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Mercenaries im Test

GTA goes Krieg: Lest auf den folgenden Seiten, was passiert, wenn sich die Entwickler der Militär-Simulation Full Spectrum Warrior von der beliebten Action-Reihe inspirieren lassen.

09.02.2005 09:06 Uhr

Mit einem Knopfdruck bemannt ihr Geschützstellungen, mit denen ihr die Gegner gleich reihenweise zur Hölle jagen könnt. Als besonders effektiv, aber etwas langsam, haben sich im Test die panzerbrechenden Raketenwerfer erwiesen. Screen: XboxMit einem Knopfdruck bemannt ihr Geschützstellungen, mit denen ihr die Gegner gleich reihenweise zur Hölle jagen könnt. Als besonders effektiv, aber etwas langsam, haben sich im Test die panzerbrechenden Raketenwerfer erwiesen. Screen: Xbox

Egal, ob die Medal of Honor-Reihe, Call of Duty (Test in 02_05) oder die für das vierte Quartal angekündigte Konsolen-Umsetzung des PC-Hits Battlefield: Kriegsspiele sind in. Und die GTA-Reihe von Rockstar Games gehört zu den populärsten und erfolgreichsten Videospielen überhaupt. Warum also diese beiden Erfolgsformeln nicht zu einem neuen Geheimrezept vermischen? So in etwa müssen die Entwickler von Pandemic (Full Spectrum Warrior, Star Wars: Battlefront) gedacht haben, als sie das Konzept für Mercenaries entwarfen. Glücklicherweise wurde das Prinzip einer offenen, dreidimensionalen Spielwelt nicht nur kopiert, sondern konsequent mit eigenen Ideen angereichert. Wir testen in dieser Ausgabe die komplett eingedeutschte Xbox-Fassung, den PlayStation-2-Nachtest lest ihr im kommenden Heft.

Düstere Zukunft

Anstatt ein vergangenes Kriegs-Kapitel der Menschheitsgeschichte als Hintergrundszenario zu benutzen, erdachte Pandemic einen eigenen Konflikt. Dieser ist bedrohlich nahe an die aktuelle weltpolitische Lage angelehnt. Im Nordkorea der nicht allzu fernen Zukunft tobt ein unerbittlicher Krieg - die US-Alliierten, die Russische Mafia, Nord- und Südkorea sowie China liegen im Clinch. Ihr verkörpert wahlweise einen von drei Einzelkämpfern, der für seine Agentur »ExOps« im Kriegsgebiet arbeitet. Ihr zieht entweder mit dem bulligen US-Söldner Chris Jacobs, der britischen Schleich-Koryphäe Jennifer Mui oder dem schwedischen Sprengstoffspezialisten Mattias Nilsson in die Schlacht. Euer Hauptziel ist es, flüchtige Mitglieder des alten kommunistischen Regimes in Nordkorea dingfest zu machen, bevor sie einen nuklearen Angriff starten. Nacheinander stöbert ihr die Gauner auf, die Teil des »52er Kartendecks« sind, bis ihr euch schließlich den Oberschurken General Song vorknöpft

Für jeden Abschuss gegen eine verfeindete Partei kassiert ihr Kohle. Satte Explosionen gibt's obendrein. Screen: XboxFür jeden Abschuss gegen eine verfeindete Partei kassiert ihr Kohle. Satte Explosionen gibt's obendrein. Screen: Xbox

Je nach gewähltem Charakter spielt sich Mercenaries minimal anders, der grundsätzliche Ablauf bleibt aber gleich. Ihr erforscht zu Fuß oder in einem von rund 25 Fahrzeugen wie Panzern, Jeeps, Hubschraubern oder Transportern ein großzügig dimensioniertes 3D-Kriegsgebiet. Dieses ist in etliche Einzelschauplätze, Stadtgebiete und Naturabschnitte unterteilt, die ohne Ladezeiten miteinander verbunden sind. Eure Spielfigur manövriert ihr aus der Verfolgerperspektive, mit dem rechten Analog-Stick justiert ihr die Kamera nach. Die Auftraggeber besucht ihr in beliebiger Reihenfolge und pickt euch die lukrativsten und spannendsten Jobs heraus. Über 50 Missionen wollen insgesamt gelöst werden, wobei fleißige Zocker noch dutzende Nebenaufträge und Minispiele in der Spielwelt entdecken. Durch euer Verhalten beeinflusst ihr die Beziehung zur jeweiligen Partei: Bleibt ihr beispielsweise stets den Amis treu ergeben, macht ihr euch bei den asiatischen Nationen kaum Freunde. Ein Stimmungsbarometer in den Statistik-Menüs zeigt euch an, wie es um eure Beziehung zu den einzelnen Nationen steht.

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