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Pacer im Test: Wipeout-Rivale mit Motorschaden

Die irre schnellen Antigravitations-Rennen von Pacer lassen selbst WipEout 2048 lahm erscheinen. Die Testrunde zeigt, ob der waffenlastige Future-Racer dem Vorbild davonziehen kann.

von Alex Ney,
02.11.2020 19:02 Uhr

Pacer Im GamePro-Test für PS4 und Xbox One. Pacer Im GamePro-Test für PS4 und Xbox One.

In Pacer für die PS4 (die Xbox-One-Version lässt sich noch etwas Zeit) schwingen wir uns in einen bewaffneten Antischwerkraftgleiter, um mit bis zu zehn Kontrahenten um die Wette zu rasen. Und zwar richtig schnell! Selbst die langsamste Rennklasse des Spiels bringt es auf über 600 Sachen, die dann nicht bloß auf dem Tacho stehen, sondern sich auch deutlich in der Magengrube bemerkbar machen.

Zu beißend elektronischer Big-Beat-Musik geht es durch fiese Haarnadelkurven, gleißend helle Glastunnel, ultraschnelle Doppel-Loopings und über turmhohe Bodenwellen. Dabei kommt es immer wieder zu geschäftigen, optisch imposanten Ballereien, deren Ausgang oftmals den Rennsieger bestimmt. Es ist R8 Games' Beharrlichkeit zu verdanken, dass all dies im Spiel tatsächlich auch beinahe so spaßig ist, wie es zunächst klingt. Denn hinter dem Namen Pacer verbirgt sich das generalüberholte Formula Fusion, dessen PC-Version 2019 wegen eklatanter Mängel bei Steam aus dem Verkauf genommen wurde. Doch ist nach der gründlichen Inspektion wirklich alles gut? Fest steht: Pacer startet nicht außer Konkurrenz.

Wenige Gleiter, viele Möglichkeiten

Was sich gegenüber der Vorgängerversion nicht verändert hat, ist die Anzahl an spielbaren Schwebe-Boliden. Die fünf verschiedenen Modelle erinnern an ihre Kollegen von Wipeout 2048 - und verfügen über je vier Antriebs-Voreinstellungen, die etwa die Beschleunigung oder das Driftverhalten verändern. Darüber hinaus können wir aus vier Standardwaffensets wählen, wobei sich die beiden Knarren-Slots auch nach eigenem Gusto belegen lassen.

Insgesamt gibt es acht unterschiedliche Wummen, darunter die fett ratternde Gauss-Kanone. Sie schießt sich zunächst durch den Energieschild eines Gleiters, und bringt diesen nach Verlust der Hülle zur Explosion. Energiewaffen wie die zielsuchenden Nanoraketen oder die sich nach vorn ausweitende Schockwelle haben eine schwächere Wirkung, stören aber den Gegner und verschaffen uns so Rennvorteile.

In Pacers Hochgeschwindigkeitsrennen kämpfen bis zu zehn Antischwerkraftgleiter um die Goldmedaille. Dabei kommen auch Waffen zum Einsatz. In Pacers Hochgeschwindigkeitsrennen kämpfen bis zu zehn Antischwerkraftgleiter um die Goldmedaille. Dabei kommen auch Waffen zum Einsatz.

Zudem gibt es nicht zerstörerische Waffen wie den Flashbang-Blitz oder ein Energielasso, das den jeweils anvisierten Gleiter einfängt und ausbremst. An allen Waffen ist seit Formula Fusion merklich geschraubt worden: Waren die Treffer von Kanonen und Energiestrahlen vorher fast wirkungslos, ist es jetzt kein Problem mehr, unsere Gegenspieler in Flammen aufgehen zu lassen.

Rennen über den Wolken

Für den Kampf um die Goldmedaille stehen in vier Rennklassen (sprich: Schwierigkeitsgraden) 14 abgefahren-futuristische Strecken zur Verfügung. Manche davon sehen übrigens so schick aus, dass wir stellenweise glatt anhalten möchten, um sie zu genießen. Midtown Trafik ist ein für Anfänger geeigneter Kurs durch eine geisterhafte Großstadt, Niagara bringt uns in die Nähe wirklich traumhafter Riesenwasserfälle, Atlas Torres führt durch eine helle Metropole über den Wolken, und Freeway beeindruckt mit einer gläsernen Röhrenpiste. Nur wenige Strecken geben sich im Hinblick auf die Zukunft optimistisch und lassen Bäumen oder Büschen Platz.

Was die Kurse neben dem gelegentlichen Achterbahnfeeling alle gemein haben, ist die üppige Ausstattung mit Power-ups. Dabei handelt es sich um die schon aus Wipeout bekannten Schild-, Hüllen- und Geschwindigkeits-Boosts. Letztere sind übrigens stets so platziert, dass sie auch den Spielspaß boosten. Besonders ein mit Tempopfeilen gepflasterter Looping bringt Pilotenaugen zum Leuchten.

Gleich geht es aufwärts: Die Loopings erzeugen ein echtes Achterbahngefühl – besonders dann, wenn sie mit Tempo-Boostern gepflastert sind. Gleich geht es aufwärts: Die Loopings erzeugen ein echtes Achterbahngefühl – besonders dann, wenn sie mit Tempo-Boostern gepflastert sind.

Etwas doof ist es allerdings, dass elf dieser Rennstreckenschönheiten erst freigeschaltet werden müssen. Selbst ihre Variationen (vorwärts, rückwärts, gespiegelt, Tag, Nacht) sind mit teils überhöhten Credit-Preisschildern versehen. Dadurch geraten diejenigen ins Hintertreffen, die wenig bis keine Erfahrung mit Wipeout gesammelt haben. Denn das Gewinnen von Rennen - und somit das Verdienen von Credits - ist in Pacer wahrlich kein Zuckerschlecken, zumal die Gegner-KI im Vergleich zu Formula Fusion erheblich verbessert wurde.

Freudlose Karriere

Es gibt insgesamt neun Renn-Modi, in denen wir Ruhm und Credits verdienen können. Wie immer spülen die ersten drei Plätze am meisten in die Kassen, wobei der letzte Rang immerhin mit einem Klimpern in der Kaffeekasse belohnt wird. Neben klassischen Kopf-an-Kopf- und Zeit-Wettbewerben stehen auch Zehn-Spieler-Onlinerennen sowie unkonventionelle Aufgaben auf dem Plan. In Storm zum Beispiel müssen wir versuchen, mit unserem Gleiter im Auge eines wabernden Plasmasturms zu bleiben, der mit mittlerer Geschwindigkeit vor uns herzieht. Gelingt uns das nicht, und sei es nur für wenige Sekunden, wird unser Bolide zerstört.

Im Storm-Modus bewegt sich ein gelblicher Plasmasturm vor uns her. Geraten wir außerhalb des Auges, wird unser Gleiter zerstört. Im Storm-Modus bewegt sich ein gelblicher Plasmasturm vor uns her. Geraten wir außerhalb des Auges, wird unser Gleiter zerstört.

Das Herzstück eines jeden Racers aber ist der Karriere-Modus - und der fällt in Pacer leider wenig befriedigend aus. Das liegt weniger an seiner durchaus abwechslungsreichen Gestaltung, bei der nahezu alle Spielmodi zum Einsatz kommen. Nein, die Motivation trübt hier vielmehr der atmosphärearme Rahmen. So ist der Lohn für ein gewonnenes Event lediglich ein popeliges Glückwunsch-Fenster; es gibt weder Pokale noch feiernde Fahrer noch jubelnde Rennteams. Überhaupt ist in Pacer nicht ein menschliches Gesicht zu sehen, nicht einmal hinter den Rennplanken. Und so lernt man am Ende tatsächlich noch die bizarren Pappaufsteller in Fußballstadien zu schätzen.

Im Schatten von WipEout

Die Stärken von Pacer liegen bei der sehr guten Schwebephysik, dem imposanten Streckendesign und den spaßigen Feuergefechten. Weil der Hochgeschwindigkeits-Racer aber gänzlich auf Publikum, Siegerehrungen und richtig schmissige Musik verzichtet, will keine echte Rennatmosphäre aufkommen. Dazu kommt, dass sich der ein oder andere angesichts des in jeder Rennklasse wahnsinnigen Tempos überfordert fühlen könnte.

Aber Pacer hat ein noch viel größeres Problem - und das heißt Wipeout Omega Collection. Denn die hat im Grunde alles, was Pacer fehlt, inklusive eines lohnenswerteren Karriere-Modus. Für das R8-Wipeout spricht demnach eigentlich nur die bessere Grafik. Und unter Umständen das deutlich höhere Tempo. Doch wer weiß: Vielleicht werden die Entwickler Pacer ja noch ein weiteres Mal überarbeiten?

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