Spiele dieser Konsolengeneration haben seit jeher massive Probleme hohe Auflösungen wie 4K zu erreichen, weshalb sie größtenteils hochskaliert werden müssen. AMDs FidelityFX Super Resolution-Techologie (kurz FSR) hat sich dabei schon früh etabliert und auch etwas mehr Schärfe im Vergleich zu klassischeren Methoden geliefert – häufig haben sich im Gegenzug aber auch störende Bildartefakte eingeschlichen.
KI-Skalierer wie FSR 4 sollen den Makel beseitigen, sie sind damit allerdings auch deutlich rechenintensiver. Dennoch soll die neueste FSR 4-Version auch auf der Xbox Series X und sogar der Series S laufen.
KI-Skalierer auf Xbox Series X|S und Co.
Mangels spezialisierter KI-Technik war es im Grunde undenkbar, KI-basierte Skalierungstechniken wie FSR 4 und PSSR auf die mittlerweile fast 6 Jahre alten Current Gen-Systeme zu bringen. Sony hat mit QSSR – einer leichter zu berechnenden Abwandlung von PSSR – vor Kurzem aber bereits vorgemacht, dass es doch geht, nun folgt Microsoft in Zusammenarbeit mit Chip-Hersteller AMD:
6:09
AMD kündigt FSR 4.1 für weitere Geräte an - unter anderem Xbox-Konsolen
Zusätzlich zur vollwertigen FSR 4.1-Version für PCs erscheint eine Variante mit halber Präzision, die für ältere Grafikkarten, Laptop-APUs und Konsolen entworfen wurde. Die Xbox Series X und sogar die viel schwächere Series S erhalten demnach FSR 4.1 in den kommenden Wochen, wann genau Spiele damit ausgestattet werden, ist aber noch unklar.
Wie viele Spiele davon profitieren können, steht auch noch in den Sternen. Die Technik, Spielen bei gleicher Auflösung mehr Schärfe zu entlocken, kommt nämlich nicht "kostenlos". Tests von Digital Foundry suggerieren bei QSSR beispielsweise, dass zusätzliche 4,4 Millisekunden beim Rendern in Beschlag genommen haben.
Zur Einordnung: Bei einem Spiel mit 60 fps stehen lediglich rund 17 Millisekunden zur Verfügung, weshalb QSSR dort wenig Sinn ergibt. Bei einem 30 fps-Grafikmodus sind es hingegen immerhin noch rund 34 Millisekunden, weshalb ich dort der Einsatz bei niedrig aufgelösten Spielen richtig lohnen kann.
Da es um die KI-Fähigkeiten der Xbox Series X und vor allem der Series S ähnlich schwach bestellt ist, wie bei der PS5, ist davon auszugehen, dass FSR 4.1 vergleichbar viel Render-Budget benötigt und daher nicht bei jedem Titel und auch nicht jedem Grafikmodus eingesetzt werden kann.
Ob es sich lohnt, müssen dann die Entwickler*innen der Spiele entscheiden.
FSR 4.1 auch für Xbox-Handhelds
AMDs Grafik-Chef Jack Huynh bestätigte darüber hinaus, dass auch Handhelds wie der ROG Xbox Ally X das leichter zu berechnende FSR 4.1-Modell nutzen können, was natürlich bei der begrenzten Rechenleistung eine richtig praktische Verbesserung sein kann – sofern denn die jeweils angepeilte Framerate die Einschnitte bei der Render-Zeit hergibt.
Dasselbe gilt aber auch für Grafikkarten der RX6000-er Reihe, zu der das leichtgewichtigere Modell kompatibel sein wird. Es wird dann nur spannend zu sehen sein, ob und wie FSR 4.1 in die jeweiligen Spiele eingebaut wird.
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