Falls ihr eine Portion Disney braucht, aber den Streaming-Dienst des Micky Mouse-Konzerns nicht abonniert habt bzw. kein Abo wollt, solltet ihr heute Abend im Free-TV einschalten. Denn dort könnt ihr einen Disney-Klassiker schauen, der auch heute noch gut unterhält und eine starke Message in sich trägt.
Diesen Disney-Klassiker solltet ihr heute Abend nicht verpassen
- Film: Mulan
- Sender: Disney Channel (Free-TV)
- Wann? 24. April um 20:15 Uhr
- Dauer: ca. 105 Minuten
- FSK: ab 0 Jahren
Link zum YouTube-Inhalt
Darum geht's in Mulan (1998)
Der Zeichentrickfilm von 1998 interpretiert eine chinesische Ballade. In dem Disney-Werk begleiten wir Fa Mulan, eine mutige und intelligente junge Frau, die unter den gesellschaftlichen Normen und Rollenvorstellungen im alten China leidet. Sie soll verheiratet werden und sich entsprechend benehmen, was ihr so gar nicht zusagt.
Als dann die Hunnen das Land angreifen, wird je ein Mann aus jeder Familie zum Wehrdienst einberufen. In Mulans Fall bedeutet das, dass ihr alter und kranker Vater an die Front muss. Kurzerhand entschließt sie, seinen Platz einzunehmen, indem sie sich als Sohn der Familie ausgibt. Mit diesem Geheimnis und ohne Kampferfahrung spielt sie allerdings mit dem Feuer.
Meinung der Redaktion
Annika Bavendiek
@annika908.bsky.social
Als Mulan 1998 herauskam, war ich 8 Jahre alt. Wie viele andere Disney-Filme begeisterte er mich durch seine starken Bilder, tollen Songs, emotionalen Momente und der richtigen Prise Humor. Ich liebe etwa den Drachen Mushu, der in der deutschen Fassung von Otto Waalkes herzallerliebst zum Leben erweckt wurde. Alleine dadurch ist der Film also schon das Einschalten wert. Die Tomatometer-Wertung von 91% auf Rotten Tomatoe stimmt mir da zu.
Mulan gab mir aber im Vergleich zu anderen Disney-Filmen noch viel mehr: eine Geschichte über eine junge Frau, die sich Rollenstandards und gesellschaftlichen Erwartungen unterordnen soll und die Selbstzweifel dadurch letztendlich überwindet. Sie spielt zwar lange Zeit anderen etwas vor, steht aber mehr und mehr für sich ein, bis sie schließlich für die Person, die sie ist, Respekt erfährt. Damit war Mulan ein frühes Vorbild für mich.
Natürlich ging es in meiner Kindheit nicht darum, für jemand anderen in den Krieg zu ziehen, aber irgendwie konnte sich mein junges Ich mit ihr identifizieren. Ich entdeckte so meine Liebe zum Fußball, kämpferischen Serien wie Dragon Ball und zockte Videospiele. Puppen, Haare flechten und die Farbe Pink waren hingegen so gar nicht meins. Und da ich in einem sehr konservativen Dorf aufgewachsen bin, musste ich mir immer wieder dumme Kommentare dazu anhören, dass ich doch ein "richtiges Mädchen" sein solle. Das verunsicherte mich – ich meine, ich war im Grundschulalter! Mulan half mir aber, damit besser klarzukommen.
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