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Gears of War 3 - Freigabebegründung von BPjM und USK

Warum darf Gears of War 3 offiziell in Deutschland erscheinen, während den Vorgängern die USK-Freigabe verweigert wurde? USK und BPjM klären auf.

von Kai Schmidt,
14.09.2011 14:50 Uhr

Im Gegensatz zu Gears of War 2 reichte Microsoft den abschließenden Teil der Trilogie bei der USK zur Prüfung ein. Die Altersfreigabestelle sah in Gears of War 3 einen Zweifelsfall, gab den Titel also an die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) weiter, wo man das Spiel als Gutachter auf jugendgefährdende Inhalte abklopfte. Überraschung!

»Gemäߧ 14 Abs. 4 Satz 3 JuSchG wird festgestellt: Das Xbox-360-Spiel Gears of War 3 erfüllt nicht die Voraussetzungen für eine Aufnahme in die Liste der jugendgefährdenden Medien.«

Die USK konnte also die Freigabe »ab 18 Jahren« erteilen. Doch was unterscheidet den dritten Teil von den indizierten Vorgängern? Wir zitieren Passagen aus der offiziellen Begründung der BPjM.

Obwohl Gears of War 3 genauso brutal und zynisch wie die Vorgänger ist, sieht die BPjM keinen Indizierungsgrund. Obwohl Gears of War 3 genauso brutal und zynisch wie die Vorgänger ist, sieht die BPjM keinen Indizierungsgrund.

»Bei dem größten Teil der Gegner handelt es sich um nicht menschenähnliche Figuren, sondern um Monster, die von ungeheuerartigen Tentakeln wie Sporen herunterfallen und sich dann auf die Verteidiger des Planeten stürzen. Daneben treten auch Kämpfer der Locust auf, die sich in Bewegung und in ihrer Reaktion auf Treffer menschenähnlich verhalten, lediglich in Nahaufnahmen wird ein echsenartiger Körper und Kopf sichtbar. Bei Waffeneinsatz wird mit roten Pixelwolken, die Blutspritzer darstellen sollen, nicht gespart. Getroffene Gegner fallen zu Boden und bleiben dort liegen. Am Boden liegende Gegner können weiterhin beschossen werden, wobei ein Ragdoll-Effekt eintritt. Auch ist es möglich, im Nahkampf Körperteile der gegnerischen Spielfiguren abzutrennen. (...) Es gibt einige brutale filmische Zwischensequenzen: So wird z.B. einer menschlich gestalteten Spielfigur der Arm abgerissen und als Schlagwaffe eingesetzt. Dies kann aber im Spielgeschehen selbst nicht umgesetzt werden.« (...)

»Vorwiegend hat der Spieler die Aufgabe, eine Imulsion zu vernichten, die Gen verändernde Auswirkungen hat, so dass auch der Auftrag eher in Richtung nicht vorliegender Jugendgefährdung deutet, wobei das Gremium nicht verkannt hat, dass im Rahmen dieses an sich „gesellschaftlich gebilligten“ Auftrages die Wesen vernichtet werden müssen, die den Planeten Sera bevölkern. (...) Die Mehrzahl der Gegner sind käferähnliche, kriechende Zecken, überlebensgroße Mutanten mit Tentakeln und reptilienähnlichen Wucherungen, überlebensgroße so genannte Boss-Gegner und Locust-Krieger. Die Locust-Krieger, die sich noch aus der Ferne als die menschenähnlichsten Gegner darstellen, weisen bei Nahsicht echsenähnliche Gesichter auf, so dass es sich auch hier nicht um Menschen handelt, sondern in jedem Fall nur um menschenähnliche Gegner. Hinzu kommt, dass die Anzahl dieser Gegner gegenüber den Vorgängerspielen erheblich reduziert wurde, was im Gesamteindruck bewirkt, dass der Hauptinhalt des Spiels nicht darin besteht, Menschen bzw. menschenähnliche Wesen zu töten.« (...)

» Fortsetzung auf Seite 2

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