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Seite 2: Perils of Man im Test - Halb und halbgar

Neue Macken

Zu einem guten Adventure gehören Dia- wie Monologe - und die sind in Perils of Man durchgehend vertont: Anna führt im ersten Kapitel noch Selbstgespräche, bis sie den mechanischen Vogelbegleiter Darwin zur Seite gestellt bekommt. Obendrein haben Annas Mutter und ein Londoner Theaterbetreiber einiges zu quatschen. Der erzählerische Funke mag aber auch wegen der Kürze der Dialoge nicht so recht überspringen. Beizeiten wirkt die deutsche Vertonung zudem etwas bemüht, immerhin können wir nach Belieben auch zum englischen Originalton wechseln.

Untertitel wie Synchronisation scheinen an manchen Stellen zu schwächeln. Das Rätsel um das Diorama erweist sich dennoch als schön, wenn auch etwas anspruchslos. Untertitel wie Synchronisation scheinen an manchen Stellen zu schwächeln. Das Rätsel um das Diorama erweist sich dennoch als schön, wenn auch etwas anspruchslos.

Bedeutend schwerwiegender sind da andere Probleme, die den Gang durch alte Gemäuer erschweren: Anna hängt gerne in der 3D-Umgebung fest und lässt sich teilweise nicht mehr weitermanövrieren, sodass wir das Spiel neu starten müssen, um sie zurückzusetzen. Zwar werden unsere Spielfortschritte automatisch gespeichert, sodass nur die Fußwege, nicht aber die Rätsel erneut zu bewältigen sind, trotzdem nerven solche Fehler gewaltig.

Noch störender ist die schlechte Performance: Wer kein einigermaßen aktuelles iOS-Gerät (ungefähr jünger als ein Jahr) besitzt, kämpft mit durchgängigem Ruckeln. Zudem enthält das Adventure ein vollkommen unerklärtes Rätsel: Das Spiel erwartet, dass wir auf einer Karte eine Route nachzeichnen, nur bekommt man das nicht gesagt oder gezeigt. Experimentieren wir mit der Karte, so erscheint der nötige 3-D-Pfeil erst nach längerer Berührung der Bildschirmoberfläche - wer da nicht zufällig drauf kommt, steckt fest, da auch die spielinterne Hilfe nicht über das Rätsel Bescheid weiß.

Quo vadis, Anna?

Insbesondere die zweite Hälfte des Episoden-Auftakts verliert deutlich an Charme: Die langen Laufwege durch einen viel zu großen Eingangssaal und die sterile Umgebung drücken auf die Atmosphäre. Zudem hat man ständig das Gefühl, nur einen Sicherheitsbeauftragten zu spielen, der gefährliche Objekte beseitigt. Da helfen auch Annas lustig gemeinte Kommentare nicht mehr viel. Überhaupt wirkt diese Passage so, als wäre sie unter Zeitdruck entstanden: Unser Begleiter Darwin schweigt durchweg (es war wohl keine Zeit mehr zum Vertonen), Areale wie das Wasserreservoir wirken ebenso uninspiriert wie die letzten Rätsel, die es dort zu lösen gilt.

Die Brille, die wir im Spielverlauf erhalten, lässt uns Risiken einschätzen: Anspruchsvoller werden die Rätsel dadurch nicht, wir fühlen uns dafür aber wie ein Prüfer der Bauaufsicht – öde. Die Brille, die wir im Spielverlauf erhalten, lässt uns Risiken einschätzen: Anspruchsvoller werden die Rätsel dadurch nicht, wir fühlen uns dafür aber wie ein Prüfer der Bauaufsicht – öde.

Viel weiter als durch das Eberlingsche Anwesen führt uns Perils of Man derzeit ohnehin nicht: Haben wir erst einmal die Wahrheit über Labor und Vater aufgedeckt, geht das Adventure in die Halbzeitpause - mit der abschließenden Fortsetzung können Spieler frühestens im Dezember rechnen. Was bleibt, ist das Potential der Story: Wird Perils of Man zum Abschluss seiner Geschichte technisch ausgereifter, die Spieldauer länger und die Rätsel anspruchsvoller sein? Es wäre genug Substanz vorhanden, um aus dem Adventure im Gesamtpaket einen packenden Thriller-Diamanten zu schleifen.

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