Nach Drogen-Skandal - Restbestände von PS4-Spiel (fast) komplett ausverkauft

Nachdem Judgement in Japan aus dem Verkauf genommen wurde, ist der Titel in den Läden weltweit ausverkauft.

Die Gerichtsverhandlung eines Synchronsprechers führte zum Verkaufsstopp des gesamten Spiels. Die Gerichtsverhandlung eines Synchronsprechers führte zum Verkaufsstopp des gesamten Spiels.

Judgment, das neue Spiel der Yakuza-Macher, war gerade erst ein paar Monate in Japan erhältlich, da musste sich Publisher Sega bereits Gedanken über die Einstellung des Titels machen.

Der Grund: Pierre Taki, ein am Spiel beteiligter Synchronsprecher und Schauspieler, wurde in Japan wegen Kokainkonsums verhaftet. Daraufhin entschied man sich bei Sega nicht nur, Taki aus der westlichen Version zu streichen, sondern ordnete auch einen Verkaufsstop für die bereits erschienenen japanischen Versionen an.

Während sich jedoch viele Firmen von Taki zurückzogen und auch die Entwickler selbst überlegten, wie sie mit einem solchen Skandal umgehen sollten, gingen die physischen Versionen des Spiels weg wie warme Semmeln. Mittlerweile sind, laut VG247, die Verkaufszahlen in die Höhe geschossen, Sega verkündete, dass bereits 97 Prozent aller an die Händler verkauften Exemplare ausverkauft seien.

Ironischerweise ist es in einem Spiel über das japanische Mafiamillieu ausgerechnet ein Drogenskandal, der Judgment zum Verhängnis wird. Ironischerweise ist es in einem Spiel über das japanische Mafiamillieu ausgerechnet ein Drogenskandal, der Judgment zum Verhängnis wird.

Drogenskandal erfreut Sammler

Das dürfte vor allem damit zusammenhängen, dass sich Fans und Sammler die unveränderte Version des Spiels sichern wollen, bevor Sega die überarbeitete Version veröffentlicht. Das Judgment für den westlichen Markt kommt nämlich gar nicht erst in der ursprünglichen Version, sondern erscheint am 25. Juni ohne Takis Charaktermodell (und dessen japanische Stimme) für PS4 und den PC.

Und wenn es einen Gegenstand in absehbarer Zeit in seiner Originalversion nicht mehr gibt, schlagen natürlich die Schnäppchenantennen der Videospielsammler an. Wer sich Judgment jetzt für den normalen Preis sichert, hat schon bald eine Version, die garantiert in ihrem Wert steigt.

Die Meinungen der Entwickler über die Verkaufszahlen ihres Spiels sind zwiegespalten. Toshihiro Nagoshi, Chief Creative Officer für Sega, drückte es in einer Folge des Sega Nama Podcasts so aus:

"Wir haben Nummer 3 der Amazon-Rangliste erreicht. [...] Aber ich hab mich schon gefragt "Mensch, warum habt ihr es nicht von Anfang an gekauft?" Natürlich freue ich mich trotzdem über einen Durchverkauf von 97 Prozent, keine Frage."

Für die Entwickler dürfte die Freude über das verkaufte Spiel einen bitteren Beigeschmack haben: Bei den aktuellen Verkäufen können sie sich nicht sicher sein, ob Fans oder Sammler die letzten Versionen abgreifen. Für skandalfreie Verkaufszahlen müssen wir die Zahlen des überarbeiteten Judgment abwarten, das im Juni erscheint.

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