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Mass Effect Legendary Edition ist ein Liebesbrief an die Fans

Große Änderungen braucht ihr mit der Remaster-Collection von Mass Effect nicht erwarten – und trotzdem verspricht die Legendary Edition genau das zu werden, was die Fans wollen.

von Linda Sprenger,
02.02.2021 17:00 Uhr

GamePro konnte einen genaueren Blick auf die Mass Effect: Legendary Edition werfen - was ändert sich? Was bleibt gleich? GamePro konnte einen genaueren Blick auf die Mass Effect: Legendary Edition werfen - was ändert sich? Was bleibt gleich?

Die Mass Effect-Marke ist knapp vier Jahre nach dem Release von Andromeda aus ihrem Kryoschlaf erwacht. BioWare hat Ende 2020 nicht nur einen ersten Teaser-Trailer zum neuen Serienableger veröffentlicht, sondern auch eine Remaster-Sammlung der Shepard-Trilogie angekündigt: Die Legendary-Edition erscheint am 14. Mai 2021 und bringt Mass Effect 1, 2 und 3 auf die PS4, Xbox One und den PC zurück.

GamePro konnte im Rahmen eines Presseevents via Livestream bereits einen Blick auf erste Bilder werfen und hat von BioWare etliche neue und spannende Infos über die Legendary Edition erfahren. Damit haben wir jetzt einen konkreten Eindruck davon, was uns mit der Sammlung erwartet und was nicht.

Die Kerninfos zu Mass Effect: Legendary Edition

Release: 14. Mai 2021
Plattformen: PS4, Xbox One, PC (Auf PS5 und Xbox Series X/S via Abwärtsk. spielbar)
Genre: RPG

Alle Inhalte von Mass Effect: Legendary Edition -Was ist neu, was bleibt gleich?

So viel vorab: Die Legendary-Edition ist kein vollumfängliches Remake wie beispielsweise die PS5-Version von Demon's Souls, sondern ein Remaster, dessen Entwicklung erst im Jahr 2019 begonnen hat. Jegliche Inhalte der Mass Effect-Spiele (also die Story, die Charaktere und ihre Hintergrundgeschichten) bleiben unangetastet und ihren Originalen treu. BioWares Fokus bei der Portierung liegt einzig und allein auf optischen und technischen Verbesserungen, und die können sich durchaus sehen lassen.

Legen wir aber erst einmal die knallharten Fakten auf den Tisch. Das sind die wichtigsten Verbesserungen der Legendary-Edition:

  • Support für 4K und HDR
  • 60fps auf PS4 Pro und Xbox One X
  • Verbesserte Beleuchtung und Schatten
  • Verbesserte Texturen für Charaktermodelle und Umgebungen
  • Universeller Charakter-Editor für alle drei Teile + zusätzliche Optionen für Haare, Augen, Make-up und mehr

Den Enthüllungs-Trailer zur Legendary-Edition seht ihr übrigens hier:

Mass Effect Legendary Edition - Pure Epicness im Reveal-Trailer 1:48 Mass Effect Legendary Edition - Pure Epicness im Reveal-Trailer

(Fast) alle DLCs: Fans der Shepard-Trilogie dürfte dabei insbesondere freuen, dass mit der Legendary-Edition erstmals eine Sammlung erscheint, die fast sämtliche DLCs aller drei Teile enthält. Neben den drei Hauptspielen könnt ihr über 40 Zusatzinhalte spielen, darunter Story-DLCs wie Lair of the Shadow Broker aus ME2, From Ashes und Leviathan aus ME3 sowie alle Waffen- und Rüstungspacks, die jemals das Licht der Welt erblickt haben. Einziger Wermutstropfen: Pinnacle Station aus Mass Effect ist nicht im Paket enthalten.

Kein Multiplayer: Der Mehrspielermodus hat es hingegen nicht in die Remaster-Sammlung geschafft. Wie uns Project Director Marc Walters erklärt, stand das anfangs zwar zur Debatte, wurde des Aufwands wegen letztendlich aber verworfen.

Optisch deutlich besser, aber immer noch ein altes Spiel

Die wichtigste Frage ist natürlich, was sich mit der Legendary Edition im Vergleich zu den alten Spielen rein optisch getan hat. Längere Spielszenen bekamen wir während des Events zwar nicht zu Gesicht, aber erste Vergleichsbilder verschaffen uns bereits einen guten Eindruck:

Sämtliche Charaktere, sowohl unsere Crew-Mitglieder als auch weniger wichtige NPCs, profitieren von schärferen Texturen auf Kleidung und im Gesicht. Die Narben unseres Begleiters Zaeed aus ME2 und ME3 stechen nun beispielsweise auffällig hervor, wohingegen sie in den alten Spielen eher verwaschen aussehen.

Generell wirken Figuren – ganz egal, ob Alien oder Mensch – viel lebensechter, was kleinen Details wie Hautunreinheiten und Schönheitsfehlern sowie der verbesserten Darstellung von Augen und Haaren zu verdanken ist. Und schaut euch mal Thanes Uniform auf den oberen Vergleichsbildern genauer an: Im Remaster sind jetzt sogar einzelne Muster und Maschen erkennbar.

Die Umgebungen sehen dank knackiger Texturen ebenfalls sichtbar schöner aus als früher, wobei hier insbesondere die Beleuchtung ins Auge sticht. Gebiete wie Eden Prime und Virmire aus dem allerersten Mass Effect profitieren beispielsweise von simplen Kniffen der Entwickler*innen: Sie haben die Sonne versetzt und verleihen den Umgebungen dank neuer Lichteinstrahlung eine dichtere Atmosphäre. Partikeleffekte wie Staub, Asche und Nebel hauchen den Planeten zusätzlich (neues) Leben ein.

Aber an dieser Stelle noch einmal die Betonung: Bei der Legendary Edition handelt es sich "nur" um ein Remaster, das die Shepard-Trilogie zwar deutlich verschönert, aber nicht auf heutige Standards hebt. Zur Erinnerung: Mass Effect kam 2007 auf den Markt, Mass Effect 2 erschien 2010, Mass Effect 3 kam zwei Jahre später, und dieses Alter können die optischen Anpassungen der Legendary Edition nicht verschleiern.

Mass Effect Legendary Edition verbessert Charaktere optisch spürbar, dank ihrer eher mechanschen Mimik wirken sie gerade beim Sprechen jedoch wie Puppen. Mass Effect Legendary Edition verbessert Charaktere optisch spürbar, dank ihrer eher mechanschen Mimik wirken sie gerade beim Sprechen jedoch wie Puppen.

Beispielsweise wirken menschliche Charaktere dank ihrer starren Mimik seltsam puppenhaft. Umgebungen kommen trotz Verbesserungen in Sachen Dichte und Detailgrad nicht an vergleichbare "Open Field-"Levels aus modernen Spielen wie beispielsweise The Last of Us Part 2 heran.

Genau das, was die Fans wollen

Doch Optik hin oder her: Besonders auffällig ist, mit welch einer Liebe zum Detail BioWare an die Legendary Edition herangegangen ist. Wie Producerin Crystal Mccord während des Livestreams erklärt, habe das Team im Vorfeld tonnenweise Feedback aus Fanforen sowie von Cosplayer*innen und Modder*innen gesammelt. Das schlägt sich insbesondere in vielen Kleinigkeiten und Quality of Life-Verbesserungen nieder, darunter:

  • Vereinheitlichte und modernisierte HUDs
  • Verbesserte KI unserer Feinde
  • Aufhebung klassenbasierter Waffen-Restriktionen (können benutzt, aber nicht trainiert werden)
  • Angleichung der Steuerung zwischen allen drei Titeln
  • Vereinfachte und angepasste Minispiele wie das Hacken

Default-Femshep endlich einheitlich: Dabei ist besonders schön zu hören, dass mit der Legendary Edition nun auch der weiblichen Standard-Variante von Shepard etwas mehr Liebe und Aufmerksamkeit zuteil wurde. Denn zum Leidwesen vieler Fans sah Standard-FemShep im Gegensatz zum männlichen Default-Shepard in jedem Teil immer etwas anders aus. Aber das ist nun Geschichte: Ihr Look wurde jetzt der Version aus Mass Effect 3 angeglichen und ist über alle drei Teile hinweg einheitlich.

FemShep kommt in der Mass Effect Legendary Edition endlich im einheitlichen Look daher. FemShep kommt in der Mass Effect Legendary Edition endlich im einheitlichen Look daher.

Viel Liebe für Mass Effect 1

Der erste Teil der Shepard-Trilogie hat vom Entwicklerteam die meiste Arbeit abverlangt und stand entsprechend im Fokus unserer Präsentation. Denn im Gegensatz zu den shooterlastigeren Nachfolgern ist das Seriendebüt eher schlecht gealtert und deshalb heutzutage kaum oder nur noch mit viel Geduld spielbar. Schuld daran tragen unter anderem hakelig steuerbare Fahrzeugpassagen und die schwammige, unausgereifte Schießmechanik. Genau daran will das Team nun aber schrauben.

Um das erste Mass Effect spielmechanisch an den zweiten und dritten Teil anzugleichen, passt BioWare die Waffenbalance an und optimiert die HUD, sodass nun Shepards Lebensleiste sichtbar ist. Zudem profitieren wir jetzt von einer Zielhilfe, was das Schießen deutlich vereinfachen sollte.

Dank Zielhilfe und HUD-Anpassungen soll das Schießen im ersten Teil an die Nachfolger angeglichen werden. Ob sich das letztendlich genauso smooth spielt, können wir jetzt noch nicht beurteilen. Dank Zielhilfe und HUD-Anpassungen soll das Schießen im ersten Teil an die Nachfolger angeglichen werden. Ob sich das letztendlich genauso smooth spielt, können wir jetzt noch nicht beurteilen.

Ebenfalls cool: Die Steuerung des vormals sehr klobigen, ungelenken Makos wurde überarbeitet und endlich (!) lassen sich leidige Fahrten mit dem Aufzug komplett überspringen. Vielleicht habt ihr es ja schon längst verdrängt: Fahrstuhlfahrten dienten im Original schlicht und einfach zur Verschleierung von Ladezeiten, dauerten aber eine gefühlte Ewigkeit und gelten innerhalb der Community als berüchtigtes Meme. Keine Sorge übrigens: Wer in Nostalgie schwelgen möchte, kann noch immer Fahrstuhl fahren, allerdings sind die Ladezeiten um einiges kürzer, auch wenn wir sie nicht skippen.

Selbst anspielen konnten wir die Legendary Edition übrigens nicht, weshalb wir uns noch kein Urteil über die Performance erlauben können. Spannend bleibt außerdem die Frage, ob die vielen Quality of Life-Verbesserungen ausreichen, um insbesondere den sehr angestaubten ersten Teil heute wieder genießen zu können. Finale Antworten können wir erst dann liefern, wenn wir die Neuauflagen selbst auf Herz und Nieren prüfen. Bis hierhin sind wir aber angetan: Die Legendary Edition lässt Mass Effect 1, 2 und 3 besser aussehen als je zuvor und schraubt an den richtigen Ecken und Enden. Es ist schön, dass du wieder da bist, Commander!

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