EA-Vizepräsidentin erklärt, warum der Begriff 'Gamer' für sie keinen Sinn ergibt

Elle McCarthy, Vizepräsidentin von Electronic Arts, hat erklärt, warum der Begriff "Gamer" ihrer Meinung nach sinnlos ist und hat damit eine bedeutende Aussage gemacht.

von Samara Summer,
28.07.2021 08:00 Uhr

EA-Vizepräsidentin Elle McCarthy hat eine bedeutende Aussage getroffen. EA-Vizepräsidentin Elle McCarthy hat eine bedeutende Aussage getroffen.

Elle McCarthy, Vizepräsidentin von Electronic Arts, hat in einem Interview mit adweek.com erklärt, dass sich nur wenige Spielende mit dem "Gamer-Label" identifizieren könnten. Sie sagte zudem, auf "Gamer" abzuzielen sei, "wie auf Leute abzuzielen, die Musik mögen oder Luft atmen". Was McCarthy noch verraten hat und was ihre Aussage zu bedeuten hat, erfahrt ihr hier.

Die Aussage der EA-Vizepräsidentin

Darum geht es: Elle McCarthy, Vizepräsidentin von EA, hat adweek.com ein Interview gegeben, in dem es um ihre Karriere, ihre aktuelle Aufgabe im Unternehmen und die Zukunft des Marketings im Videospiel-Sektor ging. McCarthy soll nach eigenen Angaben die 40 Jahre alte Marke Electronic Arts neu erfinden und wiederbeleben. Sie erklärt, dazu gehöre unter anderem eine Menge innovatives Denken.

Was das Marketing angeht, so hat McCarthy eine besonders interessante Aussage gemacht. Sie berichtet, dass sie oft gefragt werde, wie Marken "Gamer" ansprechen können und macht deutlich, dass dieses Label keinen Sinn mache. McCarthy führt aus, dass sich nur 14 % der Spielenden allgemein und nur 6 % der Frauen darunter sich selbst als "Gamer" identifizierten und erklärt:

"Zu versuchen, auf Gamer abzuzielen, ist wie zu sagen, dass man auf Leute abzielen, die Musik hören oder Luft atmen."

EA steckt als Publisher beispielsweise hinter Titeln wie Die Sims. EA steckt als Publisher beispielsweise hinter Titeln wie Die Sims.

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Was hat die Aussage zu bedeuten?

McCarthys Aussage ähnelt dem Aufhänger von Leigh Alexanders Artikel Dein Publikum muss nicht aus "Gamern" bestehen. "Gamer" ist veraltet. Der Text aus dem Jahr 2014 machte Alexander damals zu einer Zielscheibe in der sogenannten GamerGate-Kontroverse, während der verschiedene Frauen aus der Videospielbranche auf Social Media-Plattformen schikaniert und belästigt wurden.

Leigh Alexander traf bereits vor fünf Jahren die Aussage, dass immer mehr Spielende es bevorzugten, nicht das "Gamer-Label" auf sich anzuwenden. Es ist interessant, dass nun ein Publisher das Thema aufgreift. McCarthy zeichnet dabei jedoch ein positiveres anmutendes Bild wie Alexander vor fünf Jahren und betont, wie vielseitig Videospiele geworden sind. Sie erklärt, Gaming sei interaktiv und erlaube es, uns innerhalb des Mediums mit fast allen Themen zu beschäftigen. Leigh Alexander ist übrigens inzwischen als Narrative Designer tätig und hat unter anderem Reigns: Her Majesty geschrieben.

Was haltet ihr von Elle McCarthys Aussage?

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