2022 ist der perfekte Zeitpunkt, endlich in Final Fantasy 14 einzusteigen

Die FF14-Erweiterung Endwalker fährt Traumwertungen ein und die Server des MMOs platzen aus allen Nähten. Ein (fast) perfekter Zeitpunkt in den 8 Jahre alten Rollenspiel-Koloss einzusteigen.

von Stephan Zielke,
13.01.2022 18:00 Uhr

In Final Fantasy 14 Endwalker stellen wir uns dem Ende der Welt. Dabei startet das MMO jetzt erst richtig durch. In Final Fantasy 14 Endwalker stellen wir uns dem Ende der Welt. Dabei startet das MMO jetzt erst richtig durch.

Während der neueste Teil der Final Fantasy-Reihe noch eine Weile auf sich warten lässt, feiern MMO-Fans schon seit Dezember den Release von Final Fantasy 14: Endwalker. Die Erweiterung ist mittlerweile sogar das bestbewertete Playstation-Spiel 2021 auf Metacritic, noch vor Blockbustern wie It Takes Two, Deathloop und Resident Evil Village.

Nie gab es mehr Spieler, die in die Welt von Eorzea abgetaucht sind, sodass ihr sogar teilweise lange Wartezeiten in Kauf nehmen müsst, um überhaupt spielen zu können. Trotzdem lohnt sich der Aufwand, denn nie war das MMO besser als jetzt.

Stephan Zielke
@GamingUndKatzen

Stephan spielt schon seit einigen Jahren Final Fantasy 14, nachdem er World of Warcraft den Rücken kehrte. Erst am PC, mittlerweile jedoch lieber gemütlich vor dem Sofa aus, macht er als Krieger des Lichts die Länder von Eorzea unsicher. Dafür loggt er sich auch gerne einmal 1-2 Stunden früher ein, damit er es noch am Abend auf die überfüllten Server schafft. Dann schnetzelt er sich als Krieger oder Ninja durch die Prüfungen und Raids.

Epische Geschichten à la Final Fantasy

Was Final Fantasy 14 sehr von der Konkurrenz unterscheidet, ist der starke Fokus auf die episch inszenierte Geschichte, die sich nicht hinter anderen Teilen der Serie verstecken muss.

Als Krieger des Lichts kämpft ihr zusammen mit dem Bund der Morgenröte gegen die Primae, alte Götter, die von den wilden Stämmen der Welt beschworen werden. Darunter findet ihr alte Bekannte wie Ifrit und Shiva, denen ihr in großartig inszenierten Kämpfen gegenübertreten könnt. 

All dies weitet sich immer mehr aus, bis ihr in einen Krieg zwischen einer alten Stadt und Drachen hineingezogen werdet, einen Jahrzehnte andauernden Bürgerkrieg beenden müsst und euch schließlich dem Ende des Universums entgegenstellt.

A Realm Reborn Anfangs schickt man euch noch auf die Jagd nach wilden Göttern, den sogenannten Primae.

Heavensward Die spannende Hauptgeschichte wird in zahlreichen Zwischensequenzen erzählt und gewinnt mit jeder Erweiterung an Schwung.

Stormblood Die Geschichte eskaliert immer weiter, bis ihr immer häufiger in weltweite Krisen hineingezogen werdet.

Endwalker ist dabei der Höhepunkt der mittlerweile acht Jahre andauernden Geschichte, die mit zahlreichen Wendungen, interessanten Schurken und einem wunderbaren Grundthema über Hoffnung, Vergebung und zweite Chancen aufwarten kann. Endlich könnt ihr also die volle Story erleben, ohne Cliffhanger oder offene Queststränge.

In über 25 Jahren Videospielen habe ich noch keine so emotionale Achterbahnfahrt erlebt, wie in vielen der Höhepunkte der Final Fantasy 14-Story. Inklusive Tränen, Freudenrufen und schallendem Gelächter. Ihr Abschluss gehört zu meinen persönlichen Highlights des letzten Jahres. Eine Meinung, die ich offenbar nicht exklusiv habe, wenn ich Reddit, YouTubern und in Tränen ausbrechenden Twitch-Streamer*innen glauben darf.

Square Enix Best-of

Final Fantasy-Veteran*innen werden sich nicht nur über alte Bekannte wie Mogrys oder Chocobos freuen. Das gesamte Spiel platzt förmlich vor Anspielungen auf frühere Teile.

Orte wie Gold Saucer konntet ihr schon in Final Fantasy 7 besuchen. Hier versuchen einige Spieler gegen Yojimbo zu überleben, der mit Bambus und Geld um sich wirft. Orte wie Gold Saucer konntet ihr schon in Final Fantasy 7 besuchen. Hier versuchen einige Spieler gegen Yojimbo zu überleben, der mit Bambus und Geld um sich wirft.

Kämpft zum Beispiel gegen Exdeath, Kefka oder Ruby Weapon. Einer der Raids führt euch in den Kristallturm aus FF3, ein anderer in die Ruinen der Stadt Rabanastre aus Teil 12. Squall aus FF8 erhielt mit der Revolverklinge sogar eine eigene Klasse.

Fans sollten insbesondere einen Abstecher nach Gold Saucer wagen. Der aus Teil 7 bekannte "Final Fantasy-Freizeitpark" ist vollgestopft mit Minispielen, Events und Belohnungen. Züchtet zum Beispiel Chocobos und tretet gegen andere Spieler in Rennen an. Oder ihr sammelt Triple Triad-Karten und nehmt an Turnieren teil.

FF14 bietet euch sogar einen NieR-Raid namens YoRHa: Dark Apocalypse. FF14 bietet euch sogar einen NieR-Raid namens YoRHa: Dark Apocalypse.

Mehr als Final Fantasy: Doch auch außerhalb der Final Fantasy-Welt werdet ihr einiges entdecken können. In einem Event trefft ihr auf Golems aus Dragon Quest. In Shadowbringers trefft ihr die Zwerge der Secret of Mana Reihe. Oder ihr versucht euch am NieR: Automata-Raid, in dem ihr zusammen mit 2B gegen durchgedrehte Maschinen kämpft. Dieser wurde sogar von Yosuke Saito und Yoko Taro, Producer und Director der NieR-Serie designt. 

Für all das findet ihr auch heute immer noch problemlos Mitspieler*innen. Denn in FF14 gibt es keinen veralteten Content, sodass Neueinsteiger*innen zur Zeit mehr Inhalte zur Verfügung stehen, als je zuvor.

Das perfektes Einsteiger-MMO

Falls ihr niemals zuvor ein MMO gespielt habt, dann könnte gerade FF14 für euch besonders interessant sein.

Sanfter Einstieg: Einem großen Teil des Spiels könnt ihr erst einmal allein erleben und euch auf die Hauptgeschichte konzentrieren. Andere Aktivitäten, wie Raids, Prüfungen, Dungeons, Schatzsuchen oder Jagden werden euch nach und nach näher gebracht, ohne euch direkt mit allem zu erschlagen, was FF14 zu bieten hat.

Auch neue Fähigkeiten für euren gewählten Job erhaltet ihr stückweise, so dass ihr fast automatisch die richtige Spielweise lernt, ohne irgendwo Foren oder Reddit aufsuchen zu müssen. Dabei braucht ihr euch übrigens keine Sorgen darüber machen euch zu verskillen oder den einen Job gewählt zu haben, der euch nicht liegt. Solltet ihr keine Lust mehr haben, als Paladin das Schwert zu schwingen, dann legt ein paar Dolche an und werdet zum Ninja. FF14 gibt euch viel Raum für Fehler und munteres Ausprobieren. 

Square-Enix hat hier gute Arbeit geleistet, euch den Einstieg so leicht wie möglich zu machen. Viele der alten Probleme gerade am Anfang des Spiels wurden behoben und Jobs spielten sich nie flüssiger als jetzt in Endwalker.

Eine Community, die euch willkommen heißt

Irgendwann werdet ihr nicht mehr drum herum kommen einen Dungeon oder Raid zu besuchen. Für diese könnt ihr aber in Sekundenschnelle über das Matchmaking-Tool Mitspieler*innen finden, mit denen ihr automatisch im gewählten Abenteuer landet.

Mit zufälligen Spieler*innen zusammengewürfelt zu werden ist jedoch, trotz der wenig benötigten Kommunikation, nicht immer sonderlich erstrebenswert. Denn wer hatte nicht schon ein toxisches Erlebnis in einer Call of Duty-Lobby oder im Chat einer Partie League of Legends? Da fliegen gerne einmal Beleidigungen durch die Gegend, wenn nicht alles direkt perfekt läuft.

Wer solche Erwartungen hat, wird vom Umgangston in FF14 überrascht sein. Denn die Community ist überaus freundlich und hilfsbereit, gerade Neulingen gegenüber. 

Final Fantasy 14 hat eine unglaubliche Community, die euch gern weiterhilft. Final Fantasy 14 hat eine unglaubliche Community, die euch gern weiterhilft.

Sicherer Ort für alle Spieler*innen: Das liegt zum einen an dem harten Durchgreifen von Square-Enix, die keinerlei toxisches, beleidigendes oder diskriminierendes Verhalten dulden, weswegen es auch einen hohen Anteil von LGBTQ+- und weiblichen Spielerinnen gibt, die sich in FF14 wohl fühlen. 

Anfänger willkommen: Zum anderen erhalten neue Spieler*innen ein spezielles Symbol neben dem Namen. So erkennt jeder sofort, dass ihr noch nicht viel Erfahrung im Spiel habt und gehen entsprechend nachsichtiger mit euch um. Daher müsst ihr nicht befürchten, sofort angemeckert zu werden, wenn ihr beispielsweise bei einem Bosskampf sterbt. 

Nicht zuletzt ist ein Großteil der FF14-Spieler*innen sehr zufrieden mit ihrem Spiel (etwas, was dieser Tage immer seltener wird) und freut sich daher ihr Hobby mit neuen Menschen teilen zu können. 

Den Titel Best Community bei den Golden Joystick Awards 2021 hat sich das Spiel also mehr als verdient.

Ausverkauft und Überfüllt

Falls ihr nun so richtig Lust auf Final Fantasy 14 bekommen habt, gibt es leider einen nicht unerheblichen Haken. Das Spiel ist aktuell nicht zu bekommen - deswegen ist jetzt auch nur der FAST perfekte Zeitpunkt zum Einstieg in das MMO.

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Square-Enix hat aufgrund der weltweiten Chip-Knappheit Probleme neue Server zu beschaffen, um den Ansturm begeisterter Spieler*innen Herr zu werden. Director Naoki Yoshida gab jedoch vor Kurzem in einem neuen Brief an die Community bekannt, dass der Online-Verkauf ab dem 25. Januar wieder aufgenommen wird.

Lasst euch also von diesen kleinen Hindernissen nicht entmutigen. Denn solltet ihr es auf eine der überfüllten Welten schaffen, wartet auf euch, meiner Meinung nach, eines der besten Rollenspiele der aktuellen Konsolengeneration. Inklusive einer gut geschriebenen, emotionalen Geschichte, massenhaft Content und einer der freundlichsten Communitys im Netz.

Habt ihr durch den Artikel Lust bekommen in Final Fantasy 14 reinzuschnuppern? Oder spielt ihr sogar schon?

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