Plants vs. Zombies - UPDATE: Erfinder von EA wohl nicht wegen Pay2Win-Protest gekündigt

Laut dem Super Meat Boy- und Binding of Isaac-Macher Edmund McMillen wurde Plants vs Zombies-Schöpfer George Fan von EA gefeuert, weil er sich gegen die Einführung von Pay to Win-Mikrotransaktionen in der Spielereihe ausgesprochen hatte.

von David Molke,
22.11.2017 10:30 Uhr

Plants vs. Zombies-Schöpfer George Fan soll von EA gefeuert worden sein, weil er sich gegen Pay to Win-Mikrotransaktionen gewehrt hat. Plants vs. Zombies-Schöpfer George Fan soll von EA gefeuert worden sein, weil er sich gegen Pay to Win-Mikrotransaktionen gewehrt hat.

Update #2 vom 22.11.2017:

Gestern schien der Tweet von George Fan noch die Bestätigung zu sein, dass der Erfinder von Plants vs. Zombies wirklich von EA gefeuert wurde, weil er sich der Implementierung von Pay2Win-Mechaniken in sein Franchise widersetzt hat. Doch ein Report von Kotaku-Redakteur Jason Schreier wirft nun ein anderes Licht auf die Geschichte.

Laut zwei ehemaligen, hochrangigen Popcap-Entwicklern habe Fan nie an Plants vs. Zombies 2 mitgearbeitet und wurde im Rahmen einer größeren Entlassungswelle gekündigt, von der etwa 50 Mitarbeiter betroffen waren. Zwar sei es wahr, dass Fan keine Free to Play-Titel machen wollte, doch Grund für seine Kündigung sei dies nicht gewesen.

Viel mehr haben George Fan, der auch nach dem Aufkauf von Popcap durch EA noch mit einer gewissen "Indie-Mentalität" gearbeitet hat, und der gigantische Konzern einfach nicht zusammengepasst. Es gab keinen singulären Anlass für die Kündigung und es sei definitiv kein Versuch gewesen, Fan für seinen Widerstand zu bestrafen.

Update:

Mittlerweile hat sich George Fan in einem Tweet zur Geschichte geäußert und die Aussagen McMillens bestätigt. Weiter auf das Thema eingehen, möchte er derzeit allerdings nicht.

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Originalmeldung:

Plants vs. Zombies ist das Baby von George Fan. Zumindest sieht das Edmund McMillen so, der in Alex Larrabees Podcast erzählt, dass das Entwicklerstudio PopCap nur aus einem kleinen Team bestand, als George Fan 2009 dazukam. Plants vs. Zombies wurde ein weltweiter Hit und EA hat PopCap daraufhin 2011 gekauft. Der Nachfolger Plants vs. Zombies 2: It's About Time sollte ein Pay to Win-Modell verpasst bekommen, wogegen sich der Schöpfer des Originals aber offenbar vehement gewehrt hat. Es habe das für keine gute Idee gehalten und habe kein derartiges System implementieren wollen. Laut McMillen wurde George Fan deswegen dann direkt gefeuert.

"Diese Sache ist es so wert, darüber zu berichten und es hat mich seit Jahren frustriert, dass es darüber keine News-Storys gibt."

Laut IGN will George Fan noch ein kurzes Statement zu der Angelegenheit veröffentlichen, das bisher noch aussteht. Die Plants vs. Zombies-Geschichte hat Edmund McMillen im Rahmen einer Diskussion rund um Mikrotransaktionen, Pay to Win-Mechaniken und Lootbox-Systeme erzählt. Die aktuelle Debatte wird vor allem durch Titel wie Star Wars: Battlefront 2, FIFA 18 oder Mittelerde: Schatten des Krieges angeheizt – allesamt Vollpreistitel, die Echtgeld-Käufe beinhalten, denen Spieler und Spielerinnen mehr oder weniger Pay to Win vorwerfen.

Mehr:Star Wars: Battlefront 2 - Disney & Lucasfilm reagieren auf Monetarisierungs-Debatte

Der Plants vs. Zombies-Schöpfer George Fan arbeitet aktuell an seinem Spiel Octogeddon:

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Plants vs. Zombies 2: It's About Time - Render-Trailer zur F2P-Zombie-Zeitreise 1:29 Plants vs. Zombies 2: It's About Time - Render-Trailer zur F2P-Zombie-Zeitreise

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