Wer selbst schon mal an einem LEGO-Projekt gesessen hat, kennt den ultimativen Endgegner vieler MOCs: runde Objekte. Sind diese im kleinen Maßstab noch machbar, wird es deutlich schwieriger, wirklich runde Flächen zu erzeugen, sobald ein Projekt eine gewisse Größe überschreitet. Ein LEGO-Fan hat dafür zumindest für sein aktuelles Projekt eine Lösung gefunden – muss dafür aber tief in die Steinkiste greifen.
Turm-Dächer sind der Endgegner
Der deutsche LEGO-Baumeister Windsheim Brickz steht aktuell vor einem Großprojekt rund um mittelalterliche Architektur – und muss sich dabei auch als Dachdecker beweisen.
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Das Problem: Runde Dächer, gerade für Türme, sind nur schwer umzusetzen. Es gibt kaum Möglichkeiten, Ziegel in einer sauberen Rundung stabil zu befestigen. Nach etwas Recherche hat er aber eine einfache, wenn auch aufwendige Lösung gefunden, um überzeugende Spitzdächer zu bauen.
Dafür nutzt er eine runde Platte in der Mitte und Clip-Elemente, die daran befestigt werden. Anschließend wird die Fläche mit Rundsteckern bis zum Rand aufgefüllt. Darauf kommen dann Slopes, also geneigte Steine im passenden Winkel. So entsteht eine große, leicht gewölbte Scheibe.
Stapelt man mehrere dieser Scheiben in unterschiedlichen Größen übereinander, ergibt sich daraus ein rundes Turmdach mit sauberer Form.
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Der Haken: Jedes Dach besteht aus rund 670 Teilen. Nicht gerade wenig – auch wenn sich der Detailgrad definitiv sehen lassen kann.
Ganz ohne Kompromisse funktioniert die Technik aber nicht. Die einzelnen Ebenen werden im Grunde nur übereinandergelegt und in der Mitte durch eine Stange fixiert. Das wirkt etwas wackelig und ist vermutlich nichts für den Transport, für ein stationäres Display aber völlig ausreichend.
Die Welt von Gothic erwacht zum Leben
Eingesetzt wird die Technik in einem größeren Projekt. Seit rund zwei Jahren arbeitet Windsheim Brickz an einem Nachbau der kompletten Welt von Gothic 2.
Die Dächer kommen dabei unter anderem am Südtor von Khorinis zum Einsatz – genau dort, wo der namenlose Held die Stadt zum ersten Mal betritt.
Den Baufortschritt dokumentiert der Baumeister auf YouTube, wo das Projekt inzwischen in mehreren Dutzend Videos begleitet wird.
Sind euch solche Bautechniken zu instabil – oder ist euch der Look am Ende wichtiger?
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