Enttäuschungen 2019 - Von diesen Spielen haben wir uns mehr erhofft

Wir blicken zurück auf 2019 - Und listen die Spiele auf, die uns 2019 einfach nicht zufriedengestellt haben.

von Redaktion GamePro,
30.12.2019 12:00 Uhr

Von diesen Spielen hatten wir uns mehr erhofft. Von diesen Spielen hatten wir uns mehr erhofft.

Jedes Jahr kommen eine Menge tolle Spiele raus - aber eben auch eine Menge, bei denen wir uns denken "Was sollte denn das bitte sein?!"

Das heißt nichtmal, dass es sich dabei per se um ein richtig schlechtes Spiel handeln muss. Manchmal heißt es einfach, dass wir uns mehr erhofft hatten. Und dann eben bitterlich enttäuscht wurden.

Welche Spiele das für die GamePro-Redaktion 2019 erfahrt ihr hier. Und morgen trocknen wir eure (und unsere) Tränen mit unseren Highlights 2019!

Rae hatte so hohe Hoffnungen für Anthem …

Rae hatte sich so auf Anthem gefreut. Rae hatte sich so auf Anthem gefreut.

Mittlerweile wisst ihr ja, dass ich großer BioWare-Fan bin und dem Studio auch nach einigen Flops stets die Treue gehalten habe. Daran geändert hat sich zwar noch immer nichts, aber selbst wenn ich beide Augen zukneife, dann muss ich sagen: Anthem war eine Enttäuschung.

Nicht, dass ich keinen Spaß mit BioWares Versuch eines GaaS-Titels hatte! Den hatte ich und den habe ich sogar immer noch - allerdings immer nur für ein paar kurze Stunden. Von Langzeitmotivation ist ebenso wenig zu finden wie eine gute Story und das schmerzt mehr als alles andere im Fall von BioWare.

Ich hoffe wirklich, dass die Gerüchte um einen Anthem-Reboot bzw. um ein Anthem 2.0 wahr sind. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Merkt man mir die Verzweiflung eigentlich an?

Außerdem: Destiny 2 - Shadowkeep, Man of Medan

Dennis ist kein Fan von Devil May Cry 5

Devil May Cry 5 hat Dennis einfach nicht glücklich gemacht. Devil May Cry 5 hat Dennis einfach nicht glücklich gemacht.

Auch wenn ich jetzt erneut den Hass aller auf mich ziehe, Devil May Cry 5 ist zum Abschluss des Jahres meine größte Enttäuschung. Ja, das Kampfsystem ist das beste der gesamten Reihe und auch optisch ist DMC 5 ein echter Leckerbissen.

Mein größter Kritikpunkt, das Missionsdesign, hat mir jedoch den Spaß am Spiel vor allem in der zweiten Hälfte ordentlich verhagelt. Irgendwann konnte ich die braune Baum-Suppe einfach nicht mehr sehen.

Auch bin ich nach wie vor kein großer Fan des häufigen Charakterwechsels. So entstand zwar spielerische Abwechslung, ich wurde allerdings auch stets aus meinem Flow geschmissen. Alle 5 Minuten kam ein neues Gameplay-Feature hinzu und machte DMC 5 so gefühlt über seine komplette Dauer hinweg zum längsten Tutorial der Videospielgeschichte.

Außerdem: Trüberbrook, Pokémon Schwert & Schild

Max findet Ghost Recon: Breakpoint eher "meh"

Ghost Recon: Breakpoint konnte Max nicht begeistern. Ghost Recon: Breakpoint konnte Max nicht begeistern.

Ich hatte in diesem Jahr eigentlich ziemlich viel Glück. Die Spiele, an die ich eine einigermaßen hohe Erwartung hatte, haben diese auch erfüllt. Einzig Ghost Recon: Breakpoint muss sich hier die Blöße geben. Da ich Wildlands verpasst habe, wollte ich eigentlich mit Breakpoint mal wieder einen ordentlichen Deckungsshooter mit modernem Militärsetting spielen.

Grundsätzlich klangen die Zutaten vielversprechend: Eine offene Welt, eine Story mit bekannten Gesichtern und leichte Survival-Elemente, die zwar den Anschein von "Hinter feindlichen Linien" erwecken, aber Survival-Muffel wie mich trotzdem nicht nerven.

Das Ergebnis ist leider in jeder Hinsicht "meh". Story, Grafik, Gunplay und Erkundung wurden alle schon besser umgesetzt und vor allem das völlig sinnlose Loot-System - wo Breakpoint doch gar keine RPG-Elemente hat - erklärt sich mir bis heute nicht. "Schade drum" trifft es eigentlich ganz gut.

Außerdem: Anthem, Modern Warfare

Markus ist allergisch gegen Katzen

Cat Quest 2 war für Markus zu einfach. Cat Quest 2 war für Markus zu einfach.

Eigentlich erzählte ich das nur engen Freunden, aber euch verrate ich es auch: Ich liebe Cat Quest! Dieses knuffige, kunterbunte Simpel-Action-Rollenspiel hat sich irgendwie in mein über die Jahre verhärtetes Herz gekuschelt. Heimlich (dafür umso mehr) hab ich mich deshalb auf Cat Quest 2 gefreut.

Aber ach, das ist ja nur mehr vom Gleichen! Das Spiel kommt mir vor ein zu stark ausgerollter Plätzchenteig: Zwar riesengroß und immer noch süß, aber viel zu dünn! Der zweite Teil ist umfangreicher als sein Vorgänger, offenbart dadurch aber umso deutlicher spielerische Schwächen wie die gleichförmigen Dungeons oder die immer selben Angriffsmuster der Gegner. Da kann nicht mal das Heldenduo aus Hund und Katz noch was retten.

Für einen dritten Teil wünsche ich mir etwas mehr Komplexität, auch wenn das vielleicht dem grundlegenden Konzept von Cat Quest widerspricht. Aber nochmal das Gleiche will ich nicht spielen, da kann das Spiel noch so niedlich sein.

Außerdem: Left Alive, Man of Medan

Kai mag es nicht, beim Spielen einzuschlafen

Gears 5 brachte Kai zum Gähnen. Gears 5 brachte Kai zum Gähnen.

Enttäuschen kann etwas nur, wenn man große Erwartungen hat. Wenn ich überlege, welches Spiel 2019 wegen seines verschenkten Potenzials für mich persönlich die größte Enttäuschung war, schwanke ich zwischen Days Gone und Gears 5. Den Zuschlag bekommt nach einiger Überlegung Gears 5, denn während Days Gone auf seine Art immerhin funktioniert, hat Gears 5 ein gewaltiges Problem: Die offenen Spielabschnitte sind dermaßen einschläfernd, dass ich mich immer wieder zwingen musste, weiterzumachen.

Was bringt es mir, durch eine leblose Welt von Punkt A nach B und C zu fahren? Wenn es wenigstens von Uncharted 4 inspirierte Lager oder vereinzelte Gegner gäbe, auf die ich während der Gleiterfahrten ballern muss. Irgendwas. Aber nein! Gerade für die Gears-Serie, die für straff inszenierte Action bekannt ist, ist diese Art ereignisloser Abschnitte ein absolutes No-Go.

Dazu kommen Charaktere, die teilweise so schlecht geschrieben sind, dass Doms "Maria-Moment" in Gears 2 oscarverdächtig scheint und ich mir wünsche, ihnen direkt das Lancer-Sägeblatt zwischen die Rippen stoßen zu können. Nach dem meiner Meinung nach deutlich besseren Gears of War 4 war ich noch zuversichtlich, dass die Reihe in guten Händen ist. Doch das war wohl nichts. Ich beziehe mich hier aber wohlgemerkt nur auf den Singleplayer.

Außerdem: Days Gone, WWE 2K20

Linda - Man of Medan

Man of Medan war für Linda gruselig - aber aus anderen Gründen, als von den Entwicklern beabsichtigt. Man of Medan war für Linda gruselig - aber aus anderen Gründen, als von den Entwicklern beabsichtigt.

Man of Medan klang wie das Koop-Until Dawn, das ich mir schon immer gewünscht habe. Doch statt einer spannenden Horrorgeschichte mit facettenreichen Charakteren entpuppt sich das Adventure für mich als bittere Enttäuschung.

Tatsächlich ist der Online-Koop noch das beste am Spiel und lockert Stellen, an denen ich mir nur an den Kopf fassen will, dank Gesellschaft eines Mitspielers etwas auf. Tauchen wir nämlich tiefer in die Geschichte um ein mysteriöses Geisterschiff ein, sieht's schnell düster für Man of Medan aus. Schnittfehler, gruselige Gesichts-Animationen und Unsympathen, die bis zum Ende unsympathisch bleiben trüben das Spielerlebnis.

Hinzu kommen technische Poltergeister wie Ruckler und Bugs, die Man of Medan auf PS4 und Xbox One teilweise unspielbar machen. Da wäre mehr drin gewesen.

Außerdem: Destiny 2 - Shadowkeep, Anthem

Hannes - MediEvil

MediEvil holte Hannes auf den Boden der Remake-Tatsachen zurück. MediEvil holte Hannes auf den Boden der Remake-Tatsachen zurück.

Vielleicht lag es daran, dass wir zuletzt mit gelungenen PS1-Remakes verwöhnt wurden, aber meine Erwartungen an MediEvil waren gigantisch. Ich hatte so viel Spaß mit der Spyro Reignited Trilogy und freute mich über das einfache aber unterhaltsame Spieldesign. Die MediEvil-Reihe hatte ich in positiver Erinnerung, aber nie wirklich gespielt. Das Remake war also die perfekte Gelegenheit, erneut eine Klassiker im modernen Gewand zu erleben.

Leider hat mich MediEvil aber auf den Boden der 32-Bit-Tatsachen zurückgeholt und mich daran erinnert, dass das Spieldesign in der PS1-Ära längst nicht so unkompliziert und spaßig war, wie ich es mir heute vorstelle. MediEvil bleibt seiner Vorlage treu und das heißt eben auch, dass die Steuerung hölzern, die Kamera wackelig, das Treffer-Feedback nicht vorhanden ist und die Rücksetzpunkte nervig verteilt sind.

Außerdem: Anthem & Jump Force

Tobi - Mario Kart Tour

Mario Kart Tour war erwartungsfemäß unterwältigend. Mario Kart Tour war erwartungsfemäß unterwältigend.

Eigentlich hätte ich es ahnen können, denn Nintendos Mobile-Titel und ich, das ist ein bisschen kompliziert. Super Mario Run fand ich damals noch richtig klasse, die Animal Crossing-Umsetzung schon deutlich weniger und gerade deswegen hatte ich gehofft, dass mein Gute-Laune-Meter bei Mario Kart Tour mal wieder nach oben ausschlagen würde.

Und auf dem Papier las sich das alles ja auch gut. Einfache Steuerung, viele Strecken, etlicher Kram zum freischalten -- soweit so gut. Nur entpuppte sich das alles im Endeffekt als meiner Meinung nach als etwas, das fast sämtliche Mario Kart-DNA vermissen lässt. Statt um den eigentlichen Fahrspaß geht es hier nur um Punkte, Goldmünzen und Rubine, die man natürlich auch mit Echtgeld kaufen kann.

Die schwammige Steuerung ist leider nur das negative Sahnehäubchen und macht Mario Kart Tour als Fan der Reihe zu meiner größten Enttäuschung des Jahres. Aber wie gesagt: Eigentlich hätte ich es ahnen können.

Außerdem: Ghost Recon: Breakpoint & Anthem

Ann-Kathrin ist enttäuscht von Blacksad - Under the Skin

Die andauernden Bugs in Blacksad machten Ann-Kathrin wirklich traurig. Die andauernden Bugs in Blacksad machten Ann-Kathrin wirklich traurig.

Blacksad ist zwar ein verhältnismäßig kleines Spiel, ich hatte mich jedoch sehr drauf gefreut. Zum einen, weil ich die Comicvorlage mag. Zum anderen, weil die Zusammenführung aus Film Noir, Detektivgeschichte, Adventure mit Entscheidungsfreiheit und anthropomorphen Figuren à la The Wolf Among Us wirklich spannend klang. Deswegen war ich auch tierisch (ha!) neugierig, wie sich das Gesamtpaket spielt.

Gar nicht mal so gut, wie sich herausstellte. Sowohl auf der PS4 als auch auf der PS4 Pro gab es einen Bug nach dem anderen. Artefakte blieben über Minuten auf dem Bildschirm, Hauptfigur Blacksad fror mitten in der Bewegung ein, oder das ganze Spiel stürzte ab. In der ersten Stunde brauchte es drei Neustarts, um weiterspielen zu können. Das hat mir die Lust am Weiterspielen wirklich verdorben. Ich hoffe auf ein Patch irgendwann, denn die Prämisse bleibt weiterhin wirklich cool.

Außerdem: Anthem & Fallout 76

Was sind eure Enttäuschungen 2019?

zu den Kommentaren (98)

Kommentare(98)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.