OLED-Burn in ist ein bekanntes Problem - aber die neue Switch soll's laut Nintendo verhindern

OLED-Displays wie das der neuen Nintendo Switch können unter burn-in leiden. Wir klären, was das ist und was laut Nintendo dagegen helfen kann.

von David Molke,
02.08.2021 15:33 Uhr

Bei der Switch OLED sollte Burn-in eigentlich kein Problem sein, wenn ihr ein paar Tipps von Nintendo befolgt. Bei der Switch OLED sollte Burn-in eigentlich kein Problem sein, wenn ihr ein paar Tipps von Nintendo befolgt.

Die neue Nintendo Switch kommt mit einem OLED-Bildschirm daher. Der bringt jede Menge Vorteile wie höheren Kontrast mit sich, aber macht manchen Menschen auch schon Sorgen. OLED-Displays können nämlich ein Problem bekommen, das sich Burn-in nennt. Dabei brennen sich bestimmte Elemente nach längerer Zeit quasi auf dem Bildschirm ein und hinterlassen ein schemenhaftes, dauerhaft sichtbares Bild. Aber Nintendo erklärt in einem Statement, wie ihr beim neuen Switch OLED-Modell dagegen vorsorgen könnt.

OLED-Bildschirme wie der der neuen Switch könnten ein Problem bekommen: Burn-in

Darum geht's: Die Nintendo Switch erscheint noch einmal neu als OLED-Modell. Das heißt, die neue Version bekommt einen etwas größeren Bildschirm, einen stabileren, breiteren Ständer, bessere Lautsprecher und noch einige andere Verbesserungen. Was das im Detail ist, lest ihr in unserer GamePro-Übersicht zur Switch OLED oder seht ihr hier:

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Was ist Burn-in? OLED-Displays können unter dem sogenannten Burn-in-Phänomen leiden. Das bezeichnet die Möglichkeit, das sich bestimmte Bildelemente quasi dauerhaft "einbrennen" könnten. Wie zum Beispiel das Logo eines TV-Senders, wenn auf einem OLED-Fernseher tagelang ununterbrochen immer nur ein- und derselbe Sender läuft. Womöglich ist das Logo dann irgendwann auch zu sehen, wenn ihr zum Beispiel einen Film schaut, bei dem gar kein Logo sichtbar sein sollte.

Das Phänomen beschreiben enttäuschte User immer wieder mal, unter anderem zum Beispiel auch bei OLED-Monitoren. Wenn ihr so einen sehr lange zum Arbeiten nutzt, kann es beispielsweise sein, dass irgendwann die Windows-Startleiste permanent sichtbar ist. Oder bei Games: Wenn ihr über viele Hunderte Stunden immerzu nur ein Spiel spielt, könnten zum Beispiel HUD-Elemente wie die Energieleiste oder ähnliches eingebrannt werden.

Das sagen Experten und das sagt Nintendo zum möglichen Burn-in bei der Switch OLED

Weniger dramatisch, als es klingt: Burn-in bei OLED-Fernsehern, Monitoren oder Handys tritt nur in sehr seltenen Fällen auf. Diese Schwierigkeiten gibt es nicht bei allen entsprechenden Displays und sie hängen noch dazu stark von eurem Nutzungsverhalten ab. In einem cnet-Kommentar beruhigt der Tech-Tester David Katzmair alle, die sich um möglichen Burn-in bei der Switch Gedanken machen: Normalerweise sollte das kein Problem werden, wenn ihr unterschiedliche Spiele spielt.

Das sagt Nintendo: Laut Nintendo kann der sogenannte Burn-in zwar durchaus auftreten, falls ihr statische Visuals über sehr lange Zeit anzeigen lasst. Aber zum Glück gibt es auch einige Dinge, die ihr tun könnt, um vorzubeugen. Zum Beispiel sollte helfen, die automatischen Helligkeitseinstellungen zu nutzen. Auch die Funktion, dass sich eure Switch automatisch in den Standby-Modus verabschiedet, wenn ihr sie nicht nutzt, kann vorbeugend wirken.

"Nutzer*innen können präventive Maßnahmen ergreifen, um den Bildschirm zu schützen, indem sie Standard-Features nutzen, die zu den Nintendo Switch-Systemen gehören. Wie zum Beispiel die automatische Helligkeits-Funktion, um den Bildschirm davon abzuhalten, zu hell zu werden und die Auto-Sleep-Funktion, um nach kurzen Zeiträumen in den automatischen Sleep-Modus zu schalten."

Insgesamt sei das OLED-Display der neuen Nintendo Switch aber auf Langlebigkeit ausgelegt. Wenn ihr jetzt nicht gerade 1000 Stunden am Stück Zelda BotW spielt, solltet ihr eigentlich keine Probleme haben. Die neue Switch soll noch dieses Jahr auf den Markt kommen. Genau wie für Metroid Dread wurde als Release-Datum der 8. Oktober 2021 bekannt gegeben.

Macht ihr euch Sorgen um Burn-in? Habt ihr solche Probleme schon mal im Zusammenhang mit OLED-Displays erlebt und wenn ja, woher kamen sie?

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