Wer schon ein LEGO-Projekt mit 23.000 Steinen startet, will natürlich auch, dass am Ende alles passt – besonders, wenn das eigene College den Bau auch noch finanziert. Entsprechend Muffensausen dürfte Redditor JackOfAllSpades12 bekommen haben, als er viel zu spät bemerkt hat, dass er beim Design eine Technik verwendet hat, durch die die Steine unter Spannung stehen.
LEGO-Bauer könnte sein Set mit der falschen Technik kaputt machen
Aber einmal von vorne: Der Reddit-User wurde nach eigener Aussage von der Uni beauftragt, ein LEGO-Modell seines Campus zu bauen. Also erstellte er zuerst einmal ein 3D-Modell (von dem er hier in den Kommentaren ein Bild teilt) im Programm BrickLink Studio. Hier kam es bereits zum fatalen Fehler.
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Wir haben das LEGO Pikachu gebaut und sind von der Elektromaus in Klemmbausteinform enttäuscht
Er verwendete beim Design unwissentlich eine sogenannte "illegale Bautechnik", die das Programm nicht als fehlerhaft erkannt hat. Das Problem sind dabei die Headlight Bricks (im Bild unten jeweils der grüne und braune Stein): Diese Steine sind nämlich aufgrund der besonders großen Noppe ein klein wenig breiter als normale 1x1-Steine.
Steckt man sie mit einem anderen Stein zusammen, der kein Loch hat, in das die Noppe einsinken kann, steht der Headlight Brick automatisch etwas schräg ab. Das lässt sich zwar theoretisch lösen, indem man Ober- und Unterseite des Steins über eine Platte mit anderen Steinen verbindet – allerdings wird der Brick dabei aktiv in Form gedrückt.
Link zum Reddit-Inhalt
Er steht also unter Spannung. Deshalb gilt es auch als "illegale" Bautechnik, denn die Belastung der Steine kann theoretisch mittelfristig zu Brüchen führen. Genau davor hat JackOfAllSpades12 jetzt auch Angst:
"Wie lange wird es dauern, ehe diese Verbindung bricht? Wird es ästhetisch sehr sichtbar sein und die Struktur als Ganzes beschädigen? Wie verzweifelt ist meine Situation? Mein Modell wird potenziell für Jahre ausgestellt werden."
Theoretisch könnte JackOfAllSpades12 das Design einfach ändern – indem er etwa die Headlight Bricks mit LEGO Technic-Steinen kombiniert, die ein zusätzliches Loch haben, in das die Noppen einsinken können, wie ein User vorschlägt.
Allerdings sind die nötigen Steine für den Bau wohl bereits bestellt. Und auch das Event, für das das Modell gedacht ist, soll bereits in ein paar Wochen sein.
Gleich mehrere User empfehlen deshalb eine andere Lösung: Die Noppen der Headlight Bricks mit Sandpapier abzuschmirgeln. Das dürfte zwar ordentlich Aufwand bedeuten, aber zumindest gewährleisten, dass das Modell lange heil bleibt.
Würdet ihr euch diesen Aufwand für ein LEGO-Modell machen?
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