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Seite 2: Killer 7

Lachen und Knallen

Während ihr in japanischen Gartenhäusern bemalte Wände verschiebt oder geheime Muster von Werbepostern ablest, ertönt häufig schräges Gelächter. So kündigt das Spiel das Kommen der zunächst unsichtbaren Heaven-Smile-Unholde an, die ihr erst scannen und dann bekämpfen müsst. Die Bösewichter kommen in unterschiedlichen Größen auf euch zugewankt und versprühen ihr Blut nur bei Treffern in ihre hellen Schwachpunkte in euer Reagenzglas. Später, wenn ihr die Attribute eurer Figuren verbessert habt, könnt ihr auch kriechende Gegner zertreten und sogar die explosiven Nahkämpfe überleben. Den Ballerfreunden unter euch sei gesagt, dass es in Killer 7 sehr viele Gegner gibt – so viele, dass ihr auf den geführten Pfaden selbst bei prompter Reaktion oft auf Tütengröße zusammenschrumpfen werdet. Denn die Guhle, die teilweise im Laufschritt um die Ecken hetzen oder von der Decke auf euch springen, scheren sich weder um eure Nachladepausen noch um Engpässe bei eurer Wegwahl oder der Kamera-Perspektive.

Die Suzie hat ’ne Uzi

Die Entwickler von Capcom haben viel Wert auf die krude Atmosphäre gelegt, in der euer Spießrutenlauf stattfindet. Zwar wiederholen sich bestimmte Kombinationsrätsel in leicht abgeänderter Form immer wieder, aber jedes Areal verfügt über eine ihm eigene Stimmung. So ist das japanische Restaurant ein schicker Holzbau, in dem eure Suche von Lautenklängen begleitet wird. In der texanischen Kleinstadt Ulmeyda hört ihr hingegen ein Country-Medley, während ihr an kompletten Häuserzeilen vorbeihetzt. Wegen des hohen Stilisierungsgrades ist der Blutfaktor in Killer 7 eher niedrig. Stattdessen setzt das Spiel auf schockierende Texte, die euch an vielen Stellen mit röchelnder Stimme erzählt werden. Da erfahrt ihr dann sehr bildlich, was zum Beispiel Suzie mit den Männern gemacht hat, die »ihr in den Süden gegriffen haben«.

Sarkastischer Terror

Killer 7 sieht man die Experimentierfreudigkeit der Entwickler deutlich an. Die Cel-Shading-Grafik steht dem Spiel hervorragend zu Gesicht, und die ausgedehnten Zwischensequenzen sind eine angemessene Belohnung für die zahlreichen Anläufe, die ihr pro Kapitel brauchen werdet. Gerade innerhalb von Gebäuden ist der Detailgrad jedoch niedrig gehalten, und manchmal verliert ihr euch regelrecht in den Farbflächen. Die Charaktere sind gut animiert und verhelfen dem drastischen Action-Abenteuer zu seinem Comic-Look. Das Gameplay leidet allerdings unter der ungewöhnlichen Steuerung, die die Tempo-Gefechte zusätzlich erschwert.

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