Noch bevor Metro 2039 final enthüllt wurde, postete Buchautor Dmitry Glukhovsky folgenden Satz: "Das neue Spiel wird düsterer als alles, was ihr bislang gesehen habt" (via X).
Was hinter der Aussage steckt und dass es sich dabei wohl nicht nur um eine dahergesagte Phrase handelt, kann ich nach dem großen Reveal und den Aussagen von Entwickler 4A Games jetzt genauer einordnen.
Die düstere Geschichte von Metro 2039
Als Basis von allem, was nun folgt, muss euch eines bewusst sein: 4A Games ist ein ukrainisches Studio, das das neue Spiel seit nunmehr vier Jahren inmitten des russischen Angriffskriegs entwickelt. Geht es um die Story von Metro 2039, fand laut eigener Aussage nach Kriegsbeginn 2022 ein Umdenken statt.
Ein vom Krieg gezeichneter Shift, der eine Frage über alles stellt: Welchen Preis musst du bezahlen, um eine Zukunft zu haben?
In Metro 2039 geht es also nicht mehr primär darum, was eine Post-Apokalypse mit den verbliebenen Überlebenden macht, sondern was ein Krieg in uns auslöst.
Und mit dem russischen Angriff auf die Ukraine als Hintergrund, vermischen sich im Spiel demnach auch Fiktion und Realität mehr denn je. Und nichts ist bekanntlich düsterer und grausamer als das wahre Leben.
Faschismus und Albträume
Dass als Antagonist das faschistische Novoreich und mit Hunter – Artjoms Mentor aus Metro 2033 – ein 'Führer' die alleinige Herrschaft und Kontrolle über die Moskauer Metro übernimmt, kommt daher nicht von ungefähr. 4A Games zeigt bereits im ersten Cinematic-Trailer, wie Kinder verschleppt und in den eigenen Machtapparat integriert sowie dadurch auch manipuliert werden.
Auf der Gegenseite erleben wir die Geschichte aus der Perspektive von "Stranger", der von Albträumen geplagt auf der Suche nach seiner Familie ist. Und der jetzt sogar an den Ort zurückkehrt, von dem er einst verstoßen wurde – unterjocht von dem Regime, das für seine Albträume verantwortlich ist.
All das ist politisch extrem aufgeladen und wahrlich keine leichte Kost.
6:10
Metro 2039 zeigt erstes Gameplay in düsterem Story-Trailer
Die ersten Eindrücke von Metro 2039 werfen zudem die Frage auf, ob trotz des Mitwirkens von Dmitry Glukhovsky der zuvor stets galgenhumorige Ton vieler NPCs noch vorhanden ist. Oder ob nicht nur die Handlung selbst düsterer ist, sondern auch der generelle Ton des Spiels.
Metro 2039 soll im Winter 2026 für PS5, Xbox Series X/S und PC erscheinen.
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