Vor 24 Jahren hat Oliver Kahn erfolgreich EA wegen FIFA 2002 verklagt und hieß darum später im Fußballmanager einfach "Jens Mustermann"

Oliver Kahn gilt als deutsche Fußball-Legende, war aber in FUT ewig nicht als Icon-Karte am Start und hieß beispielsweise im Fußball Manager einfach nur Jens Mustermann.

Oliver Kahn war in EA Sports FC 26 dann endlich wieder mit von der Partie – nach jahrelangem Hin und Her. Oliver Kahn war in EA Sports FC 26 dann endlich wieder mit von der Partie – nach jahrelangem Hin und Her.

Oliver Kahn stand lange mit ganz oben auf der Wunschliste für die FUT Icons-Karten. Die temperamentvolle Fußball-Legende aus Deutschland glänzte aber viele Jahre lang vor allem mit Abwesenheit, wenn es um die Fußballspiele von EA ging. Was an seiner Klage wegen FIFA 2002 gelegen und ihm einen kuriosen Spitznamen eingebracht hat.

Oliver Kahn vs. Electronic Arts: 1:0

Oliver Kahn war vor 24 Jahren alles andere als begeistert davon, dass unter anderem auch mit seinem Namen Geld verdient wurde, ohne dass er gefragt worden wäre. Stein des Anstoßes war das EA-WM-Spiel FIFA 2002, in dem der Nationalspieler und Torhüter ebenfalls mit von der Partie war.

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Weil er dem aber nie zugestimmt hatte, zog Oliver Kahn vor Gericht – und gewann. Obwohl Electronic Arts beziehungsweise EA Sports einen Deal mit der FIFPro hatte, war die Nutzung von Oliver Kahns Namen und Antlitz damals wohl nicht dadurch abgedeckt. Der Spieler war dort nämlich anscheinend gar kein Mitglied.

Mit dem Ergebnis, dass Oliver Kahn 2003 dann vor Gericht Recht bekommen hatte (via: Stern). Allerdings brachte ihm das relativ wenig. Die Verbreitung des Spiels FIFA 2002 musste eingestellt werden. Zum Zeitpunkt seines Triumphs vor Gericht war aber bereits der Nachfolger FIFA 2003 veröffentlicht worden.

Aber zum Beispiel die Werbung mit einem blonden Torhüter für FIFA 2002 (die Oliver Kahn eigentlich auch verbieten lassen wollte) war damals nicht davon betroffen. Nicht jeder blonde Torwart sei automatisch auch Oliver Kahn, meinte der Richter offenbar (via: Spiegel Online).

Fortan wurde Oliver Kahns Name und Look nicht mehr einfach so in Videospielen genutzt. Im Gegenteil: In den FIFA-Titeln von EA fehlte der Spieler viele Jahre komplett, und andere Titel wurden regelrecht kreativ. Bis heute wird zum Beispiel davon ausgegangen, dass Oliver Kahn wegen seiner Klage gegen EA im Fußballmanager einfach nur "Jens Mustermann" genannt wurde.

Mittlerweile hat Electronic Arts zwar keine offizielle FIFA-Lizenz mehr (die wird von Netflix mit einem offenbar sehr durchwachsenen Spiel zur aktuellen WM genutzt), dafür ist aber Oliver Kahn wieder zurück auf dem Platz. Seit letztem Jahr gibt es den Torwart als ICON in EA Sports FC 26. Und in einem Werbevideo dazu ist er ebenfalls aufgetreten.

Was bei vielen Fußballfans von früher natürlich regelrechte Begeisterungsstürme ausgelöst hat. Allgemein herrschte einfach große Freude darüber, dass die Streitigkeiten allem Anschein nach beigelegt werden konnten.

Was sagt ihr zu dem legendären Rechtsstreit und der undurchsichtigen Lizenz-Situation auf dem Fußball-Videospiel-Markt?


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