Microsoft will den Preis des Xbox Game Pass erstmal nicht erhöhen

Der Preis des Game Pass soll sich vorerst nicht verändern. Laut Xbox-Chef ist der Abo-Dienst “völlig nachhaltig”.

von Annika Bavendiek,
30.10.2020 16:43 Uhr

Der Game Pass ist so etwas wie Netflix für Spiele auf der Xbox und/oder dem PC. Der Game Pass ist so etwas wie Netflix für Spiele auf der Xbox und/oder dem PC.

Xbox-Chef Phil Spencer zeigt sich wieder Mal gelassen. Es ist ihm anscheinend nicht nur egal, ob wir noch dieses Jahr zu Xbox Series X greifen, sondern er will den Xbox Game Pass vorerst auch nicht teurer machen. Das erzählte er in der 254. Folge des Dropped Frames-Podcast.

Keine Preiserhöhung, sondern neue Deals

Mit dem Start der Xbox Series X/S stellte sich auch die Frage, ob bzw. wann Microsoft den Preis des Game Pass erhöht. Wie sich nun herausgestellt hat, wird das noch dauern. Aber wie lange kann Microsoft finanziell so weitermachen? Denn der Game Pass bringt dem Unternehmen monatlich lediglich 9,99 Euro (beim Game Pass Ultimate 12,99 Euro) pro Abo ein. Microsoft finanziert sich natürlich noch anderweitig, aber dennoch kostet beispielsweise der Bethesda-Deal dem Unternehmen eine ganze Stange Geld:

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Der Game Pass ist "absolut nachhaltig"

Phil Spencer scheint sich aber keine allzu großen Gedanken über die Finanzierung im Zusammenhang mit dem Game Pass zu machen. Auch der Theorie, dass sie erst viele neue Kunden sammeln wollen, um dann den Preis zu erhöhen, widersprach er. Vielmehr erklärte er, dass der Game Pass einfach eine weitere Option bieten solle und auch zu dem aktuellen Preis als Geschäftsmodell gut funktioniere:

"Sie wissen, wir bekommen Fragen wie "Hey, ist das nur eine Art, eine Gruppe von Spielern zu sichern und dann den Preis auf ein neues Niveau zu bringen?" Ich sage, wir haben nicht vor, so etwas zu tun. Wir mögen den Wert, den der Game Pass heute hat und vom Geschäftsmodell aus ist es absolut nachhaltig, wie es ist und das meine ich auch so."

Damit ist der Game Pass entweder wirklich profitabel genug, oder aber Microsoft kann den geringen Verlust anderweitig gut ausgleichen.

Game Pass bietet mehr Platz für Risiko

Phil Spencer sprach im Rahmen des Podcasts aber nicht nur über den Preis des Abo-Services. Wie er erzählte, sehe er im Game Pass viel mehr als nur den Dienst, der Verbrauchern ein breites Spielerlebnis bietet. Der Game Pass sei auch gut für die Entwickler. Es gäbe zwar auch Skeptiker, aber im Grunde ermöglicht das Abo-Modell auch Arten von Spielen, die im traditionellen Einzelhandel nicht funktionieren würden:

"Wir können Greenlight-Spiele spielen, weil wir wissen, dass wir Millionen von Game Pass-Spielern dazu bringen werden, sich mit dem Spiel zu beschäftigen und es zu spielen kann herausfordernder sein. Und das ist meiner Meinung nach die positive Seite daran. Dadurch können wir kreativere Risiken eingehen. Ich denke, das zeigt auch das Portfolio, aber wir müssen das auch im Laufe der Zeit beweisen."

Phil Spencer wäre auch bereit, sich mit Nintendo und PlayStation zusammenzusetzen und zu schauen, ob der Game Pass eine Option für deren Konsole wäre:

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Was glaubt ihr, wann wir Microsoft letztendlich den Game Pass-Preis erhöhen und wie teuer wird er dann sein? Und bei welchem Preis würdet ihr aussteigen?

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