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Microsoft will nicht, dass es Sony schlecht geht, sagt Xbox-Chef

Damit es der Xbox One gut geht, muss es der PS4 nicht schlecht gehen, sagt Phil Spencer. So funktioniere die Industrie heutzutage einfach nicht mehr.

von Hannes Rossow,
29.07.2019 12:31 Uhr

Phil Spencer steht für die Xbox-Marke wie kein Zweiter, doch in Sachen Konkurrenzkampf bleibt er immer entspannt. Phil Spencer steht für die Xbox-Marke wie kein Zweiter, doch in Sachen Konkurrenzkampf bleibt er immer entspannt.

Auch wenn Videospiele für die meisten Spieler eigentlich nur ein Hobby sind, ist die Industrie dahinter ein hart umkämpfter Markt, bei dem es oft genug ums Überleben geht. Gerade der Konkurrenzkampf von Microsoft und Sony wird immer wieder heraufbeschworen und die beiden Mitbewerber werden miteinander verglichen und gegeneinander aufgewertet.

Microsoft pflegt gute Beziehungen zu Sony

Doch das muss nicht heißen, dass es zwischen Sony und Microsoft automatisch böses Blut gibt und man sich gegenseitig Misserfolge wünscht. Zumindest ist das absolut nicht die Ansicht, die Xbox-Chef Phil Spencer vertritt.

In einem Video-Interview mit Fortune wurde Spencer auf die Beziehungen zu Sony angesprochen und gefragt, ob der Erfolg von Microsoft eigentlich mit den Fehlschlägen der Konkurrenz zusammenhängt:

"Ich höre immer auf die Community, aber Leute, die andere fallen sehen wollen, damit das grüne Team (die Xbox-Marke, Anm. d. Red.) erfolgreich sein kann - so bin ich nicht. Als der Sony-Deal bekannt wurde, gab es Leute, die gefragt haben: 'Warum helft ihr denen denn?'

Dabei haben wir seit Jahren und Jahren eine Geschäftsbeziehung mit Sony. Sony verkauft PCs und nutzen Windows, sie nutzen unsere Entwickler-Tools, um Spiele zu machen. Die Idee, dass der einzige Weg zum Erfolg darin liegt, jemand anderen runterzuziehen, ist einfach nicht die Weise, wie die Industrie heute funktioniert. Es stimmt einfach nicht."

Weiter erklärte Spencer, dass Microsoft eigentlich sogar einer der größten Third Party-Publisher von Sony ist. Schließlich wird ja auch Minecraft auf PlayStation-Plattformen veröffentlicht. Spencer hatte sich in der Vergangenheit schon öfter vom "Konsolenkrieg"-Denken distanziert.

Glaubt ihr, dass Sony und Microsoft gleichzeitig erfolgreich sein können?

Phil Spencer räumt Fehler ein
"Wir haben beim First Party-Lineup nicht den besten Job gemacht"


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