Mass Effect: Legendary Edition verbessert Teil 1 und das ist bitter notwendig

Kurz vor Release der Legendary Edition hat Entwickler BioWare nochmal jede Menge Details zu Gameplay, Balancing und den größten Änderungen der Mass Effect-Trilogie verraten.

von Eleen Reinke,
08.04.2021 18:41 Uhr

Die Mass Effect-Trilogie bekommt nicht nur eine aufgehübschte Grafik, sondern auch einiges an Gameplay-Verbesserungen. Die Mass Effect-Trilogie bekommt nicht nur eine aufgehübschte Grafik, sondern auch einiges an Gameplay-Verbesserungen.

Nächsten Monat ist es soweit. Neun Jahre nach dem Ende der Shepard-Trilogie kehrt die Reihe mit der Mass Effect Legendary Edition am 14. Mai 2021 für PS4, Xbox One und PC zurück. Viele der Verbesserungen sind schon bekannt, wie grafische Updates, 4K-Unterstützung und eine Framerate von 60fps für PS4 Pro und Xbox One X. Auch fast alle DLCs haben es in die neue Edition geschafft, wenn auch der Multiplayer-Modus aus ME3 zur Enttäuschung vieler Fans auf der Strecke geblieben ist. Jetzt hat BioWare Community Manager Jay Ingram auf Reddit nochmal einen detaillierten Überblick zu allen Gameplay-Änderungen gegeben.

Kämpfe in Mass Effect 1 sollen weniger frustrieren

Es ist kein Geheimnis, dass der erste Teil der Trilogie noch einige Schwachstellen hatte, nicht zuletzt beim Kampfsystem. Eine Handvoll Verbesserungen sollen jetzt dafür sorgen, dass sich Kämpfe besser anfühlen. So wird die Genauigkeit und Handhabung aller Waffen verbessert und das Waffenschwanken beim Scharfschützengewehr komplett entfernt. Vorbei sind also die Zeiten, in denen das Zielen mit dem Scharfschützengewehr sich jedes mal wie eine Bootsfahrt auf stürmischer See anfühlte.

Zusätzlich gibt es noch einige Neuerungen:

  • jede Klasse kann alle Waffen ohne Nachteile nutzen
  • es gibt einen dedizierten Button für Nahkampfangriffe
  • alle Gegner nehmen einheitlich erhöhten Schaden durch Kopfschüsse

Viele kleine Verbesserungen im Gameplay

Neben dem Kampfsystem darf ME1 sich auch über eine Menge Quality of Life-Verbesserungen freuen. So kann Shepard jetzt auch außerhalb von Kämpfen sprinten, Bosse und Gegner wurden angepasst, um fairer zu sein (hoffen wir, dass der Kroganische Kampfmeister dazugehört) und das Levelcap beim ersten Durchspielen wurde aufgehoben.

Auch das Inventar lässt sich einfacher sortieren. Gegenstände, die ihr nicht braucht, könnte ihr jetzt als Müll kennzeichnen und sie dann zusammen entweder zu Omni-Gel konvertieren oder verkaufen.

Der Mako ist endlich kein Hüpfball mehr

Auch der M-35 Mako, der unter Fans besonders für seine störrische und oft unvorhersehbare Handhabung berüchtigt ist, bekommt eine Generalüberholung. Die Fahrphysik wurde verbessert, damit das planetare Fahrzeug sich wuchtiger anfühlt und weniger umherhüpft.

Zusätzlich kriegt der Mako auch eine neue Schubdüse für kurze Geschwindigkeitsschubs und ihr erhaltet im Mako keine verringerten Erfahrungspunkte mehr. Egal ob ihr euch also zu Fuß oder mit dem Gefährt durchballert, ihr bekommt die gleiche Anzahl an Erfahrungspunkten.

Der Mako bekommt in der Legendary Edition ein dringend nötige Generalüberholung spendiert. Der Mako bekommt in der Legendary Edition ein dringend nötige Generalüberholung spendiert.

Wie gut sich der neue Mako wirklich fährt, lässt sich wohl erst sagen, wenn wir die Legendary Edition in unseren Händen halten. Im Analyse-Video von IGN sieht es aber schon ziemlich gut aus.

In Mass Effect 3 zählt jetzt alles, was ihr bisher in der Trilogie gemacht habt

Natürlich erhält nicht nur ME1 ein wenig Liebe, auch die anderen Teile der Trilogie werden angepasst. So soll euch das verbesserte Deckungssystem verlässlicher in Deckung gehen und wieder hervorkommen lassen. Der Charaktereditor bekommt zudem nicht nur neue Optionen für Hautfarben und Frisuren, auch die beliebte Standardoption für die weibliche Shepard aus ME3 gibt es nun in den ersten beiden Teilen.

Um den Wegfall des ME3-Multiplayers und der Companion App zu kompensieren, erhält außerdem das Galaxy at War-System aus ME3 einige Anpassungen. Statt dass eure Online-Gefechte mitbestimmen, welches Ende ihr erhalten könnt, wertet das Spiel jetzt zusätzlich euren Fortschritt aus den beiden Vorgängerteilen. Das heißt allerdings auch, dass es schwieriger wird, ein gutes Ende zu bekommen, wenn ihr nur Mass Effect 3 spielen wollt.

Was die Legendary Edition noch alles verbessert, erfahrt ihr hier im Video:

Mass Effect: Legendary Edition - Das ist wirklich neu im Remaster 10:33 Mass Effect: Legendary Edition - Das ist wirklich neu im Remaster

Ein frischer Anstrich tut gut

Es ist schön zu sehen, dass BioWare sich bei der Legendary Edition nicht nur auf technische Verbesserungen verlässt, sondern auch das etwas angestaubte Gameplay der Trilogie modernisiert.

Vor allem das erste Mass Effect würde es wohl schwer haben, Neulinge von der RPG-Reihe zu überzeugen. Gleichzeitig scheinen die Anpassungen nur einzelne Details zu betreffen, daher bleibt zu hoffen, dass das grundsätzliche Spielgefühl von einst erhalten bleibt. Dann würde auch dem Nostalgie-Ausflug langjähriger Fans nichts im Wege stehen.

Seid ihr mit den Änderungen zufrieden? Sind es euch zu wenige oder vielleicht doch gar zu viele?

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