US-Behörde verklagt Microsoft jetzt wegen des geplanten Activision Blizzard King-Deals

Microsoft kann Activision Blizzard King vielleicht nicht nur nicht kaufen. Jetzt wird der Mega-Konzern wegen des geplanten Deals sogar von der US-Behörde FTC verklagt.

Microsfts Übernahme-Deal mit Activision Blizzard King kann womöglich erst einmal nicht über die Bühne gehen. Microsfts Übernahme-Deal mit Activision Blizzard King kann womöglich erst einmal nicht über die Bühne gehen.

Microsoft wird wegen der geplanten Übernahme Activision Blizzard Kings jetzt auch noch verklagt. Die US-Behörde FTC (Federal Trade Commission) will den Deal offenbar durch diese Klage verhindern. Sollte die Klage erfolgreich sein, würde dadurch wohl die Übernahme verhindert. Das Ziel sei, Microsoft davon abzuhalten, die Kontrolle über bisher unabhängige Studios zu gewinnen und so den Wettbewerb drastisch zum eigenen Vorteil zu beeinflussen.

Microsoft wird wegen der ABK-Übernahme jetzt sogar verklagt

Ausschlag gegeben hat wohl ein Deal aus der Vergangenheit. Die FTC argumentiert, dass Microsoft nach der Übernahme von Zenimax und Bethesda dazu übergegangen ist, Starfield sowie Redfall als Exclusives auf den Markt bringen zu wollen. Obwohl vorher europäischen Behörden gegenüber versichert worden sei, dass nicht geplant sei, anderen, rivalisierenden Plattformen Spiele vorzuenthalten.

Dementsprechend sei jetzt auch nicht davon auszugehen, dass Microsoft im Hinblick auf Spiele aus dem Hause Activision Blizzard King anders verfahren würde, sollte der Übernahme-Deal gelingen. Obwohl Microsoft innerhalb der letzten Wochen fleißig das Gegenteil versichert hat – zumindest, wenn es um Call of Duty geht:

Was heißt das jetzt? Das bleibt noch etwas unklar. Aber offensichtlich kann die Übernahme vorerst nicht einfach so über die Bühne gehen. Ob sie überhaupt gelingt, wird wohl erst die Zeit zeigen. Dabei dürfte auch der Erfolg oder Misserfolg dieser Klage des FTCs eine große Rolle spielen.

Das sagt Microsoft: Der Präsident Brad Smith äußert sich in einem Statement folgendermaßen.

"Während wir daran geglaubt haben, Frieden eine Chance zu geben, haben wir komplettes Vertrauen in unseren Fall und heißen die Gelegenheit willkommen, unseren Fall vor Gericht zu präsentieren."

Das sagt Activision: Der extrem umstrittene Noch-CEO von Activision, Bobby Kotick, hat sich ebenfalls bereits zu der FTC-Klage zu Wort gemeldet. Er sei davon überzeugt, die Angelegenheit zu gewinnen, auch wenn sich die "regulative Umgebung auf Ideologie und falsche Vorstellungen von der Tech-Industrie fokussieren" würde.

Währenddessen verklagt Activision Blizzard jetzt wohl umgekehrt auch noch eine Behörde, die zuvor Activision Blizzard wegen sexueller Belästigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz verklagt hatte. Mehr dazu erfahrt ihr bei Axios, zu den bisherigen Vorfällen gibt es hier mehr:

Klage gegen Activision Blizzard: Aktuell ist gegen Activision Blizzard eine Klage wegen Diskriminierung, sexuellen Übergriffen und schlechten Arbeitsbedingungen im Gange. Alle Infos zu den Vorwürfen von vor einigen Monaten findet ihr hier, alles zum Skandal rund um CEO Bobby Kotick hier. Einen Kommentar von GamePro-Chefredakteurin Rae Grimm bezüglich unserer Berichterstattung zum Thema findet ihr hier.

Um dieser Schlammschlacht noch etwas Positives entgegen zu setzen: In der Nacht von gestern auf heute haben die Game Awards 2022 stattgefunden. Dabei wurden nicht nur einige der besten Spiele des Jahres ausgezeichnet, sondern auch diverse Neuankündigungen enthüllt, wie zum Beispiel Hades 2. Alle Ankündigungen und Trailer in der Übersicht findet ihr in diesem GamePro-Artikel.

Glaubt ihr, dass die ABK-Übernahme durch Microsoft überhaupt noch irgendwann stattfindet?

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