"Der Launcher ist einfach schlecht": Jetzt sagt sogar der Epic-Chef, was wir alle denken, und möchte den Game Store besser machen

Steven Allison nennt den Launcher offen ein Problem und verspricht spürbare Verbesserungen noch dieses Jahr.

Eigentlich als echte Alternative zu Steam gedacht: Der Epic Games Store hat immer noch massive Probleme. Eigentlich als echte Alternative zu Steam gedacht: Der Epic Games Store hat immer noch massive Probleme.

Der Epic Games Store steht seit Jahren in der Kritik. Lange Ladezeiten, träge Navigation und eine Nutzeroberfläche, die sich nicht wirklich rund anfühlt, sorgen immer wieder für Frust. Nun werden die Schwächen auch deutlich von der Führung angesprochen – und es werden konkrete Verbesserungen angekündigt.

“Der Launcher ist einfach schlecht”

Im Gespräch mit Eurogamer räumt Steven Allison, Vice President und General Manager des Epic Games Store, offen ein, was viele Nutzer*innen seit Jahren bemängeln. Der Launcher sei langsam, reagiere träge und fühle sich im Vergleich zur Konkurrenz einfach nicht gut an.

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Der Hauptgrund: Jeder Klick löse neue Anfragen an die Server aus. Je nach Internetverbindung müsse man dadurch immer wieder mehrere Sekunden warten. Gerade beim Stöbern im Store sei das ein Problem – vor allem, wenn Spieler parallel andere Plattformen nutzen, bei denen das nicht passiert.

Umbau unter der Haube

Laut Allison arbeitet Epic bereits seit Ende letzten Jahres an einer grundlegenden Überarbeitung des Launchers. Statt Flickschusterei versucht man einen echten technischen Neustart. Die internen Systeme würden neu aufgebaut und Ladezeiten sollten dadurch deutlich reduziert werden.

Die ersten spürbaren Verbesserungen sollen laut Allison im Mai oder Juni eintreffen. Ziel sei es, dass sich der Store dann endlich schneller und direkter anfühlt.

Mehr Social-Funktionen geplant

Parallel zur Performance-Überarbeitung will Epic auch die sozialen Funktionen des Stores ausbauen. Geplant sind Community-Bereiche, erweiterte Text-Chats mit Profilen und Avataren sowie private Nachrichten. Diese Funktionen sollen später auch Teil der Epic Online Services werden, sodass andere Entwickler sie in ihre Spiele integrieren können.

Im zweiten Quartal sollen außerdem Sprachchat und plattformunabhängige Gruppen hinzukommen. Damit reagiert man auf einen weiteren Kritikpunkt der Community. Denn gerade die sozialen Aspekte werden bei der Konkurrenz wie Steam sehr geschätzt.

Wie gut das bei der Community ankommt, bleibt abzuwarten. Denn Versprechen, den Launcher zu verbessern, hören wir nicht zum ersten Mal.

Glaubt ihr, dass ein schnellerer Launcher ausreicht, um den Epic Games Store attraktiver zu machen – oder braucht es dafür noch deutlich mehr?


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