 dominieren in der Dokumentation »NUI«-Neuerungen. Die Abkürzung steht für Natural User Interface, im Kern verbirgt sich dahinter im Falle der Xbox One alles, was mit der Steuerung der Konsole und von Spielen per Kinect (2) zu tun hat. Von der Erfassung von bis zu sechs verschiedenen Spielern (Kinect 1 für die Xbox 360: maximal zwei) über die Erkennung verschiedener Handhaltungen (offen, geschlossen, zwei Finger erhoben) oder die biometrische Identifizierung einzelner Personen führt Microsoft zu diesem Zeitpunkt viele Funktionen ein, die für das Kinect-Erlebnis zentral sein sollen.

Im Jahr 2012 sticht abseits der Treiber-Thematik und der vielen Kinect-Neuerungen außerdem eine XDK-Software hervor, die auch 2013 und 2014 sehr regelmäßig in der Dokumentation auftaucht. Die Rede ist von PIX, was ursprünglich für Performance Investigator for Xbox stand. Dabei handelt es sich um ein Analyse-Tool, das bereits für die Software-Entwicklung der Xbox und der Xbox 360 verwendet wurde.

Es dient dazu, Flaschenhälse und andere Schwachstellen bei der Programmierung zu ermitteln, und nimmt unserem Eindruck nach einen hohen Stellenwert im XDK der Xbox One ein. Das verdeutlicht auch ein Blick auf die gesamte Dokumentation: Eingeführt wird PIX im Mai 2012, in 19 der 22 folgenden »What's New?«-Einträge ändert Microsoft etwas daran oder fügt neue PIX-Funktionen hinzu. Ab Mai 2014 sind die Einträge außerdem in verschiedene Oberbegriffe wie »Graphics« oder »NUI« unterteilt, wobei auch PIX einen eigenen Oberbegriff darstellt.

In der Dokumentation zum XDK der Xbox One taucht das Analyse-Tool PIX sehr häufig auf. Ähnliche Tools gab es bereits für die Xbox und die Xbox 360, sie helfen bei der optimalen Ausnutzung der Hardware-Ressourcen. In der Dokumentation zum XDK der Xbox One taucht das Analyse-Tool PIX sehr häufig auf. Ähnliche Tools gab es bereits für die Xbox und die Xbox 360, sie helfen bei der optimalen Ausnutzung der Hardware-Ressourcen.

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