Seite 3: L.A. Noire im Test - Mord und Totschlag!

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Die Regeln der Gewalt

Eher selten: Schießereien in L.A. Noire. Eher selten: Schießereien in L.A. Noire.

L.A. Noire ist alles andere als ein Actionspiel. Trotzdem geht’s hier auch mal zur Sache. Wenn ein Zeuge bei dem Satz »LAPD, wir hätten da ein paar Fragen an Sie« fluchtartig das Weite sucht, lohnt es sich, die Verfolgung aufzunehmen. Ob zu Fuß durch die Straßen und Gassen und über die Dächer von Los Angeles oder im Auto über Stock und Stein: Die Jagd durch die Stadt treibt einem das Adrenalin ins Blut, ist allerdings auch nichts wirklich neues, denn solche Verfolgungsjagden kennen wir schon zur Genüge aus Mafia 2 und GTA. Am Ende einer Verfolgungsjagd steht die Verhaftung des Geflüchteten oder eine Schießerei. Ähnlich wie in Red Dead Redemption zielt Phelps automatisch, sobald er die Waffe zieht. Und zwar so, dass ein bis zwei Schüsse ausreichen, um einen Gegner umzulegen - ohne großartig nachjustieren zu müssen. Das macht die Schießereien ziemlich einfach. Selbst größere Auseinandersetzungen sind für geübte Spieler ziemlich schnell vorbei. Sollte Phelps dennoch mal das Zeitliche segnen oder bei einer Verfolgungsjagd versagen, beginnt die Sequenz - im Gegensatz zu den Befragungen - von Neuem (und ist bei mehrmaligem Verfehlen sogar überspringbar). Ein Indiz dafür, dass Rockstar mit L.A. Noire neben typischen Spielern auch die Casual-Fraktion glücklich machen will. Auch wenn es zum Faustkampf kommt, reicht eine Taste, um dem Gegner die Faust ins Gesicht zu boxen. Mit Druck auf eine weitere Taste greift Phelps seinen Gegner und holt zum K.O.-Schlag aus.

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Leben und Sterben in L.A.

Interessante Gegenstände hebt ihr auf und begutachtet sie mit dem Ministick. Interessante Gegenstände hebt ihr auf und begutachtet sie mit dem Ministick.

Um das Spielgefühl noch intensiver zu machen haben die Macher große Teile des Los Angeles der 40er-Jahre nachgebaut. Stapelweise alte Fotos und Stadtpläne dienten den Designern dazu, den Charme dieser Dekade einzufangen: So könnt ihr beispielsweise den Hollywood-Boulevard entlang schlendern und euch dabei die Schaufenster ansehen oder andere Sehenswürdigkeiten, wie das Los Angeles Times-Gebäude oder die Union Station aus dem Auto begutachten. Das nachgebaute L.A. ist satte acht Quadratkilometer groß und übertrifft damit sogar Liberty City aus GTA IV. Die Fahrzeuge in L.A. Noire sind allesamt lizenziert, was der Welt eine noch größere Glaubwürdigkeit verleiht. In jede der Karren könnt ihr auch einsteigen und damit herumbrausen - dem Beamtenstatus sei Dank , geht ihr dazu nur an die Fahrertür und klopft an mit der Bitte, das Fahrzeug für einen Polizeieinsatz freizugeben. Die Leute murren zwar meistens, das Auto gehört damit aber trotzdem euch. Auch die »Statisten« auf den Straßen vertreten ihre Zeit angemessen: Stilsicher stolzieren die Damen im Kostüm und mit hochgesteckter Frisur über die Gehwege, während ihre männlichen Begleiter im Anzug und mit furchtbar nach hinten gegelten Haaren ihr Selbstbewusstsein zeigen.

Wir düsen den Hollywood-Boulevard entlang. Wir düsen den Hollywood-Boulevard entlang.

Sonst hat die offene Welt nicht viel zu bieten - gerade im Vergleich mit GTA IV. Herumschießen ist außerhalb eines Falls, in dem es erlaubt ist, genauso wenig möglich, wie in Geschäfte zu spazieren oder sich am Straßeneck ein Heißgetränk oder eine Zeitung zu kaufen. Immerhin gibt es einiges zu sammeln in Los Angeles: Erfolge gibt’s beispielsweise, wenn ihr alle Sehenswürdigkeiten abgeklappert habt, alle Autos einmal gefahren seid und alle Zeitungen und Filmrollen an den Tatorten gefunden habt. Wer frei durch die Stadt fährt kann sich außerdem an den Straßenfällen versuchen: Die haben nichts mit den Story-Fällen zu tun und sind auch deutlich kürzer. Lockern das Geschehen aber trotzdem auf, da sie meist mit Action-Sequenzen wie Verfolgungsjagden oder Schießereien verknüpft sind.

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