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Forza Horizon 5 angespielt und der November kann nicht früh genug kommen

GamePro.de konnte den potenziellen Open World-Rennspielhit einen knappen Monat vor dem Release ausprobieren und ist einmal mehr in eine Suchtspirale geraten.

von Tobias Veltin,
11.10.2021 15:00 Uhr

In Forza Horizon 5 findet das namensgebende Festival in Mexiko statt. In Forza Horizon 5 findet das namensgebende Festival in Mexiko statt.

Dass Forza Horizon 5 ein Riesen-Flop wird, dürfte vermutlich niemand ernsthaft befürchten. Dafür war die bisherige Qualität der Open World-Rennspiele aus dem Hause Playground Games viel zu hoch und die ersten grafisch opulenten Trailer zum neuen Teil eindeutig zu vielversprechend.

Wir konnten in den vergangenen Tagen mehrere Stunden in eine Preview-Version von Forza Horizon 5 reinspielen und können den bisherigen positiven ersten Eindruck bestätigen. Mehr noch, nach dem ersten Gameplay können wir es sogar kaum erwarten, dass der Release-Monat November endlich kommt.

Das konnten wir auf der Xbox Series X spielen: In unserer Preview-Version war der komplette Beginn von Forza Horizon 5 spielbar, also die ersten Events/Rennen und Nebenaktivitäten bis zur ersten größeren Expedition des Spiels. Content-technisch gab das etwa eine knappe Stunde Gameplay her, darüber hinaus konnten wir auch bereits die komplette Map frei erkunden.

Die Preview-Fassung zeigt bereits: Wie schon seine Vorgänger wagt Playground mit Forza Horizon 5 keine großartigen Experimente, sondern verlässt sich auf das altbewährte Konzept: Als Auto-Musik-Festivalteilnehmer an Rennen und Veranstaltungen teilnehmen und einfach eine gute Zeit haben.

Die auffälligste Neuerung ist mit Sicherheit das Setting. Dieses Mal geht es nach Mexiko, das nach unseren ersten Gameplay-Eindrücken das Potential hat, Australien aus dem dritten Teil als bislang abwechslungsreichste Spielwelt der Reihe abzulösen.

Hinter dem Horizon-Festival braut sich was zusammen, nämlich einer der neuen Staubstürme. Hinter dem Horizon-Festival braut sich was zusammen, nämlich einer der neuen Staubstürme.

Diese Spielwelt hat das Zeug zur Nummer 1

Denn Variation gibt es hier reichlich. Einladende Sandstrände im Osten der Karte, dichter Dschungel im Süden, dazu die ausladende Stadt Guanajuato mit ihren zahlreichen kunterbunten Häuserfassaden und der beeindruckende Berg La Gran Caldera, bei dem es mehrere Minuten dauert, ihn bis zur Spitze zu befahren.

Sie sind nur einige der Sehenswürdigkeiten auf der Karte, die wir in den ersten Stunden entdeckt haben. Dazu kommen etliche weitere interessante Hotspots wie ein verlassener Flughafen im Urwald oder ein riesiges Stadion - allein herumzufahren und die Landschaft zu erkunden macht wieder einen Heidenspaß.

Bei den Events setzt Forza Horizon 5 offenbar auf noch mehr Freiheit und Wahlmöglichkeiten als die Vorgängerspiele. Zwar gibt es zu Beginn des Spiels einige Events, die wir absolvieren müssen, darunter etwa ein sogenanntes Schaurennen. Und hier werden direkt mal ordentlich die Inszenierungs-Raketen gezündet, denn es geht gegen ein Flugzeug und dessen mobile Fracht. Etwa in der Mitte des Rennens fallen zwei Motorräder aus der Ladeluke und fetzen dann mit uns durch die engen Gassen von Guanajuato, bevor einer der beiden kurz vor dem Ziel an einem Abgrund abspringt und per Wingsuit (!) mit uns durchs Ziel ballert - klasse!

Danach lässt uns die Festival-Leitung aber freie Hand, ob wir an einem der zahlreichen Rennen auf der Karte teilnehmen oder andere Aufgaben wie Blitzerzonen, bei denen wir in einem abgegrenzten Bereich möglichst hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten erreichen müssen, Sprungschanzen (je weiter, desto besser) oder mehr abklappern wollen.

Rennen sind nach wie vor ein wichtiger Bestandteil des Aufgaben-Mixes. Rennen sind nach wie vor ein wichtiger Bestandteil des Aufgaben-Mixes.

Manche davon werden separat in der Spielwelt gestartet, andere lassen sich quasi im Vorbeifahren erledigen, das kennt man bereits von den Horizon-Spielen. Die dadurch eingesackten Erfahrungspunkte lassen uns einerseits weiter im Rang aufsteigen und neue Fahrzeuge oder Boni freischalten, andererseits treiben sie auch die (mal wieder recht rudimentäre Story) voran. Aber mal ehrlich, spielt jemand Forza Horizon wegen der Story?

Schön immerhin: Einige Aufgaben erzählen kleine Geschichten, etwa wenn wir einer Naturfotografin beim Ablichten von Motiven in einem Sandsturm zur Hand gehen, was uns gleich den Foto-Modus des Spiels näher bringt oder einer anderen Dame dabei helfen sollen, den verschollenen VW Käfer ihres Großvaters zu finden.

Das alles passt wunderbar zur grundsätzlich sehr lockeren Atmosphäre des Spiels. Überhaupt funktioniert auch Forza Horizon 5 wieder nach dem Motto "Alles kann, nichts muss". Wer einfach nur durch die Gegend gondeln will, kann das tun. Allzu gerne haben wir uns aber schon wieder von den zahlreichen kleinen und großen Aufgaben ablenken lassen, die uns überall auf der Karte geradezu anschreien, absolviert zu werden. Und das sorgt einmal mehr für einen unglaublichen Sog á la "Ach komm, die eine Aufgabe geht noch".

Noch mehr Preview-Eindrücke und bewegte Gameplay-Bilder zu Forza Horizon 5 gibt es übrigens im Video von Kollegin Ann-Kathrin:

Die Open World von Forza Horizon 5 sieht fantastisch aus - und spielt sich auch so 11:57 Die Open World von Forza Horizon 5 sieht fantastisch aus - und spielt sich auch so

Gewohntes Gefühl mit neuen Akzenten

Die fantastische Spielbarkeit - die Fahrzeuge fühlen sich hervorragend und je nach Modell auch unterschiedlich an - kaschiert dann auch die wirklich großen Neuerungen, denn diese lässt Forza Horizon 5 in der ersten Gameplay-Stunde höchstens erahnen.

So lässt sich unser Charakter jetzt noch ein bisschen umfangreicher anpassen - etwa mit Prothesen - es gibt einen Renntyp ("Pfade", die Punkt-zu-Punkt-Rennen über diverse Schleichwege sind) und natürlich die enorm beeindruckenden Sandstürme, die nicht nur klasse aussehen, sondern vor allem durch die Soundeffekte richtig bedrohlich wirken, wenn wir durch sie hindurch fetzen.

Gerade in der Cockpitperspektive wirkt die Grafik schon fast fotorealistisch. Gerade in der Cockpitperspektive wirkt die Grafik schon fast fotorealistisch.

Einen enormen Schritt macht die Serie aber dennoch, zumindest lehnen wir uns diesbezüglich nach unseren ersten Eindrücken einfach mal aus dem Fenster. Denn technisch setzt Forza Horizon 5 definitiv einen neuen Meilenstein und es ist teilweise wirklich unfassbar, wie gut dieses Spiel aussieht.

Der Dschungel etwa ist bis ins kleinste Detail ausmodelliert, einzelne Schlingpflanzen hängen von den Bäumen, Vogelschwärme flattern aufgeregt in den Himmel, die Sonne funkelt auf den blank polierten Karosserien und überhaupt erstrahlt die komplette Spielwelt in einer fast schon fotorealistischen Brillanz, die insbesondere alle mit einer entsprechenden 4K-Glotze zum Sabbern bringen dürfte.

Series X-Besitzer*innen können übrigens zwischen einer Qualitäts- (4K, 30 fps) und Performance (4K, 60 fps, aber ohne Raytracing im Forzavista-Modus)-Einstellung wählen. Dazu kommen die deutlich satteren Motorensounds der Fahrzeuge - im Vorgänger noch ein Kritikpunkt - sowie erneut eine exquisite Musikauswahl, die uns aus mehreren Radiosendern entgegen schallt. Nein wirklich, das hier wird ganz sicher kein Flop. Ganz im Gegenteil.

Wie groß ist eure Vorfreude auf Forza Horizon 5?

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