Großer Anime- und Manga-Produzent von Isekai-Serien macht weniger Gewinn und gibt die Schuld ausgerechnet Isekai-Serien

Kadokawa bekommt die Folgen eines von Isekai-Serien überfüllten Marktes zu spüren, an dem sie nicht ganz unschuldig sind.

Der Fokus auf Isekai-Serien hat sich nun negativ auf Kadokawa ausgewirkt. (© Natsume Akatsuki, Kadokawa Shoten Studio Deen, Drive) Der Fokus auf Isekai-Serien hat sich nun negativ auf Kadokawa ausgewirkt. (© Natsume Akatsuki, Kadokawa Shoten / Studio Deen, Drive)

Kadokawa gehört zu den größten und bekanntesten Anime-, Manga- und Spielekonzernen Japans. Besonders in den letzten 15 Jahren machte sich das Unternehmen mit erfolgreichen Isekai-Serien wie KonoSuba, Re:Zero, The Eminence in Shadow, The Rising of the Shield Hero und mehreren Sword Art Online-Ablegern einen Namen.

Laut offiziellen Finanzberichten und Aussagen des Unternehmens war genau diese starke Abhängigkeit vom Isekai-Genre in den vergangenen Jahren nicht immer gut für Kadokawa.

Kadokawa muss starken Rückgang am Profit hinnehmen

Vor einer Woche veröffentlichte Kadokawa seine Geschäftszahlen für das im März 2026 geendete Geschäftsjahr. Dem Bericht zufolge ist der Betriebsgewinn im Vergleich zum Vorjahr um 51,3% zurückgegangen.

Als Ursache vermutet das Unternehmen unter anderem die Vernachlässigung neuer abwechslungsreicher IPs sowie die schwache Entwicklung des eigentlichen Kerngeschäfts. Das Unternehmen gibt zu, dass es sich in den letzten Jahren stark auf die bewährten Genres wie Isekai und Naroukei fokussiert hat.

Isekais sind hauptsächlich Geschichten, in denen die Hauptfigur in eine andere Welt transportiert oder nach dem Tod in einer anderen Welt wiedergeboren wird.

Als Naroukei werden Geschichten bezeichnet, wo der/die Protagonist*in nicht nur in eine andere Welt transportiert oder dort wiederbelebt wird, sondern auch unbesiegbar oder überdurchschnittlich stark ist – auch als Power-Fantasies mit Isekai-Setting bekannt.

Weiter heißt es im Bericht, dass in den letzten Jahren mehr Leute eingestellt wurden, um die Vielzahl an genau solchen Isekai-Projekten zu erhöhen – ohne das Hauptpersonal überzubelasten.

Als Folge habe das zur Veröffentlichung von weiteren “Projekten, denen es an Originalität und Qualität fehlt” geführt (via Bericht von automataon-media). 

Unternehmen bittet um freiwillige Kündigung

Um sich nicht weiter rein auf Isekai-Serien verlassen zu müssen und wieder Gewinn zu machen, krempelt Kadokawa seine Unternehmensstrategie komplett um. Dafür gibt es strengere Maßnahmen zur Freigabe von Projekten und auch in Bezug auf die Auswahl des Genres wird die bisherige Strategie noch einmal überdacht.

Obendrein will Kadokawa eine "schlankere und effizientere Organisationsstruktur" aufbauen. Deshalb bittet das Unternehmen ab dem 1. Juni jeden Mitarbeiter oder jede Mitarbeiterin, die über 45 Jahre alt und mindestens seit fünf Jahren im Unternehmen tätig sind, darum, eine freiwillige Kündigung einzureichen und eine vorzeitige Rente anzutreten.

Wer zustimmt, erhält zusätzlich zur regulären Abfindung eine Sonderabfindung sowie Unterstützung bei der Weiterbeschäftigung, wenn gewünscht.

Wie ist eure Meinung zu Isekai-Serien? Gefällt euch die aktuelle Anzahl an Isekai-Serien oder habt ihr bereits genug von dem Genre?


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